Paulinus von Mailand
Diakon sowie Sekretär und Biograf des Bischofs Ambrosius von Mailand
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Paulinus von Mailand (* um 370, vielleicht in Florenz[1]) war Diakon sowie Sekretär und Biograf des Bischofs Ambrosius von Mailand.
Leben
Paulinus war Diakon und Sekretär von Ambrosius, bevor er in Nordafrika als Verwalter für Kirchengut diente. Dort verfasste er einen zeitgenössischen Bericht über das Leben des Ambrosius vermutlich im Jahre 422 auf Veranlassung des Augustinus von Hippo.[2]
Um das Jahr 411 reichte Paulinus beim Bischof Aurelius von Karthago eine theologische Anklageschrift gegen den Theologen Caelestius ein, einen Vertreter des Pelagianismus, womit er den pelagianischen Streit eröffnete.[3] Er stellte sechs Thesen auf, die die pelagianischen Ansichten als Häresie herausstellten. Caelestius gab den Versuch auf, Presbyter in Karthago zu werden, und ging nach Ephesos.[4] 417 ließ Papst Zosimus Paulinus nach Rom berufen, um sich zu im Pelagianismusstreit zu rechtfertigen. Paulinus lehnte es in einem Schreiben, das als libellus adversus Coelestium Zosimo papae oblatus bezeichnet wird, jedoch ab, nach Rom zu gehen.
Werk
- Vita sancti Ambrosii
- Libellus adversus Coelestium Zosimo papae oblatus
- Isidor von Sevilla schrieb Paulinus auch noch eine Schrift über Genesis 49 zu, ein daraufhin ihm zugeschriebener Libellus de benedictionibus patriarcharum stammt jedoch aus dem 9. Jahrhundert.[5]
Literatur
- Th. Baumeister: Paulinus v. Mailand. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 6. Artemis & Winkler, München/Zürich 1993, ISBN 3-7608-8906-9, Sp. 1815.
- Hans von Campenhausen: Paulinus 8. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XVIII,4, Stuttgart 1949, Sp. 2330 f. (Digitalisat).