St. Paulusheim

Gymnasium in Bruchsal From Wikipedia, the free encyclopedia

Das St. Paulusheim ist ein privates Gymnasium in Bruchsal in freier Trägerschaft der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg.

SchulformGymnasium
Schulnummer04300652[1]
Gründung1915
AdresseHuttenstraße 49
Schnelle Fakten Schulform, Schulnummer ...
St. Paulusheim
Westfassade des St. Paulusheim
Schulform Gymnasium
Schulnummer 04300652[1]
Gründung 1915
Adresse Huttenstraße 49
Ort Bruchsal
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 7′ 31″ N,  36′ 23″ O
Träger Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg (kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts)
Schüler etwa 790[1]
Lehrkräfte etwa 70
Leitung Christiane Thomae
Website www.paulusheim.de
Schließen

Geschichte

St. Paulusheim aus südöstlicher Richtung, im Vordergrund Baustelle für die neue Sporthalle
Blick auf den Altar der Hauskapelle im Bruchsaler St. Paulusheim vor der Renovierung. Man erkennt noch die expressionistische Gestaltung Hans Herkommers, die unverputzten Betonwände und das Kolossalglasgemäde von August Babberger mit der Krönung Mariens.
Hauskapelle des St. Paulusheims vor der Profanierung im Juli 2025. An der aufgemauerten Rückwand des Altarraumes Bronzekreuz und Figuren von Josef Welling, Seitenfenster von Clara Kress.

Das St. Paulusheim wurde ursprünglich von den deutschsprachigen Pallottinern als Jungeninternat gegründet. Es geht zurück auf ein Internat im italienischen Städtchen Masio bei Alessandria, das die Pallottiner 1915 auf Grund des Ersten Weltkriegs verlassen mussten. Ihr Weg führte in die ehemalige Heimat des Schulleiters nach Bruchsal. Nach einer Übergangsunterkunft in einer Gaststätte erfolgte am 14. September 1922 die Grundsteinlegung für das nach einem Entwurf des Architekten Hans Herkommer erbaute Gebäude auf dem Klosterberg, das im März 1923 bezogen wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Schule von den Nationalsozialisten geschlossen, konnte jedoch als erste Schule Nordbadens den Lehrbetrieb wieder aufnehmen. Auf Grund der mangelnden Nachfrage wurde das Internat in den 1980er Jahren geschlossen, das Gymnasium jedoch weiter ausgebaut. 1974 wurden erstmals Mädchen aufgenommen und seit 1994 können auch evangelische Schüler das Gymnasium besuchen. Mit dem Schuljahr 2012/2013 wurde ein neusprachliches Profil mit Spanisch und Französisch sowie ein naturwissenschaftliches Profil mit NwT als Kernfach eingeführt. Ab dem Schuljahr 2022/23 gibt es bei den Profilen die Wahlmöglichkeiten Sprachprofil mit Altgriechisch, Französisch oder Spanisch; Musikprofil oder naturwissenschaftliches Profil mit IMP (Informatik-Mathematik-Physik). Wie bei allen Schulen der Stiftung ist die Teilnahme am Religionsunterricht in allen Klassenstufen obligatorisch, eine Konfessionszugehörigkeit aber keine Aufnahmevoraussetzung. Mit dem nahe gelegenen Schönborn-Gymnasium kooperiert das St. Paulusheim für den Griechischunterricht sowie einige Kurse der Oberstufe.

Nachdem die Pallottiner im Jahre 2024 das St. Paulusheim aufgrund von Nachwuchsmangel im Pallottinerorden verlassen hatten, erfolgte am 29. Juli 2025 die Profanierung der Hauskapelle.[2]

Persönlichkeiten

Schulleiter

  • P. Wendelin Notheisen SAC (1927–1931)
  • P. Ludwig Sittenauer SAC (1931–1937)
  • P. Karl Probst SAC (1937/1938 kommissarisch)
  • P. Heinrich Wohlfahrt SAC (1938–1940)
  • P. Hugo Grumer SAC (1940 kommissarisch; 1945–1974)
  • P. Otto Grupp SAC (1974–1994)
  • P. Waldemar Janzer SAC (1994–2006)
  • Gebhard Lipps (2006–2011)
  • Paul Christ (2011/2012 kommissarisch)
  • Markus Zepp (2012–2025)
  • Jörg Hirsch (2025 kommissarisch)[3]
  • Christiane Thomae (seit 1. August 2025)[4]

Ehemalige Schüler

Literatur

  • Fla.: Bauten von Reg.-Bmstr. Hans Herkommer, Architekt D.WB. Stuttgart. In: Der Baumeister. Monatshefte für Architektur und Baupraxis, München, Jahrgang XXII, August 1924, Heft 8. (St. Paulusheim auf den Seiten 51f., sowie auf den Bildtafeln 55 und 56) - Digitalisat auf delibra.bg.pols.pl, abgerufen am 22. Januar 2024.
  • „Bt.“: Missionshaus des St. Paulusheims in Bruchsal. Architekt: Reg.-Baumstr. Hans Herkommer, Arch. B. D. A., Stuttgart. In: Deutsche Bauzeitung, 61. Jahrgang 1927, Nr. 11, S. 105–109.
  • Hans Bender: Die Klosterschule. In: Das wiegende Haus. Reclam-Verlag, Stuttgart 1961, S. 48 ff.
  • Joseph Müller: SAC St.Paulusheim Bruchsal. Hauskapelle. Der neugestaltete Chorraum von Josef Welling. Bruchsal 1988.
  • Waldemar Janzer: Die Pallottiner und ihr Gymnasium St. Paulusheim in Bruchsal. In: Badische Heimat, Jahrgang 2000, Heft 2, S. 319–327. Digitalisat der BLB Karlsruhe
  • Sonja Zeh: Das Paradies in Bruchsal : die Geschichte der "Bleiche". Verlag Regionalkultur, Heidelberg 2004, ISBN 978-3-89735-281-0.
  • Beate Schott, Ottmar Hiller SAC: Die Hauskapelle des St. Paulusheims in Bruchsal. In: Forum Schulstiftung 60, Freiburg 2014, ISSN 1611-342x. online-Version
  • Guido Herzog: 100 Jahre St.Paulusheim Bruchsal. Von der Nachwuchsschule der Pallottiner zu einer Schule im Geiste Vinzenz Pallottis. In: Forum Schulstiftung 63, Freiburg 2015, S. 124–139, ISSN 1611-342x. online-Version
  • Guido Herzog, Hanni Schlindwein (Hrsg.): Mehr als eine Schule. 100 Jahre St. Paulusheim Bruchsal. Verlag Regionalkultur, Heidelberg 2015, ISBN 978-3-89735-888-1.
  • Klaus-Martin Bresgott: Neue Sakrale Räume. 100 Kirchen der Klassischen Moderne. Zürich 2019, S. 32 f.
Commons: St. Paulusheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI