PeerIndex
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PeerIndex (englisch peer: schauen, spähen, starren) war ein in London, Großbritannien, beheimatetes Unternehmen, welches auf der Grundlage der Analyse von sozialen Netzwerken (zum Beispiel: Twitter und Facebook)[1] basierendes Rating von Nutzern erstellte (Reputation).[2]
| PeerIndex | |
| We value social | |
| Online-Dienst – soziales Netzwerk | |
| Sprachen | englisch |
|---|---|
| Gründer | Azeem Azhar, Ditlev Schwanenflügel, Bill Emmott |
| Registrierung | Ja |
| Online | Feb. 2010 – Mai 2015 |
| (aktualisiert 9. Sep. 2025) | |
| peerindex.com | |
PeerIndex war Klout sehr ähnlich. Gründer: Azeem Azhar, Ditlev Schwanenflügel und Bill Emmott. Es handelte sich somit um einen weitgehend vollautomatischen elektronischen Dienst zur Messung der Online-Reputation von Personen. Die Algorithmen, nach denen PeerIndex die Reputation einer Person erstellte, sind nicht öffentlich.[3]
Ende 2014 wurde PeerIndex vom Social-Media-Monitoring-Unternehmen Brandwatch für etwa 10 Millionen Pfund Sterling übernommen.[4] Seit Mai 2015 wird die Website auf die von Brandwatch weitergeleitet.[5]
PeerIndex
Die Skala von PeerIndex (PeerIndex Score) reichte von 1 bis 100 und sollte die „Online-Reputation“ einer Person wiedergegeben und dokumentieren (Höchstwert 100). Beispiel: Barack Obama hatte einen PeerIndex von 83.[6] Michelle Obama einen PeerIndex von 91.[7] Einer der Gründer von PeerIndex, Azeem Azhar (CEO von PeerIndex), einen Score von 68.[8]
Methode
PeerIndex wertete unter anderem angeblich die Freundeszahl, die Aktivitäten und Anzahl der Weiterempfehlungen in unterschiedlichen sozialen Netzwerken aus. Je weniger Aktivitäten und je geringer die Reaktion auf diese Aktivitäten, umso geringer fiel der PeerIndex aus. Auch die Registrierung auf PeerIndex und Anzahl der gemeinsamen Kontakte, die auf PeerIndex gelistet waren, sollten maßgeblichen Einfluss auf den Score haben.[9]
Inwieweit Suchmaschinen das Soziale Netzwerk und PeerIndex oder Klout als Relevanzgeber auch für die eigenen Scores heranziehen werden, war 2012 nicht absehbar.[2]
PeerPerks
PeerPerks waren Belohnungen für soziale Aktivitäten (Slogan PeerIndex: „Rewards for being social“). Interessierte Unternehmen konnten besonders für sie attraktive Anwender mit Rabatten, Verlosungen und anderen Spezialangeboten beschenken und wollten vermutlich auf diesem Weg vom hohen sozialen Status dieser Anwender im Internet profitieren. Diese Angebote richteten sich vor allem an Anwender in Großbritannien und USA.
Kritik
- Durch die Messung der Quantität der Aktivitäten in sozialen Netzwerken durch PeerIndex wurde die Qualität weitgehend außer Acht gelassen.
- Durch PeerIndex wurden auch nichtexistente Personen (Pseudonym), sofern diese im Netz aufscheinen, bewertet. Eine Pseudepigraphie wurde von PeerIndex nicht erkannt. Die Anmeldung bei PeerIndex erfolgte einzig mit einer funktionierenden E-Mail-Adresse oder über ein Soziales Netzwerk, welche jedoch nicht personenbezogen verifiziert wurde.
- Aufgrund der unbekannten Wertungen sowie der Ausrichtung vor allem auf das englischsprachige Netz (UK und USA), war PeerIndex nicht repräsentativ für die reale Reputation einer Person in der Internet-Gemeinschaft.[2]