Peertz

Ortsteil von Beetzendorf, Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Peertz ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Schnelle Fakten Gemeinde Beetzendorf ...
Peertz
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: 52° 39′ N, 11° 6′ O
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 5,34 km²[1]
Einwohner: 77 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Bandau
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Peertz (Sachsen-Anhalt)
Peertz (Sachsen-Anhalt)
Lage von Peertz in Sachsen-Anhalt
Dorfkirche Peertz
Dorfkirche Peertz
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Geographie

Peertz, ein Rundplatzdorf mit Kirche,[1] liegt rund fünf Kilometer südlich von Beetzendorf und fünf Kilometer nordwestlich der Stadt Klötze an der Jeetze in der Altmark.[3]

Östlich des Dorfs liegt der Lelchower Busch, eine Wiese.[4]

Geschichte

Mittelalter bis 20. Jahrhundert

Peertz wurde im Jahre 1346 erstmals als Pertze in einer Urkunde der von der Schulenburg erwähnt.[5]

Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 führte Pertz auf. Die Hebungen der abgabenpflichtigen Hufen, der Kossäten und der Mühle flossen an die von der Schulenburg. Im Dorf gab es drei Ritterhöfe.[6]

Im Jahre 1816 kaufte die Gemeinde Peertz einen Teil der Lelchower Feldmark, das vormalige Vorwerk Lelchow.[7] Auf der Feldmark von Peertz, ein Kilometer östlich des Dorfes, an der Grenze der Dorfflur, liegt „die Dorfstelle“ an die sich nördlich die „Dorfstellenden“ und westlich die „Dorfstellwiesen“ anschließen.[8] Bei dieser Dorfstelle Lelchow befindet sich der Überrest einer alten Feldsteinkirche mit einer Mauerbreite von etwa 1,60 Meter.[9]

Nach 1960 wurde im Dorf die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft LPG „Lelchow“ Peertz Typ I gegründet, die am 1. Januar 1971 mit der LPG Typ III Bandau zusammengeschlossen wurde.[10]

Die Großsteingräber bei Peertz wurden spätestens im 19. Jahrhundert zerstört.

Die Hoppesmühle ist eine Wassermühle an der Jeetze, die etwa einen Kilometer nordwestlich des Dorfes liegt. Sie gehörte im 17. Jahrhundert Jochem Hoppe, der sie damals als Hopfenmühle nutzte.[11]

Herkunft des Ortsnamens

Jürgen Udolph führt den Ortsnamen auf das slawische Wort „para“ für „Schmutz“ oder „Morast“ zurück.[12]

Heinrich Sültmann erkennt in den Namen Perz, Pertsse, Pertze, aufgrund der Lage dicht an der Jeetze, die slavischen Silben „po — pü — pe“ für „längs an“ und „veka“, „reice“ für „Bach“, „Fluß“ und übersetzt zu „Am Bach“.[13]

Eingemeindungen

Peertz gehörte ursprünglich zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1808 lag es im Kanton Klötze, anschließend bis 1813 zum Kanton Jübar auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es ab 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.[1]

Am 20. Juli 1950 wurde Peertz in die Gemeinde Bandau eingemeindet.[14] Nach Eingemeindung der Gemeinde Bandau in die Gemeinde Beetzendorf am 1. Januar 2009 wurde der Peertz ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1734092
1774129
1789106
1798112
1801112
1818125
1840153
Jahr Einwohner
1864154
1871153
1885167
1892[00]157[15]
1895209
1900[00]158[15]
1905225
Jahr Einwohner
1910[00]162[15]
1925164
1933160
1939148
1946269
2015085
2018[00]075[16]
Jahr Einwohner
2020[00]74[17]
2021[00]73[17]
2022[00]75[18]
2023[0]77[2]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946[1]

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Peertz, die früher zur Pfarrei Jeeben gehörte,[19] wird heute betreut vom Pfarrbereich Beetzendorf im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[20]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1646–1649, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 342, 124. Peertz (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 143 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2; Veröffentlichungen der Historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin. Band VIII, 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940 (außer Begleittexten auf Lateinisch), S. 408

Einzelnachweise

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