Pembroke (Schiff, 1734)
Ein 60-Kanonen-Linienschiff der britischen Marine, das von 1734 bis 1749 in Dienst stand
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Die Pembroke war ein 60-Kanonen-Linienschiff 4. Ranges der britischen Marine, das von 1734 bis 1749 in Dienst stand.
Technische Zeichnung des Schwesterschiffes Warwick | ||||||||||||||||||||||||
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Geschichte
Bau
Die spätere Pembroke wurde am 8. September 1726 bestellt und nach den Richtlinien des 1719 Establishments entworfen. Das Schiff wurde unter der Bauaufsicht des Master Shipwright John Hayward in der Marinewerft in Woolwich (London) im September 1729 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 27. November 1733 und die Fertigstellung am 3. April 1734. Die Baukosten betrugen 15.807 Pfund 5 Schilling und 8 Pence (siehe Pfund Sterling).[1]
Einsatzgeschichte
Bereits am 22. Februar 1734 wurde die Pembroke durch Captain William Hervey offiziell in Dienst gestellt. Sie diente anschließend in der Kanalflotte unter Admiral Sir John Norris und gehörte dem britischen Verband an, der zum Schutz britischer Bürger im Rahmen des Spanisch-Portugiesischen Krieges (1735–1737) von Lissabon aus operierte. Nach diesem Einsatz kehrte das Schiff 1736 nach England zurück und wurde ab dem 6. April 1737 aufgelegt und die Besatzung ausgezahlt.[1]

Eine Reaktivierung der Pembroke erfolgte am 28. Juli 1738, unter dem Kommando von Captain Fitzroy Henry Lee, bis zum 15. Januar 1744. In dieser Zeit war das Schiff als Teil der britischen Mittelmeerflotte an den Operationen gegen Spanien bzw. Frankreich beteiligt (War of Jenkins’ Ear und Österreichischer Erbfolgekrieg). Im Anschluss an diesen Einsatz wurde das Schiff in der Marinewerft in Chatham überholt. Nach Abschluss dieser Arbeiten verlegte die Pembroke den Fluss Medwey abwärts nach Black Stakes, wo ihre Kanonen übernommen werden sollten. Auf dem Weg wurde das Schiff durch eine plötzliche Böe getroffen und kenterte. Hierbei starben fast 100 Mann ihrer Besatzung und eine große Anzahl von an Bord befindlichen Zivilisten, meist Frauen, welche sich von ihren Angehörigen verabschieden wollten. Das Schiff wurde kurze Zeit später gehoben, nach Chatham gebracht und bis April 1745 instandgesetzt. Alle Arbeiten kosteten insgesamt 21.200 Pfund 7 Schilling und 1 Pence.[1]
Im August 1745 verlegte die Pembroke als Teil des Geschwaders von Vice-Admiral of the Blue Isaac Townsend in die Karibik, wobei sie nach dem Kommandowechsel 1746 auch als Flaggschiff des Admirals diente. Ende des Jahres 1746 verlegte sie zurück nach England und war im Mai 1747 an der Ersten Seeschlacht am Kap Finisterre gegen eine französische Geleitzugsicherung beteiligt.[1]
Im September 1747 verließ die Pembroke, als Teil eines Verbandes zur Verstärkung der britischen Kräfte in Indien geführt durch Rear Admiral of the Blue Edward Boscawen, England. Im Rahmen dieses Einsatzes ging das Schiff am 13. April 1749 vor Madras während eines Zyklons, zusammen mit weiteren Schiffen, verloren. Nur 12 Mann ihrer 330 Mann starken Besatzung überlebten das Unglück.[1]
Liste der Kommandanten
| Name | Beginn der Amtszeit | Ende der Amtszeit | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Captain William Hervey | 22. Februar 1734 | 5. Mai 1737 | |
| außer Dienst bzw. aufgelegt | |||
| Captain Fitzroy Henry Lee | 28. Juli 1738 | 15. Januar 1744 | |
| außer Dienst bzw. aufgelegt | |||
| Captain George Balchen | 26. November 1744 | 5. Dezember 1745 | |
| Captain Francis Holburne | 6. Dezember 1745 | 12. März 1746 | |
| Captain Thomas Fincher | 13. März 1746 | 13. April 1749 | Mit dem Schiff untergegangen |
Literatur
- Rif Winfield: British Warships in the Age of Sail 1714 to 1792: Design, Construction, Careers and Fates. Seaforth Publishing, Barnsley 2007, ISBN 978-1-84415-700-6 (englisch).
Weblinks
- Pembroke auf threedecks.org (englisch)
- HMS Pembroke (+1749) auf wrecksite.eu (englisch)
- Pembroke auf ageofnelson.org (englisch)
