Penedo (Alagoas)

Gemeinde im Bundesstaat Alagoas, Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Penedo ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Alagoas in der Nordostregion des Landes. Sie liegt im Süden des Bundesstaates am linken Ufer des Rio São Francisco gegenüber dem Bundesstaat Sergipe und ist Zentrum der gleichnamigen Região Geográfica Imediata. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 60.185 geschätzt.[2]

Gründung12. April 1636 (Vila)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Schnelle Fakten Município de Penedo, Symbole ...
Município de Penedo
Penedo

Blick auf die Altstadt
Penedo (Brasilien)
Penedo (Brasilien)
Penedo
Koordinaten 10° 17′ S, 36° 35′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Alagoas
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 12. April 1636 (Vila)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Alagoas
Região intermediária Maceió (seit 2017)
Região imediata Penedo (seit 2017)
Höhe 27 m
Klima tropisch
Fläche 688,7 km²
Einwohner 60.185 (2025[2])
Dichte 87,4 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website penedo.al.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 1.159.276 Tsd. R$
19.785 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,630 (2010)
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Geografie

Penedo liegt im Süden des Bundesstaates Alagoas auf einer Höhe von etwa 27 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 688,7 Quadratkilometer.[2] Das Stadtgebiet liegt auf einem Felsplateau am Rio São Francisco, dessen Lage für die Entstehung und den Namen des Ortes bestimmend war. Das historische Zentrum erhebt sich unmittelbar über dem Fluss.[3]

Geschichte

Penedo gehört zu den ältesten europäischen Siedlungen am unteren São Francisco. Nach Angaben des IBGE wurde der Ort im 16. Jahrhundert durch den portugiesischen Kolonisator Duarte Coelho Pereira gegründet. Der Name bezieht sich auf den Felsen, auf dem die Siedlung angelegt wurde.[1] Die strategische Lage am Rio São Francisco machte Penedo früh zu einem wichtigen Stützpunkt im südlichen Teil der damaligen Capitania de Pernambuco. 1636 wurde der Ort zur Vila erhoben. Während der niederländischen Besetzung Nordostbrasiliens wurde Penedo 1637 von Johann Moritz von Nassau-Siegen eingenommen und erhielt zeitweise den Namen Maurícia.[1]

Nach dem Ende der niederländischen Herrschaft entwickelte sich Penedo zu einem wichtigen Handels- und Verwaltungsort am São Francisco. Die Stadt profitierte vom Flusshandel, von der Verbindung zwischen Küste und Binnenland sowie von der agrarischen Produktion der umliegenden Region. In der Kolonialzeit und im Kaiserreich entstanden Kirchen, Klöster, Verwaltungsgebäude und Wohnhäuser, die das heutige historische Stadtbild prägen.[3] 1835 wurde Penedo zur Stadt erhoben.[1] Im 20. Jahrhundert verlor der Flusshandel gegenüber Straßenverkehr und neuen regionalen Zentren an Bedeutung, jedoch gehört Penedo heute weiterhin zu den bevölkerungsreichsten Städten in Alagoas.

Demografie

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 60.185 Personen geschätzt.[2]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1991 52.245
2000 56.993
2010 60.596
2022 58.650
Volkszählungen[4]
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Wirtschaft

Penedo liegt in einer strukturschwachen Gegend und das regionale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist mit weniger als 20.000 Real (2023) relativ niedrig.

Sehenswürdigkeiten

Penedo bewahrte einen großen Teil seiner historischen Bausubstanz. Das historische und landschaftliche Ensemble der Stadt wurde 1996 vom Instituto do Patrimônio Histórico e Artístico Nacional (IPHAN) unter Denkmalschutz gestellt. Zu den geschützten Gebäuden gehören:[3]

  • Kloster São Francisco und Kirche Nossa Senhora dos Anjos (Kloster des Heiligen Franziskus und Kirche Unserer Lieben Frau von den Engeln)
  • Kirche Nossa Senhora da Corrente
  • Kathedrale Nossa Senhora do Rosário dos Pretos, Kathedrale der römisch-katholischen Diözese Penedo

Religion

Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Penedo gehört zum römisch-katholischen Bistum Penedo, das 1916 errichtet wurde und seinen Sitz in der Stadt hat.[5]

Commons: Penedo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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