Penitrem A

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Penitrem A ist eine Verbindung aus der Gruppe der Mykotoxine und wird insbesondere in Arten der Schimmelpilzgattung Penicillium (Pinselschimmel) gebildet. Es wirkt als starkes Nervengift.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Penitrem A
Allgemeines
Name Penitrem A
Andere Namen
  • Tremortin A
  • NSC-354845
Summenformel C37H44ClNO6
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12627-35-9
EG-Nummer (Listennummer) 634-132-0
ECHA-InfoCard 100.162.141
PubChem 6610243
Wikidata Q63409025
Eigenschaften
Molare Masse 634,21 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300
P: 301+330+331+310[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eigenschaften

Penitrem A ist ein Diterpen-Indolalkaloid. Ein charakteristisches Strukturmerkmal ist die 23α,24α-Epoxid-Struktur.[1]

Penitrem A wirkt neurotoxisch tremorgen.[1] Es wirkt sowohl auf das zentrale als auch auf das periphere Nervensystem. Das Toxin blockiert Ca2+-aktivierte Kaliumkanäle mit hoher Leitfähigkeit in der glatten Muskulatur.[3] Es beeinträchtigt ferner die GABAerge Neurotransmission im Kleinhirn.[3] Dadurch kommt es zu unkontrolliertem Zittern (Tremor) von Gliedmaßen oder dem ganzen Körper.

Vorkommen

Penitrem A wurde aus P. crustosum und anderen Pinselschimmel-Arten isoliert.[4][5][1]

Es kommt als Verunreinigung in fettreichen Lebensmitteln wie Nüssen, Käse oder Fleisch vor, ferner in angeschimmelten Lebensmitteln, Abfällen und Kompost.[6] Vergiftungen mit Penitrem A über solche kontaminierte Produkte sind bei Tieren und – seltener – bei Menschen beschrieben.[6][7][5]

Biosynthese

Die Biosynthese von Penitrem A beginnt – vergleichbar zu der der pilzlichen Sekundärmetaboliten Paspalin und Paxillin[1] – aus Indol-3-glycerinphosphat und Farnesyldiphosphat.[8] Studien legen nahe, dass das charakteristische Penitrem-Kerngerüst von einem diprenylierten Paxillin-Derivat abgeleitet ist. Nach dem Aufbau der Penitrem-Grundstruktur folgen Epoxidierungs-, Hydroxylierungs- und Chlorierungsreaktionen.[8] In einer genomischen Analyse an P. simplicissimum konnten zwei Gen-Cluster der an der Biosynthese beteiligten Enzyme identifiziert werden.[8]

Einzelnachweise

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