Pepperpot
Eintopfgericht in der englischsprachigen südlichen Karibik
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Herkunft und Zubereitung
Ein Eintopfgericht mit Fleischanteilen und Cassareep (dem eingedickten Saft ausgekochter Maniokknollen) ist bereits für die frühen Keramikkulturen der Saladoiden und Barrancoiden nachweisbar, die die südliche Karibik ab etwa 500 v. Chr. besiedelten.[2] In seiner heutigen Form geht der Pepperpot auf die präkolumbianischen Indianerstämme der Arawak und Kariben zurück.[3] Hauptzutat ist Rinder-, Schweine- oder Schaffleisch, zentrale würzende Zutaten sind Cassareep, Zimt und Chilis. Übliche Beilagen sind Brot oder Reis.[4] Traditionell werden weniger beliebte, langkochende Fleischstücke wie Spitzbein, Kuhfuß (cow heel) oder Ochsenschwanz verwendet, die dem Gericht im Falle von Spitzbein und Kuhfuß wegen des hohen Gehalts an Gelatine eine klebrige Konsistenz geben. In der modernen Küche werden auch hochwertigere Fleischstücke verwendet.
Wegen der langen Kochzeiten wird der Pepperpot nur zu besonderen Gelegenheiten zubereitet und hat sich, vergleichbar mit dem Truthahnbraten in den USA und dem Gänsebraten in Deutschland, zu einem Weihnachtsessen entwickelt. An diesen Feiertagen wird der Pepperpot traditionell als Frühstück gegessen. Da das Cassareep die Haltbarkeit des Gerichts verlängert, kann der Eintopf über einen längeren Zeitraum auf der Feuerstelle gehalten und bei Bedarf neu erhitzt werden. Wie bei vielen Eintopfgerichten wird es als geschmacksfördernd angesehen, den Pepperpot nicht sofort, sondern erst mindestens einen Tag später und dann wieder aufgewärmt zu konsumieren. Es wird empfohlen, einen bereits zubereiteten Pepperpot täglich kurz aufzukochen.[5]
