Perrault-Syndrom

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Das Perrault-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einer Kombination von Gonadendysgenesie bei homozygoten Frauen und Innenohrschwerhörigkeit bei beiden Geschlechtern.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q87.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, anderenorts nicht klassifiziert
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Synonyme sind: XX-Gonadendysgenesie mit Taubheit; englisch Gonadal dysgenesis, XX type, with deafness; Ovarian dysgenesis with sensorineural deafness; Gonadal dysgenesis, XX type

Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1951 durch die Franzosen M. Perrault, B. Klotz und E. Housset.[3]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurden über 30 Betroffene in 15 Familien beschrieben. Die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.[2]

Ursache

Je nach zugrunde liegender Mutation können folgende Typen unterschieden werden:

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1][2]

Hinzu können neurologische Auffälligkeiten wie Ataxie, Dyspraxie oder Polyneuropathie kommen. Auch ein Marfanoider Körperbau wird beschrieben.[10]

Diagnose

Die Diagnose beruht auf den klinischen Befunden, Hormon- und neurologischen Untersuchungen mit verminderter Nervenleitgeschwindigkeit.[2]

Differentialdiagnose

Abzugrenzen ist das Pseudo-Zellweger-Syndrom und das wesentlich häufigere Turner-Syndrom.[2]

Heilungsaussicht

Die Lebenserwartung ist normal. Der Verlauf hängt im Wesentlichen von den neurologischen Veränderungen ab.[2]

Literatur

  • J. Lerat, L. Jonard, N. Loundon, S. Christin-Maitre, D. Lacombe, C. Goizet, C. Rouzier, L. Van Maldergem, S. Gherbi, E. N. Garabedian, J. P. Bonnefont, P. Touraine, I. Mosnier, A. Munnich, F. Denoyelle, S. Marlin: An Application of NGS for Molecular Investigations in Perrault Syndrome: Study of 14 Families and Review of the Literature. In: Human mutation. Band 37, Nummer 12, Dezember 2016, S. 1354–1362, doi:10.1002/humu.23120, PMID 27650058 (Review).
  • R. K. Agrawala, A. K. Choudhury, B. K. Mohanty, A. K. Baliarsinha: Perrault syndrome with growth hormone deficiency: a rare autosomal recessive disorder. In: Journal of pediatric endocrinology & metabolism : JPEM. Band 28, Nummer 9–10, September 2015, S. 1005–1007, doi:10.1515/jpem-2014-0292, PMID 25741941.
  • S. Marlin, D. Lacombe, L. Jonard, N. Leboulanger, D. Bonneau, C. Goizet, T. B. de Villemeur, S. Cabrol, M. Houang, L. Moatti, D. Feldmann, F. Denoyelle: Perrault syndrome: report of four new cases, review and exclusion of candidate genes. In: American journal of medical genetics. Part A. Band 146A, Nummer 5, März 2008, S. 661–664, doi:10.1002/ajmg.a.32180, PMID 18241061.

Einzelnachweise

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