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Perusahaan Listrik Negara

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PT Perusahaan Listrik Negara (Persero) (wörtlich „Staatliches Elektrizitätsunternehmen“, abgekürzt PLN) ist ein indonesisches staatliches Unternehmen, das ein Monopol auf die Stromverteilung in Indonesien hat. PLN erzeugt den Großteil des Stroms in Indonesien, betreibt eine installierte Leistung von 46,8 GW und produziert im Jahr 2024 allein 184,6 TWh und einschließlich der Beiträge unabhängiger Stromerzeuger (IPPs) 343,9 TWh.[2] Nach der nationalen Ölgesellschaft Pertamina war es 2024 das größte Unternehmen Indonesiens nach Umsatz.[3]

Schnelle Fakten
Perusahaan Listrik Negara (PLN)
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Rechtsform Perseroan Terbatas
Gründung 27. Oktober 1945
Sitz Jakarta, Indonesien Indonesien
Leitung Darmawan Prasodjo (Geschäftsführer)
Mitarbeiterzahl ca. 51.000 (2024)
Umsatz 545 Billionen IDR (ca. 33,3 Mrd. USD, 2022)[1]
Branche Elektrizitätsversorgung, Energieerzeugung, Netzbetrieb
Website https://www.pln.co.id
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Hauptsitz in Jakarta

Geschichte

Die Geschichte des Elektrizitätssektors in Indonesien begann Ende des 19. Jahrhunderts, als die niederländischen Kolonialherren die ersten Stromgeneratoren installierten. Das größte Stromversorgungsunternehmen war die Nederlands Indische Gasmaatschappij (NIGM), die ursprünglich ein Gasversorgungsunternehmen war. Im Zweiten Weltkrieg übernahmen die Japaner die Kontrolle über den Elektrizitätssektor. Nach der Unabhängigkeitserklärung Indonesiens am 17. August 1945 übernahmen indonesische Rebellen über den Elektrizitätssektor und übergaben die Anlagen an die republikanische Regierung. Seitdem ist die Geschichte des Elektrizitätssektors von kontinuierlichen institutionellen Veränderungen geprägt.[4]

Am 27. Oktober 1945 gründete Präsident Sukarno die Jawatan Listrik dan Gas (Behörde für Elektrizität und Gas). Am 1. Januar 1961 wurde das Amt für Elektrizität und Gas in BPU PLN (Badan Pimpinan Umum Perusahaan Listrik Negara, Generaldirektion für staatliche Elektrizitätsunternehmen) umgewandelt, das für die Bereiche Elektrizität, Gas und Koks zuständig war. Am 1. Januar 1965 wurde die BPU-PLN durch zwei staatliche Unternehmen ersetzt, die Perusahaan Listrik Negara (PLN) für den Stromsektor und die Perusahaan Gas Negara (PGN) für den Gassektor. Das Staatsunternehmen wurde 1994 in eine Personengesellschaft (Perseroan Terbatas) nach indonesischem Recht umgewandelt.[5]

Im September 2002 wurde das Elektrizitätsgesetz (Gesetz Nr. 20 von 2002) verkündet. Mit diesem Gesetz wurde der Elektrizitätssektor offiziell dereguliert. Das neue Gesetz sah vor, dass das Monopol der PLN auf die Stromverteilung innerhalb von fünf Jahren beendet werden sollte, wonach privaten Unternehmen (sowohl ausländischen als auch inländischen) der direkte Verkauf von Strom an Verbraucher gestattet werden sollte. Das Gesetz wurde jedoch 2004 vom Verfassungsgericht für nichtig erklärt. 2009 wurde ein neues Gesetz verabschiedet, was die private Stromerzeugung erlaubt.[6] Obwohl Indonesiens Stromnetz in den letzten Jahrzehnten deutlich zuverlässiger wurde und nahezu das gesamte Land inzwischen mit dem nationalen Stromnetz verbunden ist, leidet PLN aufgrund teuer Kohleverträge unter einer hohen Verschuldung.[7]

Tätigkeitsbereiche

PLN ist vertikal integriert und in allen Stufen der Elektrizitätswirtschaft aktiv:

  • Erzeugung: Betrieb eigener Kraftwerke (Kohle, Gas, Wasserkraft, Geothermie, Solar)
  • Übertragung und Verteilung: Verwaltung des landesweiten Hochspannungs- und Verteilnetzes
  • Vertrieb: Stromverkauf an Endkunden, von Industrie bis zu Haushalten
  • Erneuerbare Energien: Investitionen in Solar-, Wind- und Geothermieprojekte zur Erfüllung der indonesischen Klimaziele
  • Digitalisierung und Smart Grid: Einführung von digitalen Zählern, Kundenportalen und intelligenten Steuerungssystemen

PLN unterhält mehrere Tochtergesellschaften, darunter PLN Indonesia Power (Stromerzeugung), PLN Icon Plus (Telekommunikation und IT-Dienste) sowie PLN Nusantara Power (Erneuerbare Energien). Das Unternehmen ist zudem für die Elektrifizierung abgelegener Regionen wie Papua, Kalimantan oder Nusa Tenggara verantwortlich. 2019 verkündete das Energieministerium eine Elektrifizierungsrate von 99 Prozent.[7]

Trotz verstärkter Bemühungen in Erneuerbare Energien zu investieren, ist der Strommix nach wie vor stark von Kohle geprägt.[7] So betreibt das Unternehmen 137 Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von 21.026 MW, ca. zwei Drittel der nationalen Gesamtmenge.[8] Bis 2060 plant das Unternehmen kohlenstoffneutral zu werden und fossile Kraftwerke schrittweise durch Erneuerbare zu ersetzen.[9]

Eigentümer

Das Unternehmen befindet sich zu 100 Prozent im Staatsbesitz (Stand 2025).[8]

Einzelnachweise

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