Peter Ashcroft
britischer Motorsportmanager
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Peter Sanderson Ashcroft (* 9. Mai 1928 in Penwortham, Lancashire; † 27. Januar 2008 auf Pawleys Island, South Carolina) war langjähriger Motorsport-Direktor der britischen Ford Werke, womit er unter anderem verantwortlich für viele erfolgreiche Ford-Werkseinsätze in der Rallye-Weltmeisterschaft war.

Karriere
Ashcroft interessierte sich schon früh für Motorsport und arbeitete als junger Mechaniker für das private Sportwagen- und Formel-1-Team Gilbey Engineering.[1] Nachdem das Team aufgelöst worden war, wechselte er zu Ford of Britain, wo er anfänglich als Rallye-Mechaniker und später als Rennsport-Techniker beschäftigt wurde. Ashcroft machte sich im Lauf der Jahre bei Ford einen guten Namen als Motorentuner und Problemlöser[2] und war in der Folge der Hauptverantwortliche dafür, dass Hannu Mikkola und sein Kopilot Gunnar Palm (Ford Escort Mk1) für das Ford-Rallye-Werksteam die London to Mexico World Cup Rally 1970 gewinnen konnten. Mit fast 26.000 Kilometer Wegstrecke war es die längste Marathon-Rallye in der Geschichte des Motorsports, veranstaltet im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 1970.
1972 übertrug man Peter Ashcroft als neuem Competitions Manager die Leitung des gesamten Ford-Motorsport-Werksteams. Später wurde er als Nachfolger von Stuart Turner sogar zum Ford-Motorsport-Direktor befördert, ein Posten, den er bis 1991 innehatte. Unter seiner Führung wurden in den 1970ern und 1980ern weltweit ungezählte Rallye- und Rennsport-Erfolge erzielt, darunter 22 Gesamtsiege bei Wertungsläufen zur Rallye-WM sowie die Gewinne der Rallye-Weltmeisterschaft 1979 (durch Björn Waldegård auf Ford Escort RS1800) und der Rallye-Weltmeisterschaft 1981 (durch Ari Vatanen auf Ford Escort RS1800).[3]
Nach seiner Pensionierung zog Ashcroft nach South Carolina in die Vereinigten Staaten, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Dort starb er 79-jährig und hinterließ Ehefrau Jean, einen Sohn und eine Tochter sowie eine Stieftochter.