Peter Elsholtz

deutscher Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Peter Ludwig Wilhelm Elsholtz (* 20. Oktober 1907 in Berlin; † 30. August 1977 ebenda) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher.

Leben

Der Kaufmannssohn studierte von 1926 bis 1927 an der von Max Reinhardt gegründeten Schauspielschule des Deutschen Theaters.[1] Sein erstes Engagement in trat er in Wien an. Unter Reinhardts Intendanz debütierte er 1926 in dem Stück ‘Neidhardt von Gneisenau’. 1927 kam Elsholtz an Otto Falckenbergs Kammerspiele nach München. Weitere Theaterstationen waren Leipzig, Königsberg und Berlin, wo man ihn seit Beginn der 1930er Jahre u. a. an den Saltenburg-Bühnen, dem Komödienhaus, dem Hebbel-Theater und der Tribüne sehen konnte. Zeitweilig war er als Vertreter von Karl Heinz Martin auch in der Direktion des Hebbel-Theaters aktiv und wirkte dort überdies als Regisseur.

Seit 1934 regelmäßig in Berlin ansässig, trat Peter Elsholtz zwei Jahre darauf auch erstmals vor die Kamera. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war der Schauspieler ein gefragter Interpret unterschiedlich großer Nebenrollen. Er spielte einen Hellseher in Das Schloß in Flandern, einen Stabsarzt in Fronttheater, einen Ingenieur in Der Herrscher, einen Jagdaufseher in Der Fuchs von Glenarvon sowie jeweils einen Adjutanten in Ritt in die Freiheit und in Die Warschauer Zitadelle. Mehrfach trat er auch in braun gefärbter Propaganda (Mann für Mann, Der Fuchs von Glenarvon, Achtung! Feind hört mit, Mein Leben für Irland, Über alles in der Welt, Fronttheater) vor die Kamera. In dem überaus erfolgreichen Zirkusfilm Truxa verkörperte der Berliner den titelgebenden Drahtseilartisten.

Nach dem Krieg filmte Elsholtz nur noch selten, stattdessen widmete er sich als Regisseur der Synchron-Arbeit.

Peter Elsholtz war verheiratet mit der Schauspielerin, Synchronsprecherin und Dialogautorin Karin Vielmetter (1907–?). Ihre Kinder Edith Elsholtz (1930–2004) und Arne Elsholtz (1944–2016) waren bekannte Schauspieler und Synchronsprecher.[2]

Filmografie

Literatur

  • Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon, Klagenfurt und Wien 1953, Erster Band, S. 391.
  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, DNB 451560736, S. 352 f.

Einzelnachweise

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