Peter Miller (Malerin)
US amerikanische surrealistische Malerin
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Peter Miller (geboren 1913 in Hanover, Pennsylvania; gestorben 1996) war eine US-amerikanische surrealische Malerin.[1]
Leben und Werk
Peter Miller wurde 1913 als Henrietta Myers geboren und wuchs in Hanover, Pennsylvania, auf. Der Familiensitz, bekannt als Myers Mansion, wurde 1911 von dem in Philadelphia ansässigen Architekten Herman Miller erbaut. Ihrer Familie gehörten die Hanover Shoe Company, die Lokalzeitung Hanover Evening Sun und die Hanover Shoe Farm, eine Zucht für American Standardbred Pferde. Henrietta Myers besuchte die Arlington Hall Junior School for Women und studierte an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts bei Daniel Garber. Nach dem Studienabschluss 1934 nannte sie sich Peter, weil sie dachte, in der von Männern dominierten Kunstwelt besser behandelt zu werden. 1935 heiratete sie ihren ehemaligen Studienkollegen Earle C. Miller, der Bildhauerei und Druckgrafik studiert hatte und hieß fortan Peter Miller.[2] Das Paar unternahm gemeinsam Reisen nach Europa. Einer ihrer Lehrer, Arthur Beecher Carles, vermittelte ihr durch ein Empfehlungsschreiben den Kontakt zu Pablo Picasso, Henri Matisse und Joan Miró.
Peter Miller zog auf eine Ranch in der Nähe von Santa Fe, die an das San Ildefonso Pueblo angrenzte. Tilano Montoya Martinez und die Schriftstellerin Edith Warner waren sehr enge Freunde. Ihr zweiter Wohnsitz war die Rock Raymond Farm in East Brandywine Township, Chester County. Peter Miller arbeitete an beiden Orten in ihren Ateliers. Außerdem besaß sie ein Stadthaus in Philadelphia, nicht weit entfernt von Anne d’Harnoncourts, mit der sie eine Freundschaft verband.[2]
„Millers Technik war einzigartig. In einigen ihrer Gemälde strukturierte sie den Untergrund, um Canyonwände nachzuahmen. In anderen verwendete sie Sgraffito und trug dünne Farbschichten auf, die sie dann gekonnt und teilweise mit Lappen abrieb. Ein kleiner Bereich der Leinwand kann sechs bis acht verschiedene Farben enthalten. Die darunterliegenden Gelb- und Orangetöne verleihen vielen ihrer Leinwände einen spirituellen Glanz. Die Kompositionen sind bewusst gewählt, und sie verfügte über ein ausgeprägtes Wissen über Farben. Es gibt Gemälde innerhalb des Gemäldes, Schicht um Schicht. Peter Millers Werk ist außergewöhnlich. Sie liebte und verehrte die Natur. Sie glaubte, dass alle Dinge miteinander verbunden sind. Sie sah die Kraft eines Samens und was er auf magische Weise werden kann. Sie ehrte den Wechsel der Jahreszeiten und die Kraft der Natur.“
Peter Miller verstarb 1996 im Alter von 83 Jahren an den Folgen eines Autounfalls. Ihrem Freund Bill Richards, einem Rahmenmacher, vererbte sie ihre Malereien. Dieser bewahrte sie 15 Jahre lang nicht fachgerecht auf, so dass 2020 eine Restaurierung der Malereien notwendig war.[4]
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
- um 1937: Peter Miller, Kunstgalerie des Museums von New Mexico
- 1940, 1944, 1946: Peter Miller, Julien Levy Gallery, New York City
- 2021: Peter Miller Coming Home, Peyton Wright Gallery, Santa Fe, New Mexico
- 2022: Peter Miller Coming Home Again, Peyton Wright Gallery, Santa Fe, New Mexico
- 2024: Die Geschichte von Peter Miller: Eine vergessene Frau der amerikanischen Moderne Morton Contemporary Gallery, Gratz Gallery in Doylestown, Philadelphia
Gruppenausstellungen
- 1945: The Women, Art of This Century, New York City
- 1954: Peter und Earle Miller, Pennsylvania Academy of Fine Arts
- 2018: Zwei vergessene Frauen der amerikanischen Moderne: Die Bildhauerin Mary Callery und der Maler Peter Miller Francis Naumann Galerie, New York City
Literatur
- Peter Miller: forgotten woman of American Modernism, Francis M. Naumann, Gratz Gallery & Conservation Studio, 2021
Weblinks
- Peyton Wright Gallery Peter Miller Biography (englisch)
- Gratz Gallery Peter Miller (englisch)
- Hidden City Reclaiming Philadelphia’s Forgotten Female Modernist Artist (englisch)
- Pasatiempo An ineffable quality: ‘Peter Miller: Coming Home’ (englisch)