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Petra Bracht

deutsche Ernährungsmedizinerin und Schmerztherapeutin From Wikipedia, the free encyclopedia

Petra Bracht (* 1956 in Frankfurt/Main[1]) ist eine deutsche Ernährungsmedizinerin und Schmerztherapeutin. Bekanntheit erlangt sie vor allem durch zahlreiche Bücher zu pflanzenbasierter Ernährung, Intervallfasten und zur Selbsthilfe bei chronischen Erkrankungen sowie mediale Auftritte.

Werdegang

Nach ihrem Studium der Humanmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main arbeitete Bracht zunächst 1981 am Universitätsklinikum von Velore in Indien und danach am Universitätsklinikum Frankfurt.[2][1]

Bracht ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde und betreibt seit 1997 eine privatärztliche Praxis in Bad Homburg. Ihr Tätigkeitsbereich schließt die orthomolekulare Medizin und die Ernährungsmedizin ein.[1][2] 1985 wurde sie im Fachbereich Kardiologie mit einer Arbeit über die Autoptische Häufigkeit der Myokarditis und ihre Beziehung zur klinischen Symptomatik promoviert.[3][1] 1992–2000 hatte sie einen Lehrauftrag für Ernährung und Gesundheit an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main inne.[1]

Nach der Eröffnung ihrer ersten Praxis in Frankfurt/Main entwickelte Bracht gemeinsam mit ihrem Mann ihr eigenes Therapiekonzept.[1] Bracht führt auch Studien zu ihren Behandlungsmethoden durch, die aber nicht das Ziel haben, die Wirksamkeit zu belegen, sondern sie haben nach ihren eigenen Aussagen „[...] das Ziel, zu prüfen, ob weiterführende Studien [...] überhaupt sinnvoll sind.“.[4] Bracht hat bislang keine einzige Pubmed-gelistete Studie publiziert (Stand März 2026).

Bracht betreibt umfassend Öffentlichkeitsarbeit für Printmedien, Rundfunk, Fernsehen und Vorträge.[1]

2013 wurde sie in den wissenschaftlichen Beirat des hessischen Ministeriums für Verbraucherschutz und Umwelt berufen.[1]

Kritik

Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Maschinenbauer Roland Liebscher-Bracht,[5] entwickelte sie die Liebscher & Bracht-Schmerztherapie. Die Wirksamkeit dieser Therapie gilt als umstritten. Die WDR-Produktion „Quarks Science Cops“ berichtete 2022 und 2025 ausführlich über das Behandlungskonzept und zeigte umfassend den fehlenden wissenschaftlichen Nachweis der Methode auf.[6][7] Auch andere Medien berichteten kritisch über die vermeintlich wirksame Arthrosetherapie und andere Heilsversprechen des Ehepaars Bracht.[8]

Auch Brachts Fokussierung auf das Intervallfasten[9] als vermeintlich gesunde Ernährungsmethode mit Vorteilen für den gesamten Körper wird kritisch gesehen.[10] So empfahl Bracht sogar Intervallfasten als Methode gegen COVID-19; von dieser Empfehlung distanzierte sie sich erst nach intensiver Berichterstattung.[11] Das Buch Klartext Ernährung von 2022 wurde daraufhin überarbeitet.[12]

Zu selbst vermarkteten Nahrungsergänzungsmitteln wurde Bracht im Jahr 2022 wegen Verstößen gegen die Nahrungsergänzungsmittel- und die EU-Lebensmittelinformationsverordnung sowie das Heilmittelwerbegesetz abgemahnt. Gleichzeitig richtete sich die Abmahnung gegen ihren Mann, der auf der Praxiswebsite als „Schmerzspezialist Nr. 1“ benannt wurde, aber eigentlich Maschinenbauer ist.[5] Wegen erneuter Verstöße wurde 2023 schließlich eine Vertragsstrafe wirksam.[13]

Einzelnachweise

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