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Petra Federau

deutsche Politikerin (AfD) From Wikipedia, the free encyclopedia

Petra Federau (* 28. November 1969 in Schwerin) ist eine deutsche Politikerin (AfD). Seit 2021 ist sie Abgeordnete im Landtag Mecklenburg-Vorpommern.

Leben

Federau machte eine Ausbildung beim Energiekombinat Nord und war Angestellte beim Energieversorger WEMAG. Bis 2004 pachtete sie einen Pferdestall in Groß Rogahn, um dort eine Zucht von Araber-Pferden zu betreiben. In Badow pachtete sie 2004 das Gutshaus Badow, um dort ein Schloss- und Reithotel zu etablieren.[1]

Federau ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Schwerin.

Politik

Federau bewarb sich 2004 für die CDU für den Gemeinderat sowie das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Badow.[1] Sie ist Gründungsmitglied des am 21. April 2013 gegründeten AfD-Landesverbandes in Mecklenburg-Vorpommern und war dort Mitglied im Landesvorstand. Sie wird dem rechten Parteiflügel zugerechnet.[2]

Seit der Kommunalwahl 2014 ist sie Mitglied der Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin; dort ist sie zudem Vorsitzende der AfD-Fraktion[3] sowie seit 2024 Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Soziales und Sport. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016 kandidierte sie zunächst auf Platz 3 der Landesliste der AfD. Sie verlor allerdings aufgrund des Beschlusses eines Sonderparteitages am 28. Mai 2016 ihren Platz auf der Landesliste. Auf dem Parteitag war ihr parteischädigendes Verhalten vorgeworfen. Während der Nominierung habe sie verschwiegen, einen Escort-Service betrieben und Prostituierte in die Vereinigten Arabischen Emirate vermittelt zu haben.[4] Sie kandidierte auch für das Direktmandat im Landtagswahlkreis Schwerin II, verfehlte jedoch den Einzug in den Landtag.

Bei der Landtagswahl 2021 kandidierte sie erneut auf der Landesliste und im Wahlkreis Schwerin II. Sie zog über die Landesliste als Abgeordnete in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ein. Dort ist sie die Energiepolitische Sprecherin sowie die Kinder-, Jugend- und Familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion MV.

Federau kandidierte bei der Oberbürgermeisterwahl in Schwerin im April 2026, verfehlte jedoch den Einzug in die Stichwahl.[5]

Kontroverse

Nach einem Bericht der Berliner Zeitung soll Federau wenige Jahre vor ihrer Kandidatur zur Landtagswahl 2016 deutsche Frauen für einen in Abu Dhabi ansässigen Escort-Service angeworben und in den arabischen Raum vermittelt haben. Dabei soll sie die Frauen teilweise auch selbst begleitet haben. Bei Telefonaten für die Agentur habe sich Federau unter falschen Namen als „Pia Sommer“ ausgegeben.[6]

Im Januar 2026 scheiterte ein Fernseh-Interview mit Federau, da sie Fragen zu ihrer Escort-Vergangenheit kategorisch ablehnte.[7]

Einzelnachweise

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