Pfarrkirche Leopoldskron-Moos
Kirche in Salzburg (35728)
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Die Pfarrkirche Leopoldskron-Moos steht in der Moosstraße Nr. 73 im Stadtteil Leopoldskron-Moos in der Stadtgemeinde Salzburg. Sie wurde am 26. September 1858 konsekriert.[1] Die auf das Patrozinium Maria Hilf (24. Mai) geweihte römisch-katholische Pfarrkirche gehört zum Stadtdekanat Salzburg der Erzdiözese Salzburg. Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).





Geschichte
Die Kirche wurde von 1853 bis 1857 nach den Plänen der Architekten Otto Laschensky und Jacob Götz[2] erbaut, danach ausgestattet.
Gleichzeitig wurde ein Friedhof um die Kirche angelegt, der 1939–1945 stillgelegt war. Sie ist Pfarrkirche der 1857 errichteten Pfarre Maria Hilf, die aus den Pfarren Nonntal, Mülln und Grödig gebildet wurde. Seit der Eingemeindung von Leopoldskron im Jahr 1936 nach Salzburg ist sie Stadtpfarrkirche, bei der allerdings der Schlossbezirk Leopoldskron nach Nonntal umgepfarrt werden musste,[3] während Moos erst 1939 im Zuge des Reichsautobahnbaus zur Stadt Salzburg kam.[4] Ein kleiner Teil der Stadtpfarre Maria Hilf erstreckt sich auch auf die Gemeinde Grödig.
Die Grundsteinlegung fand am 10. Juli 1853 unter Anwesenheit des Landespräsidenten, Fürst v. Lobkowitz[5] statt, die Weihe nahm der Salzburger Fürst-Erzbischof vor. In den Grundstein wurden eingelegt: Eine Steinplatte mit dem Grundriss der Kirche, ein Bildnis Sr. k. k. apostolischen Majestät, die Urkunde auf Pergament, ein Uhr und verschiedene unter der Regierung seiner Majestät des Kaisers geprägte Münzen.[6]
Die Konsekration der fertiggestellten Kirche erfolgte am 26. September 1858 durch F.-E. Maximilian Josef.[7]
Wegen der unstabilen Bodenverhältnisse musste die Kirche im Jahr 1928 das erste Mal unterfangen werden.[8]
Die Kirche wurde von 1973 bis 1981 statisch saniert und restauriert.
Architektur
Die Kirche ist ein frühhistoristischer Saalbau mit einer eingezogenen polygonalen Apsis und einem vorgestellten Westturm. Die Außenwände haben hohe Rundbogenfenster und zeigen eine Gliederung mit Ecklisenen und einem Rundbogenfries. Der Turm trägt einen Giebelspitzhelm und zeigt ein Fresko der hl. Maria der Malerin Poldi Wojtek (1954).
Das vierjochige Langhaus hat ein Tonnengewölbe auf Gurtbögen und Pilastern. Die zweigeschoßige Westempore hat abgefaste Marmorpfeiler. Die Apsis mit einem Dreiseitschluss hat ein Tonnengewölbe. Die Fenster haben eine Versprossung mit Maßwerkformen mit einer ornamentalen Verglasung aus der Bauzeit. Das Wandbild Krönung Mariens im Apsisgewölbe malte Sebastian Stief (1856).
Ausstattung
Der Hochaltar um 1858 ist ein frühhistoristisches Retabel mit einem Relieftondo Maria Hilf und trägt die Statuetten der Hll. Georg, Leonhard, Sebastian, Florian und seitlich die Statuen der Hll. Rupert, Virgil, Gregor (?) und Hieronymus.
Es gibt zwei Altarbilder, links Kruzifix mit Maria, rechts Verkündigung, beide aus dem Ende des 18. Jahrhunderts vom Maler Josef Lederwasch aus Werfen. Ein Bild Schutzengel gemalt von Francesco Viacavi (1680) ist in Verwahrung.
Die Kanzel um 1858 zeigt Reliefs der Vier Evangelisten.
Orgel
Die Orgel mit einem neugotischen Prospekt baute Franz Weber (1874).[9]
Die Disposition lautet:
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- Dauerkoppel M/P
Literatur
- Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986. Salzburg, Leopoldskron-Moos, Pfarrkirche Maria Hilf, S. 686.