Phenosafranin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Phenosafranin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Safranine.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Phenosafranin
Allgemeines
Name Phenosafranin
Andere Namen
  • 3,7-Diamino-5-phenylphenaziniumchlorid
  • C.I. 50200
Summenformel C18H15N4Cl
Kurzbeschreibung

grünlich schimmernder Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 81-93-6
EG-Nummer 201-387-0
ECHA-InfoCard 100.001.262
PubChem 65732
ChemSpider 59155
Wikidata Q11697891
Eigenschaften
Molare Masse 322,79 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Schmelzpunkt

>300 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261264271280302+352305+351+338[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Phenosafranin kann durch Reaktion von Anilin mit p-Phenylendiamin und anschließende Reaktion mit Salzsäure gewonnen werden. Daneben sind noch weitere Syntheseverfahren bekannt.[5]

Allgemein sind Phenosafranin-Farbstoffe die Endprodukte der Oxidation von Mischungen aus p-Phenylendiaminen und primären Arylaminen sowie der Einwirkung von Wärme auf Mischungen aus Aminoazoarenen und primären Arylaminen. Obwohl Phenosafranin-Farbstoffe bereits seit 1859 kommerziell genutzt wurden, wurde die reine Ausgangsverbindung erstmals um 1880 von Otto Witt isoliert.[6][7][8]

Eigenschaften

Phenosafranin ist ein grünlich schimmernder Feststoff, der schwer löslich in Wasser ist.[3] Seine Lösung in Wasser nimmt eine rote Farbe an.[9]

Verwendung

Phenosafranin wird in der Biologie als roter Farbstoff zur Färbung von Zellkernbestandteilen eingesetzt.[2] In Verdünnung von 0,1–0,2 % in einer wässrigen Lösung wird es als Redoxindikator und als Komplexindikator in der Titrimetrie zur Bestimmung von Eisen(III) verwendet.[1]

Einzelnachweise

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