Philipp Haller
österreichischer Maler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Philipp Haller (* 1698 in Innsbruck; † 1772 ebenda) war ein österreichischer Maler.

Leben und Werk

Haller erhielt seine künstlerische Ausbildung vermutlich bei Giovanni Battista Piazzetta in Venedig. Anschließend lebte er in Innsbruck. Er malte Porträts und Altarbilder, unter anderem für die Jesuitenkirche und das Servitenkloster in Innsbruck, das Stift Wilten und das Stift Fiecht. Daneben schuf er zahlreiche Zeichnungen in Kohle und Kreide in der Tradition Piazzettas, die durch den Wechsel breiter heller Flächen mit zackigen Schatten charakterisiert sind. Einer seiner Schüler war Joseph Schöpf.[1] Der Nachwelt bekannt ist Philipp Haller vor allem durch sein Porträt des Tiroler Kartografen Peter Anich.[2]
Literatur
- Constantin von Wurzbach: Haller, Philipp. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 7. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1861, S. 243 (Digitalisat).
- Haller, Philipp. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 15: Gresse–Hanselmann. E. A. Seemann, Leipzig 1922, S. 519–520 (Textarchiv – Internet Archive).
- Sybille Moser-Ernst, Ursula Marinelli: Das Bild des Peter Anich. Der Porträtmaler Philipp Haller in einer Studie zu Kunst und Wissenschaft im 18. Jahrhundert. innsbruck university press, Innsbruck 2025, ISBN 978-3-99106-145-8.