Phönix-Verlag Carl Siwinna

Verlag in Kattowitz und Berlin von 1902 bis 1938 From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Phönix-Verlag Carl Siwinna war ein Verlag in Kattowitz, später Berlin, von 1902 bis ca. 1942. Er ging aus dem Verlag G. Siwinna in Kattowitz hervor.

Buchdeckel und Titelblatt von Kinder vom Brühl (Richard Küas), 1919, Phönix-Verlag Carl Siwanna, Berlin.

Geschichte

Verlag G. Siwinna

1867 wurde die Troskasche Buchhandlung in Kattowitz in der Grundmannstraße 3 gegründet. 1868 übernahm sie der Buchhändler Gottfried Siwinna. Er gründete dazu den Verlag G. Siwinna und gab dort die Kattowitzer Zeitung heraus. In den nächsten Jahren gründete er weitere Zeitschriften und verlegte auch erste Bücher, unter anderem zu Freimaurer-Themen. 1892 starb er.

Die Witwe Bertha Siwinna wurde Eigentümerin, danach die Söhne Fritz (* 1869) und Carl Siwinna (1871–1939)[1]. Um 1902 gründeten beide zusätzlich den Phönix-Verlag Carl Siwinna. Der bisherige Verlag G. Siwinna blieb daneben weiter bestehen.[2] 1915 schied Fritz Siwinna aus beiden Verlagen aus. 1921 wurde der Verlag G. Siwinna nach Berlin verlegt, wo er bis etwa 1933 bestand.

Phönix-Verlag Carl Siwinna

Der Oberschlesische Turm, 1911, Foto aus dem Buch

Um 1902 wurde zusätzlich der Phönix-Verlag Carl Siwinna durch beide Brüder in Kattowitz gegründet. Es wurden Filialen in Leipzig, Breslau und Berlin eingerichtet.[3] 1915 schied Fritz Siwinna aus.[4] 1921 verlegte Carl Siwinna nach der Abtrennung Ost-Oberschlesiens vom Deutschen Reich den Verlag nach Berlin. Dort führte er ihn am Tempelhofer Ufer bis etwa 1938 fort, wobei die Kattowitzer Zeitung bereits nach dem Fortzug aus Kattowitz 1921 nicht mehr durch den Verlag vertrieben wurde.

Im Phönix-Verlag Carl Siwinna erschienen zahlreiche Veröffentlichungen aus verschiedenen Bereichen, vor allem Bergbau- und Jugendliteratur, daneben Belletristik, Kalender, und mehr.

1939 starb Carl Siwinna und um 1942 wurde der Verlag aufgelöst.

1949 wurde in der DDR ein neuer Phönix Verlag gegründet.

Werke (Auswahl)

  • Else Rema: Mausi, Fritzi, Leni. Erzählung für junge Mädchen. o. J.
  • Christiaan de Wet: Der Kampf zwischen Bur und Brite – Der dreijährige Krieg. 1903.
  • Gustav Höcker: Rußland und Japan im Kampf um die Macht in Ostasien. 2 Bände. u. a. 1904–1905.
  • Gustav Eisenreich: Geschichte der neueren Zeit von 1517 bis 1789. 1906.
  • Gustav Eisenreich: Geschichte der neuesten Zeit von 1789 bis zur Gegenwart. 1906.
  • Clara Hepner: Der Himmelswagen. Eine Komödie für kleine und grosse Leute in vier Akten. 1908.
  • Robert Kurpiun: Der Mutter Blut: Roman. 1910.
  • Robert Kurpiun: Bunt Volk. Eine gemischte Gesellschaft von ernsten und spaßigen, einfältigen und geriebenen, bekümmerten und sorglosen Leuten, am Wege zusammengerufen. 1911.
  • Richard Knötel: Von der Drei-Kaiserreich-Ecke. Geschichtlich-kulturelle Episoden. 1911.
  • Elisabeth Grabowski: Haldenkinder, 1912.
  • Jahrbuch für den Oberbergamtsbezirk Breslau. 1913.
  • Deutsche Literaturgeschichte. Für Schüler aller höheren Lehranstalten. 1913.
  • Hans Guhr: Geschichte des Infanterie-Regiments Keith 1. Oberschlesisches Nr. 22. 1913.
  • Walter Heichen: Geo, der Flieger. Eine Erzählung für die Jugend. 1914.
  • Walter Heichen: Unsere Heerführer im Weltkriege 1914/16. 1916.
  • Heinz Welten: Die Augen der Gioconda. 1916.
  • Das deutsche Buch fürs deutsche Volk. Großtaten deutschen Geistes auf allen Gebieten. 1918.
  • Magda Trott: Am Staffin. Kinderbuch, 1919.
  • Max Kretzer: Was das Leben spinnt. Roman, 1919.
  • Max Kretzer: Assessor Lankens Verlobung. Novellen. 1920.
  • Mayne Reid: In die Wildnis verschlagen. Eine Robinsonade. Neue deutsche Ausgabe von Walter Heichen. 1920.
  • Mayne Reid: Unter den Buschkleppern von Mexiko. Erzählung. Neue deutsche Ausgabe von Walter Heichen. 1920.
  • Adele Elkan: Brautbriefe. Roman, 1920.
  • Elisabeth von Gustedt: Jutta Cornill. Aus der Etappe des Westens. 1931.
  • Arthur Rehbein: Mensch in Wolken. 1935.
  • Das Kommandobuch (mehrere Auflagen)

Einzelnachweise

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