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Phönix (Huhn)

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Die Phönix sind eine in Deutschland gezüchtete Hühnerrasse japanischen Ursprungs, die zu den Langschwanzhühnern gerechnet wird. Es gibt auch eine Zwergvariante.

Zwerg-Phönix, blau-goldhalsig
Darstellung eines Phönix mit langen Schwanzfedern (Hokusai, 1844)
Historische Darstellung silber- und goldhalsiger Phönix (Jean Bungartz, 1885)

Geschichte

Im Mai 1878 wurden vom Hamburger Großunternehmer N. D. Wichmann, dessen Sohn diese Rasse später weiter züchtete, von einer Ausstellung in Osaka, Japan, die ersten Langschwanzhühner seit den Yokohama-Hühnern nach Deutschland importiert. Es handelte sich um zwei Hähne (silber- u. goldhalsig) und zwei Hennen (eine gesperbert mit Malaien-Kamm, eine silberhalsig im Yokohama-Typ). Der silberhalsige verstarb früh und auch der goldhalsige lebte nur bis zum Juni des nächsten Jahres. Von dem goldhalsigen Hahn und den beiden Hennen wurde nun erste und einzige Nachzucht gewonnen. Die ersten Tiere, die Herr Wichmann verkaufte, gingen kurze Zeit später zum Präsidenten des heutigen BDRG gewählten Hugo du Roi, Braunschweig. Hugo du Roi galt als bester Kampfhuhn-Kenner und Liebhaber, hier wurden nun in Rücksprache mit Wichmann die notwendigen Einkreuzung zum Erhalt dieser Rasse vorgenommen. Hierbei handelte es sich bevorzugt um die Altenglischen Kämpfer, dessen Hennen hier zuerst einmal an einen von den Original-Importen entstammenden goldhalsigen Hahn gestellt wurden, um eine erfolgreiche Gesundheit in unserem Klima zu ermöglichen.[1]

Die Phönix sind eine schlanke und elegante Rasse, die Ähnlichkeit mit dem Fasan nachweist. Kopf und Kamm sind eher klein, der Rücken ist lang und waagerecht. Gesicht und Kehllappen sind rot, die Ohrlappen weiß. Der Kamm ist einfach geformt. Die Läufe haben eine schieferblaue Farbe. Der lange Schwanz steht waagerecht mit schalen Federn. Dessen Länge übertrifft die der normalen Hühner, erreicht allerdings durch die jährliche Mauserung nicht die extreme Länge des verwandten Onagadori. Der straffer wirkende Körperbau entstand gewollt in Folge der Einkreuzung der Altenglischen Kämpfer-Rasse. Von den existierenden Farbschlägen sind in Deutschland goldhalsig, silberhalsig, orangehalsig, wildfarbig, weiß und schwarz anerkannt.[2][3] Alle diese Farben gab es schon zu Anfang der Erzüchtung, wobei bei Hugo du Roi die heute wildfarbigen passender "dunkel-goldfarbig" und die (höchstwahrscheinlich) orangehalsigen "hell-goldfarbig" genannt wurden. Die gesperberten scheinen heute ausgestorben.

Hahn: 2–2,5 kg, Henne: 1,5–2 kg

Sie zeichnen sich durch ein sehr lebhaftes, zutrauliches und äußerst fluggewandtes Wesen aus.

Der Phönix ist eine Zier- um nicht zusagen Luxus-Hühnerrasse, der seinen Wert durch sein Äußeres verliehen bekam und hierfür unbedingt erhalten bleiben muss.

Phönix und deren Zwerge wurden zusammen mit den verwandten Onagadori vom BDRG im Jahre 2026 als "Rasse des Jahres" ausgezeichnet.[4]

Zwerg-Phönix

Zwerg-Phönix, silberhalsig, Hahn mit Hennen

Es existiert auch eine Zwergform, der Zwerg-Phönix.

Diese sind in mehr Farbenschlägen verbreitet als die Großrasse: goldhalsig, silberhalsig, orangehalsig, wildfarbig, weiß, schwarz, blau-goldhalsig, blau und im Anerkennungsverfahren rotgesattelt.[5]

Hahn: 0,8 kg, Henne: 0,7 kg

Verbreitung im Jahre 2024: 118 Züchter mit 214 Hähnen und 626 Hennen.[6]

Gefährdung

Phönix galten lange als das Aushängeschild der deutschen Rassegeflügelzucht überhaupt. Sie zierten und zieren zum Teil bis in die heutige Zeit viele Preise und Vereinswappen.

Der Präsident des heutigen BDRG, Hugo du Roi hatte sicher für ihre Verbreitung sehr viel erreicht. Nach seinem Tode ging die Verbreitung der Rasse bis heute leider deutlich zurück.

Inzwischen zählen die Phönix zu den bedrohtesten heimischen Hühnerrassen überhaupt.

Die Zuchttierbestandserfassung des BDRG im Jahre 2024 ergab nur noch insg. 27 Zuchten, davon

Phönix in hell-goldfarbig, berühmtes Paar des Züchters und Kommerzienrates Hugo du Roi, Braunschweig. Stich (nach einem Aquarell von Gustav Mützel. Abgedruckt bei Bruno Dürigen "Die Geflügelzucht", 1886.)

8 der goldhalsigen Variante, 8 der silberhalsigen, 5 der orangehalsigen, 3 der wildfarbigen und 3 der weißen. Insgesamt wurden über alle Farben 102 männliche und 243 weibliche Zucht-Hühner gezählt.[7]

Sonderverein

Seit 1921 wird die Rasse durch den „Sonderverein der Züchter der Phönix, Zwerg-Phönix und Onagadori von 1921 e.V.“ betreut.

Siehe auch

Commons: Phönix (Huhn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise

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