Pica-Loop-Syndrom
Ursache einer sekundären Hypertonie
From Wikipedia, the free encyclopedia
Das PICA-Loop-Syndrom ist eine Anomalie der Arteria cerebelli inferior posterior.[1]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| I10.0 G46.8 | Neurovaskulärer Konflikt /Kompressionssyndrom |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |


Dabei handelt es sich um einen abnormalen, schleifenartigen Verlauf („loop“) (Tortuosität) der hinteren unteren Kleinhirnarterie (PICA) in Höhe des Pons und des Hirnstamm (Medulla oblongata).
Diese Schleifenbildung der PICA verursacht ein neurovaskuläres Kompressionsyndrom (NVK).
Die Hirnnerven werden durch den Loop an der Nervenaustritts / Eintrittszone am Hirnstamm komprimiert. Dies kann zu spezifischen neurologischen Symptomen führen, in seltenen Fällen auch eine Ursache für einen schwer einstellbaren Blutdruck, einer neurogenen Hypertonie. Die Schleifenbildung der PICA kann die Hirnnerven Nervus glossopharyngeus (IX),[2] den Nervus vagus (X)[3] oder den akustofazialen Komplex (Nerven VII/VIII) beeinflussen.
Die Symptome zeigen sich in der speziellen Funktion der Hirnnerven, Schwindel, Tinnitus, Hörverlust, die neuogene Hypertonie,[4] halbseitiger Gesichtskrampf,[5][6][7] herabgesetzter oder erloschener Würgreflex, der Uvula (Gaumenzäpfchen) mit einem Kulissenphänomen (Gaumensegelschiefstand).
Die neurovaskuläre Kompression auf den Nervus vagus (X. Hirnnerv) kann sich als Vancouver-Syndrom, ein neurologsicher, trockener Hustenreiz, oft beim Liegen oder in der Nacht zeigen. Weitere Symptome äußern sich an vegetativen Störungen des Nervus vagus, Bradykardie,[8]Herzrasen, Herzstolpern, Blutdruckschwankungen, Übelkeit, Schwindel,[9]Heiserkeit, Schluckstörung, Stimmbandlähmung (Rekurrensparese), HeLPS[10]