Picen

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Picen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Die Verbindung bildet das Grundgerüst der Amyrine.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Picen
Allgemeines
Name Picen
Andere Namen

Benzo[a]chrysen

Summenformel C22H14
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 213-46-7
EG-Nummer 205-918-7
ECHA-InfoCard 100.005.381
PubChem 9162
ChemSpider 8808
Wikidata Q3180495
Eigenschaften
Molare Masse 278,35 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,324 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

366 °C[1]

Siedepunkt

525 °C[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Picen kommt in Braunkohlenteerpech und Rückständen von Erdöl-Krackprozessen vor.[4] Sie wurde 1880 in ersterem von Otto Burg entdeckt, der der Verbindung auch ihren Namen Picen gab.[5][6] Das organische Mineral Idrialin besteht aus Picen, Chrysen und, wie aus den Massenspektren der rohen Proben zu entnehmen ist, deren Methyl-homologen.[7]

Gewinnung und Darstellung

Picen kann durch Reaktion von Naphtalen mit 1,2-Dibromethan in Gegenwart von Aluminiumchlorid gewonnen werden.[8]

Eigenschaften

Picen ist ein weißes bis gelbliches, kristalles Pulver, das praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Die Verbindung liegt auch als farblose, fluoreszierende Platten vor.[4] Mit einem Alkalimetall dotiertes Picen zeigt bei 18 Kelvin supraleitendes Verhalten.[9] Wobei einige Wissenschaftler dieses Verhalten bezweifeln und es für eine falsche Auslegung der Messdaten halten.[10]

Picen besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21 (Raumgruppen-Nr. 4)Vorlage:Raumgruppe/4. Das Molekül ist aufgrund einer intramolekularen Überfüllung leicht verzerrt von der planaren Struktur.[2]

Einzelnachweise

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