Piria-Reaktion

chemische Reaktion From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Piria-Reaktion ist eine Namensreaktion in der Organischen Chemie, die erstmals 1851 von dem italienischen Chemiker Raffaele Piria beschrieben wurde.[1] Es handelt sich um die zweistufige Synthese von aromatischen Aminen und Aminosulfonsäuren durch Umsetzung vom Nitroaromaten mit Hydrogensulfit.[2]

Reaktion

Die Piria-Reaktion ist eine reduzierende Sulfonierung von Nitroaromaten mit Hydrogensulfiten, bei der die als Zwischenstufe gebildeten Säureamide mit einer Mineralsäure hydrolysiert werden. Es entsteht meist ein Gemisch des entsprechenden Amins mit dem kernsulfonierten Derivat.[3]


Allgemeines Reaktionsschema der Piria Reaktion

Reaktionsmechanismus

In den 1930er und 1940er Jahren erschienen mehrere Studien zur Piria-Reaktion.[4][5][6][7] Man geht davon aus, dass die Reaktion über Nitroso- und Hydroxylamin-Zwischenstufen verläuft. Die Sulfogruppe tritt in aller Regel in der ortho- oder para-Position zur Aminogruppe ein. Insbesondere bei Naphthalinverbindungen und anderen kondensierten Aromaten kann eine Mehrfachsulfonierung erfolgen. Als Nebenprodukte können durch Umlagerung auf der Hydroxylamin-Zwischenstufe Aminophenolsulfonsäuren gebildet werden.[3]

Einzelnachweise

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