Planopilumnidae
Familie der Ordnung Zehnfußkrebse (Decapoda)
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Die Planopilumnidae sind eine Familie mariner Krabben.[1]
| Planopilumnidae | ||||||||||||
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Platychelonion planissimum | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Planopilumnidae | ||||||||||||
| Serène, 1984 |
Merkmale
Der Carapax ist etwa trapezförmig oder sechseckig, manchmal oval, breiter als lang und relativ tief. Die Rückenseite ist abgeflacht. Der vordere Seitenrand ist kürzer als der hintere und mit drei drei breiten, leistenartigen Zähnen bewaffnet. Der hintere Seitenrand konvergiert nach hinten etwas und ist zur Mitte hin konkav. Die Carapaxregionen sind meist gut erkennbar, rückenseitig sind tiefe Grübchen und Kämme mit Borsten ausgebildet. Die Oberfläche ist mit einer dicken Schicht kurzer Borsten besetzt, die in unregelmäßigen, netzförmigen Linien angeordnet sind. Der Stirnrand ist breit, stumpf, zweilappig und steht etas nach vorn vor. Die Augenhöhlen sind gut entwickelt, die Augen können vollständig zurückgezogen werden. Der obere Rand der Augenhöhlen ist tassenförmig mit zwei Spalten, der untere gerade. Der Exorbitalwinkel ist undeutlich. Die Antennulen sind schräg, nahezu quer gefaltet, ihr zweites und drittes Glied ist kurz und sie können vollständig in die Antennulengruben eingezogen werden. Das basale Antennenglied berührt gerade so den Unterstirnlappen, das vierte Glied tritt in den Augenhöhlenschlitz ein. Das Proepistom ist mit dem Epistom verschmolzen und tief eingesunken. Der Kamm des Endostoms ist gut entwickelt. Die Mundhöhle ist nach vorn erweitert.[2]
Die Scherenbeine sind kräftig, die Scheren (Chelae) etwas ungleich groß. Der Merus ist zylindrisch und ohne lappenförmigen Fortsatz. Die Handwurzel (Carpus) trägt niedrige scharfe Zähne. Die Schreitbeine (P2–P5) sind kräftig und vertikal abgeflacht. Das Sternumist breit, der achte Sternit nach oben gerichtet, die Nähte zwischen sechsten und siebten und siebten und achten Sterniten vollständig. Erster und zweiter Sternit bilden bei Männchen ein rechtwinkliges Dreieck. Der vierte Sternit ist deutlich breiter als der dritte und breiter als beide Sterniten zusammen lang. Beide bilden eine dreieckige Struktur. Der vierte Sternit ist lang, seine Breite beträgt mehr als das 3,8fache des Abstands zwischen der Spitze des eingeklappten Telsons und der Grenze zwischen drittem und vierten Sternit. Das Pleon ist bei Männchen verlängert, relativ breit, alle Somiten und das Telson sind frei beweglich. Es bedeckt einen Großteil des vierten Sterniten. Der Druckknopf zur Arretierung des Pleon liegt nahe des Hinterrands des fünften Sterniten. Der Gonoporus liegt coxal oder coxo-sternal. Das erste Gonopodium ist variabel geformt und von deutlichen kleinen Dornen gesäumt. Das zweite Gonopodium ist nur etwa halb so lang und gerade.[2]
Systematik
Die Familie enthält fünf Gattungen:[1]
- Flindersoplax Davie, 1989
- Haemocinus Ng, 2003
- Planopilumnus Balss, 1933
- Platychelonion Crosnier & Guinot, 1969
- Rathbunaria Ward, 1933
Synonyme sind Flindersoplacidae Števčić, 2005, Haemocinidae Števčić, 2011, Planopilumninae Serène, 1984 und Platycheloniini Števčić, 2005.[1]