Plutonium(III)-fluorid
chemische Verbindung
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Plutonium(III)-fluorid ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Plutonium und Fluor. Es besitzt die Formel PuF3 und gehört zur Stoffklasse der Fluoride.
| Kristallstruktur | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| _ Pu3+ _ F− | ||||||||||
| Kristallsystem | ||||||||||
| Raumgruppe |
P3c1 (Nr. 165) | |||||||||
| Gitterparameter | ||||||||||
| Koordinationszahlen |
Pu[9], F[3] | |||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Plutonium(III)-fluorid | |||||||||
| Andere Namen |
Plutoniumtrifluorid | |||||||||
| Verhältnisformel | PuF3 | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
violette Kristalle[1] | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 301,06 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Dichte |
9,33 g·cm−3[2] | |||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||
| Siedepunkt |
1957 °C[1] | |||||||||
| Löslichkeit |
nahezu unlöslich in Wasser[3] | |||||||||
| Gefahren- und Sicherheitshinweise | ||||||||||
Radioaktiv | ||||||||||
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| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||
| ΔHf0 | ||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Darstellung
Plutonium(III)-fluorid ist schwerlöslich und entsteht durch die Umsetzung einer wässrigen Plutonium(III)-nitratlösung mit Fluoridsalzen im Sauren.[5]
Plutonium(III)-fluorid kann auch durch Reaktion von Plutonium(IV)-oxalat und Wasserstoff, Plutonium(III)-oxalat oder Plutonium(IV)-oxid mit Fluorwasserstoff gewonnen werden.[3]
Eigenschaften
Plutonium(III)-fluorid bildet violette Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 1396 °C.[1] Es kristallisiert in der Lanthanfluoridstruktur mit den Gitterparametern a = 709,3 pm und c = 725,4 pm.[1] Hierbei ist jeder Plutoniumkern von neun Fluorkernen in einer verzerrten dreifach-überkappten trigonal-prismatischen Struktur umgeben. Es ist sublimierbar und hat eine größere Flüchtigkeit als Americium(III)-fluorid.[6][7]
Verwendung
Um Plutonium zur Wiederaufbereitung durch Ausfällung aus Lösungen abtrennen zu können, wurde eine Methode zur Ausfällung als Plutonium(III)-fluorid entwickelt, um eine Alternative zur bisherigen Plutoniumperoxidmethode zu haben.[8] Eine Studie des Los Alamos National Laboratory aus dem Jahr 1957 berichtet, dass diese Methode gegenüber dem bisherigen Verfahren weniger effektiv sei,[9] während eine neuere Studie, die vom US-Office of Scientific and Technical Information in Auftrag gegeben wurde, diese als eine eher effektivere Methode darstellt.[10][11]
Sicherheitshinweise
Einstufungen nach der CLP-Verordnung liegen nicht vor, obwohl die chemische Giftigkeit bekannt ist. Wichtig sind die auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren, sofern es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.