Plutonium(III)-fluorid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Plutonium(III)-fluorid ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Plutonium und Fluor. Es besitzt die Formel PuF3 und gehört zur Stoffklasse der Fluoride.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Plutonium(III)-fluorid
_ Pu3+ 0 _ F
Kristallsystem

trigonal

Raumgruppe

P3c1 (Nr. 165)Vorlage:Raumgruppe/165

Gitterparameter

a = 709,3 pm
c = 725,4 pm[1]

Koordinationszahlen

Pu[9], F[3]

Allgemeines
Name Plutonium(III)-fluorid
Andere Namen

Plutoniumtrifluorid

Verhältnisformel PuF3
Kurzbeschreibung

violette Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 13842-83-6
PubChem 139624
Wikidata Q408403
Eigenschaften
Molare Masse 301,06 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

9,33 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

1396 °C[1]

Siedepunkt

1957 °C[1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[3]

Gefahren- und Sicherheitshinweise

Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[4]
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−371 ± 3 kcal·mol−1[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Darstellung

Plutonium(III)-fluorid ist schwerlöslich und entsteht durch die Umsetzung einer wässrigen Plutonium(III)-nitratlösung mit Fluoridsalzen im Sauren.[5]

Plutonium(III)-fluorid kann auch durch Reaktion von Plutonium(IV)-oxalat und Wasserstoff, Plutonium(III)-oxalat oder Plutonium(IV)-oxid mit Fluorwasserstoff gewonnen werden.[3]

Eigenschaften

Plutonium(III)-fluorid bildet violette Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 1396 °C.[1] Es kristallisiert in der Lanthanfluoridstruktur mit den Gitterparametern a = 709,3 pm und c = 725,4 pm.[1] Hierbei ist jeder Plutoniumkern von neun Fluorkernen in einer verzerrten dreifach-überkappten trigonal-prismatischen Struktur umgeben. Es ist sublimierbar und hat eine größere Flüchtigkeit als Americium(III)-fluorid.[6][7]

Verwendung

Um Plutonium zur Wiederaufbereitung durch Ausfällung aus Lösungen abtrennen zu können, wurde eine Methode zur Ausfällung als Plutonium(III)-fluorid entwickelt, um eine Alternative zur bisherigen Plutoniumperoxidmethode zu haben.[8] Eine Studie des Los Alamos National Laboratory aus dem Jahr 1957 berichtet, dass diese Methode gegenüber dem bisherigen Verfahren weniger effektiv sei,[9] während eine neuere Studie, die vom US-Office of Scientific and Technical Information in Auftrag gegeben wurde, diese als eine eher effektivere Methode darstellt.[10][11]

Sicherheitshinweise

Einstufungen nach der CLP-Verordnung liegen nicht vor, obwohl die chemische Giftigkeit bekannt ist. Wichtig sind die auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren, sofern es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Einzelnachweise

Literatur

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