Poborowo (Trzebielino)
Dorf in Polen
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Poborowo (deutsch Poberow, kaschubisch Pòbòròwò) ist ein Dorf im Powiat Bytowski der polnischen Woiwodschaft Pommern. Es ist der Gmina Trzebielino angegliedert.
| Poborowo | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Pommern | |
| Powiat: | Bytowski | |
| Gmina: | Trzebielino | |
| Geographische Lage: | 54° 13′ N, 17° 10′ O | |
| Einwohner: | 206 (2011[1]) | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 59 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GBY | |
Geographische Lage
Das Dorf liegt in Hinterpommern, etwa 26 Kilometer nordnordöstlich von Miastko und fünf Kilometer ostnordöstlich von Trzebielino.
Westlich des Dorfkerns fließt der von Norden kommende Bach Rybiec (Ripsbach), der etwas weiter südwestlich in die Pokrzywna (Krummbach) einmündet.
Geschichte
Das Rittergut Poberow war, zusammen mit Zettin, seit 1380 im Besitz der adligen Familie Puttkamer und blieb bis 1945 in der Familie, wenn auch zeitweise Anteile in familienfremdem Pfandbesitz waren.
Am 1. Dezember 1913 wurden auf der 197,6 Hektar großen Gemarkung des Dorfs Poberow 17 viehhaltende Haushaltungen gezählt und in dem 2190,5 Hektar großen Gutsbezirk Poberow 53 viehhaltende Haushaltungen.[2]
Am 1. April 1927 hatte das Gut Poberow eine Flächengröße von 2190 Hektar und 51 Ar, und am 16. Juni 1925 hatte der Gutsbezirk 376 Einwohner.[3] Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Poberow in die Landgemeinde Poberow eingegliedert.[4]
Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Poberow eine Flächengröße von 23,9 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 48 bewohnte Wohnhäuser an drei verschiedenen Wohnplätzen:[5]
- Poberow
- Sagemühl
- Schäferei
Um 1935 gab es in der Landgemeinde einen Gasthof, der von der Familie Puttkamer betrieben wurde.[6] Vor 1945 standen zwei Gemischtwarenläden zur Verfügung, von denen einer mit einer Gastwirtschaft verbunden war.[7]
Bis 1945 gehörte die Landgemeinde Poberow zum Kreis Rummelsburg in der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Sie war dem Amtsbezirk Zettin zugeordnet.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Poberow Anfang März 1945 von der Roten Armee besetzt. Anschließend wurde der Ort Teil Polens und in Poborowo umbenannt.
Demographie
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1782 | – | altes Puttkamerschen Lehen, mit einem Vorwerk, sieben Bauernhöfen, zehn Kossäten, einem Schulmeister, einer Schmiede, auf der Feldmark des Dorfs dem Vorwerk Schäferei, dem Vorwerk Sägemühle mit einer Wassermühle, einer neu angelegten Schäferei mit einigen Büdnern, 31 Feuerstellen (Haushaltungen) sowie Holzungen und Fischerei, zu Zettin in der Stolpschen Synode eingepfarrt, im Besitz des August Carl Lebrecht von Puttkamer befindlich[8] |
| 1818 | 158 | Dorf, adlige Besitzung, zum Kirchspiel Zettin gehörig[9] |
| 1825 | 179 | Dorf, mit zwei Vorwerken und einer Wassermühle[10] |
| 1852 | 398 | Dorf[11] |
| 1864 | 453 | am 3. Dezember, davon 82 im Gemeindebezirk und 371 im Gutsbezirk[12] |
| 1867 | 463 | am 3. Dezember, davon 85 in der Landgemeinde und 378 im Gutsbezirk[13] |
| 1871 | 466 | am 1. Dezember, davon 95 in der Landgemeinde (sämtlich Evangelische) und 371 im Gutsbezirk (sämtlich Evangelische)[13] |
| 1885 | 450 | am 1. Dezember, davon 125 in der Landgemeinde (sämtlich Evangelische) und im 325 im Gutsbezirk (sämtlich Evangelische)[14] |
| 1895 | 460 | am 2. Dezember, davon 98 in der Landgemeinde (sämtlich Evangelische) und 362 im Gutsbezirk (sämtlich Evangelische)[15] |
| 1910 | 493 | am 1. Dezember, davon 109 Einwohner in der Landgemeinde und 384 im Rittergut[16] |
| 1925 | 474 | Landgemeinde, davon 468 Evangelische und sechs Katholiken[5] |
| 1933 | 405 | [17] |
| 1939 | 364 | [17] |
| 2011 | 206 | [1] |
Kirche
Kirchspiel bis 1945
Die vor 1945 in Poberow anwesenden Einheimischen waren größtenteils evangelischer Konfession. Die evangelischen Einwohner gehörten zum evangelischen Kirchspiel Zettin.
Das katholische Kirchspiel war in Rummelsburg i. Pom.
Kirchspiel seit 1946
Die seit 1945 hier lebende polnische Dorfbevölkerung ist größtenteils römisch-katholisch und gehört der Römisch-katholischen Kirche in Polen an.
Hier lebenden evangelische Kirchenglieder werden von der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen betreut. Das zuständige Pfarramt ist das der Kreuzkirche in Słupsk.
Söhne und Töchter des Ortes
- Peter Karl Christoph von Keith (1711–1756), Leibpage und enger Vertrauter des preußischen Kronprinzen Friedrich
Literatur
- Der Kreis Rummelsburg – Ein Heimatbuch (Kreisausschuss des Kreises Rummelsburg, Hrsg.), Pommerscher Buchversand, Hamburg 1979.
