Podgorodnoje (Kaliningrad)

verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad From Wikipedia, the free encyclopedia

Podgorodnoje (russisch Подгородное, deutsch Tuppen, litauisch Tupai) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Untergegangener Ort
Podgorodnoje / Tuppen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Krasnosnamensk
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 59′ N, 22° 23′ O
Podgorodnoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Podgorodnoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Podgorodnoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Podgorodnoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Geographische Lage

Tuppen lag beiderseits der Ballup, 1938–1945 Moor-Graben, heute russisch: Tschornaja („die Schwarze“), kurz vor deren Einfluss in die Szeszuppe, während das spätere Podgorodnoje den Bereich zwischen Tschornaja und Stok („Abfluss“ – aus dem Boloto Welikoje (Kacksche Balis), deutsch: Lepupp, 1938–1945 Lindbach) einnahm.[1] Südlich der Ortsstelle verläuft die Regionalstraße 27A-025 (ex R508) zur etwa sieben Kilometer östlich gelegenen Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg).

Geschichte

Die Landgemeinde Tuppen auf einem Messtischblatt von 1927

Tuppen war im 18. Jahrhundert ein kölmisches Dorf.[2] Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Tuppen Namensträger eines neu eingerichteten Amtsbezirks im Kreis Pillkallen.[3]

1945 wurde der Ort in Folge des Zweiten Weltkriegs mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen an die Sowjetunion angeschlossen. 1947 erhielt er den russischen Namen Podgorodnoje und wurde gleichzeitig Sitz eines Dorfsowjets im Rajon Krasnosnamensk.[4] Der Name „Vorstadtort“ bezog sich auf das in der Nähe liegende 1946 zur Stadt erhobene Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg). 1960 gelangte der Ort (offenbar) in den Timofejewski selski Sowet. 1997 wurden die Reste des Ortes, einige verstreute Häuser im Westen des Ortsgebietes, die nicht zum ursprünglichen Tuppen gehört hatten, an den Ort Abramowo angeschlossen.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1867[6]186
1871[6]183
1885[7]248
1905[8]269
1910[9]242
1933[10]210
1939[11]206
1984[1]~ 40
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Amtsbezirk Tuppen 1874–1945

Von 1874 bis 1945 bestand der Amtsbezirk Tuppen, zunächst im Kreis Ragnit, ab 1922 dann im Kreis Tilsit-Ragnit, zu dem zehn Landgemeinden gehörten:[3]

Weitere Informationen Name, Änderungsname von 1938 ...
NameÄnderungsname
von 1938
Russischer Name
nach 1945
BallupönenBallen(Poljanskoje)
DickschenLindbach(Abramowo)
Galwoszen
1936–38: Gallwoschen
Sandwalde(Werchowoje)
Groß RudminnenWietzheim(Bobrowo)
HermoneitenHermannsdorf (Ostpr.)Jolkino
Klein RudminnenKleinrudenAbramowo
KönigshuldFriedrichsweiler(Poljanskoje)
SchackenWerchowoje
TuppenPodgorodnoje
Uszballen
[Ksp Lasdehnen]
1936–38: Uschballen
LindnershorstPoljanskoje
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Podgorodnenski selski Sowet 1947–1960

Der Dorfsowjet Podgorodnenski selski Sowet (ru. Подгородненский сельский Совет) wurde im Juni 1947 eingerichtet.[4] Im Jahr 1960 wurde er wieder aufgelöst und (offenbar) an den Timofejewski selski Sowet angeschlossen.

Weitere Informationen Ortsname, Name bis 1947 ...
OrtsnameName bis 1947
Abramowo (Абрамово)Klein Rudminnen, 1938–1945: „Klein Ruden“
Bobrowo (Боброво)Ellernthal
Dolgoje (Долгое)Beinigkehmen, 1938–1945: „Beinicken“
Jolkino (Ёлкино)Hermoneiten, 1938–1945: „Hermannsdorf“
Podgorodnoje (Подгородное)Tuppen
Poljanskoje (Полянское)Uszballen/Uschballen, 1938–1945: „Lindnershorst“
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Kirche

Tuppen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Lasdehnen.

Schule

Tuppen war Schulort.

Einzelnachweise

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