Pol Greisch

luxemburgischer Schriftsteller und Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Pol Greisch, eigentlich Paul Greisch (* 8. April 1930 in Walferdingen, Kanton Luxemburg; † 15. Februar 2026 in Luxemburg-Stadt), war ein luxemburgischer Film- und Theaterschauspieler sowie Schriftsteller. Als solcher war er vor allem als Dramatiker tätig.

Er prägte als Schauspieler und Autor das luxemburgische Theater für Jahrzehnte.

Leben und Wirken

Nach dem Abitur ging er zunächst in den Staatsdienst und studierte später Schauspiel.

Mit 15 Jahren stand Greisch zum ersten Mal auf der Theaterbühne.[1] 1947 erhielt Greisch seine erste Rolle als Jeune Premier in Dicks’ Stück „Op der Juegd“.[1] Er schloss sich dem Konservatorium von Eugène Heinen an, es folgte 1955 der erste gemeinsame Auftritt mit seiner späteren Frau, der Schauspielerin Juliette François. Er stand in Stücken in allen drei Amtssprachen Luxemburgs auf der Bühne.

In den 1960er Jahren begann er mit dem Schreiben, zunächst von Prosastücken und Lyrik. 1966 erfolgte sein Debüt als Bühnenautor. Auch schrieb er einen Roman und Kurzgeschichten.

1973 verließ er das Lëtzebuerger Theater von Eugène Heinen und wurde Gründungsmitglied des Théâtre Ouvert Luxembourg (TOL) und des Kapuzinertheaters.[2]

Greisch war Mitglied des luxemburgischen Schriftstellerverbandes LSV und der Section des arts et des lettres des Institut Grand-Ducal (Großherzogliches Institut, Sektion Künste und Literatur).

Seine Stücke sind Milieustudien, die vor allem die Spießigkeit und Enge sowie das Scheitern von Protagonisten in der Luxemburger Gesellschaft aufgreifen.

Pol Greisch starb am 15. Februar 2026 im Alter von 95 Jahren in Luxemburg-Stadt.

Stücke (Auswahl)

  • Äddi Charel (1966)
  • Besuch (1969)
  • Viru mam Jabel (1981)
  • E Platten (1995)
  • Kiischtebléien (2002)
  • Fënsterdall (2008)

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1979: Concours littéraire national
  • 1980: Concours littéraire national
  • 1993: Prix Servais für die Trilogie Äddi Charel, Besuch und E Stéck Streisel
  • 1996: Dicks-Rodange-Lentz Plakette
  • 1998: Concours „Kannertheater“ (Ville de Luxembourg)
  • 2002: Prix Batty Weber für sein Lebenswerk
  • 2008: Résidence d’auteurs au Théâtre national du Luxembourg TNL (Luxembourg)
  • 2013: Prix Servais für De Monni aus Amerika

Filmographie

Quellen

Einzelnachweise

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