Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande
Episode der Fernsehreihe Polizeiruf 110
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Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Polizeiruf 110. Der Beitrag ist die 391. Episode des Polizeiruf 110 und wurde am 30. Mai 2021 im Ersten Programm der ARD erstgesendet. Es ist der erste Fall der von Peter Kurth und Peter Schneider verkörperten Ermittler Henry Koitzsch und Michael Lehmann.
| Folge 391 der Reihe Polizeiruf 110 | |
| Titel | An der Saale hellem Strande |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 89 Minuten |
| Produktionsunternehmen | filmpool fiction[1] / 42film[2] im Auftrag des MDR |
| Regie | Thomas Stuber |
| Drehbuch | Clemens Meyer und Thomas Stuber |
| Produktion |
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| Musik | Bert Wrede |
| Kamera | Nikolai von Graevenitz |
| Schnitt | Julia Kovalenko |
| Premiere | 30. Mai 2021 auf Das Erste |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Handlung
Kriminalhauptkommissar Henry Koitzsch und sein Kollege Kriminalkommissar Michael Lehmann ermitteln im Mordfall Uwe Baude rund drei Monate lang erfolglos. Der Kellner Uwe Baude fuhr am späten Abend des 7. November nach Dienstschluss mit der Straßenbahn nach Hause und wurde vor der Eingangstür seines Mehrfamilienhauses erstochen. Nun soll die Auswertung einer Funkzellenüberwachung neue Zeugenaussagen bringen.
Maik Gerster wollte in der Nähe des Tatorts für seine Tochter von privat ein Spielzeugschloss kaufen. Als ein anderer Käufer ihm dieses vor der Nase wegschnappte, wurde er wütend und demolierte mehrere Autos in der Straße. Seine Tochter Leni habe später aus Enttäuschung und Wut sein Handy aus dem Fenster in die Saale geworfen.
Der Rentner Günther Born, früher Eisenbahner im Stellwerk, besuchte zur alten Schichtzeit seine alte Arbeitsstelle. Dabei ist er mit Uwe Baude in derselben Straßenbahn gefahren, allerdings ohne ihn dabei wahrzunehmen.
Katrin Sommer hatte mit Uwe Baude in einer Gaststätte zusammengearbeitet. Sie gibt an, auf dem Weg zur Wohnung ihres damaligen Freundes gewesen zu sein.
Rainer war bei Olaf und Silke Berger in der Nachbarwohnung von Uwe Baude zu Besuch. Er gesteht nach und nach, was an dem Abend wirklich passiert ist. Zusammen mit Ralf Hirschberger feierten sie bei Kerzenlicht, denn die Stadtwerke hatten den Bergers wegen unbezahlter Rechnungen mal wieder den Strom abgestellt. Beim Versuch, im Keller die Stromsperre zu überbrücken, erleidet Ralf jedoch einen tödlichen Stromschlag. Gleichzeitig ersticht ein unbekannter Eindringling dann Uwe Baude vor der Hauseingangstür. Rainer und Olaf wickeln Ralfs Leiche in einen Teppich ein und verstecken sie fortan auf einem Bahngelände, wo früher einst Günther Born gearbeitet hatte. In den nächsten Wochen kassieren sie seine Sozialunterstützung und bezahlen davon die noch ausstehende Stromrechnung.
So haben die Kommissare nun zwar Licht in die Geschehnisse des Abends gebracht und einige andere Straftaten aufgedeckt, sie wissen aber immer noch nicht, wer Uwe Baude umgebracht hat. Doch Koitzsch ist sicher: Eines Tages wird der Unbekannte einen Fehler machen.
Fünf Jahre später, in der Folge Der Wanderer zieht von dannen, findet das Rätsel dann schließlich seine Auflösung.
Produktion
Dreharbeiten, Hintergrund
Der Film wurde vom 10. November bis zum 9. Dezember 2020 in Halle (Saale) gedreht.[3]
Der Filmtitel ist dem Volkslied An der Saale hellem Strande entlehnt, das zum Beginn, während einer Zeugenvernehmung, gesungen von Sommer und Koitzsch, und am Ende des Films zu hören ist.
Die einzelnen Zeugenvernehmungen werden in Kapiteln wiedergegeben, die im Film betitelt werden. Die Betitelungen sind Zitate von Namen alter Polizeiruf-110-Folgen wie Kein Tag ist wie der andere, Zwischen den Gleisen und Der Teufel hat den Schnaps gemacht.[4]
Filmmusik
Teil der Filmmusik waren neben der Titelmelodie, dem Volkslied An der Saale hellem Strande von Friedrich Ernst Fesca, gesungen vom Dresdner Kreuzchor unter Leitung von Martin Flämig,[5] die Songs A Sleeping Wonderland von Friedrich Sehl, People Are Strange vom Album Strange Days der Doors, Yuve Yuve Yu vom Album The Gereg von The Hu, Streets of Laredo von Johnny Cash, P*SSY Fairy von Jhene Aiko, Poor Wayfaring Stranger von Joan Baez und Mimi Fariña,[6] Wer die Rose ehrt von Peter Gläser, gesungen von der Klaus Renft Combo, und The House Of The Rising Sun, gesungen von The Animals.[5]
Rezeption
Kritiken
„Ein Jahr nach dem »Tatort« feiert nun eben der »Polizeiruf« sein Jubiläum. Und es ist beachtlich, wie hier jede Zeitgeistzappelei vermieden wird. Stattdessen gelangen die Verantwortlichen aus der Tiefe der Geschichte heraus zu einem zum Teil atemberaubenden Neuentwurf des Ostklassikers, Ostbiografien und Oststars inklusive.“
„Es ist schon eine demonstrative Entscheidung, ein neues Team mit so einem grandios ins Erzählen verliebten Fall einzuführen. Man muss es gesehen haben, was Schauspieler wie Hermann Beyer, Cordelia Wege, Till Wonka oder Sebastian Weber aus diesen Geschichten machen. Der MDR hat mit dieser Auftaktfolge keine halbe Sache geliefert und mal locker einen Maßstab im Fernsehkrimi gesetzt.“
Einschaltquote
Die Erstausstrahlung von Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande am 30. Mai 2021 wurde in Deutschland insgesamt von 7,82 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 25,9 Prozent für Das Erste.[9]
Weblinks
- Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande bei IMDb
- Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande auf den Internetseiten der ARD
- Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande bei Tatort-Fans.de
- Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande in der ARD-Mediathek, abrufbar bis zum 14. Mai 2027