Pompeius Urbicus

römischer Ritter From Wikipedia, the free encyclopedia

Pompeius Urbicus († Herbst 48 n. Chr.) war ein römischer Ritter der frühen Kaiserzeit, der zu den vornehmen (illustris) Mitgliedern des Ritterstandes zählte.

Pompeius Urbicus wird ausschließlich von Tacitus erwähnt, und zwar im Zusammenhang mit dem Skandal um die Kaiserin Valeria Messalina. Diese hatte im Jahr 48 ein offenes Verhältnis mit dem Senator Gaius Silius begonnen, das in einer Scheinehe kulminierte – ein Akt, der als offene Provokation gegen Kaiser Claudius gewertet wurde. Nachdem der kaiserliche Freigelassene Narcissus Claudius über die Affäre informiert und die Panik im Hofstaat geschürt hatte, leitete er die Verfolgung ein. Er führte die Beschuldigten in das Prätorianerlager, wo ein improvisiertes Tribunal stattfand.

Pompeius Urbicus gehörte – zusammen mit Saufeius Trogus, Vettius Valens (der gestand) und anderen Rittern wie Titius Proculus – zu den Mitwissern des Ehebruchs. Tacitus berichtet, dass diese Gruppe römischer Ritter von hohem Rang ohne Verteidigung oder Verzug hingerichtet wurde: Claudius befahl persönlich ihre Auslieferung zur Hinrichtung. Die Exekutionen erfolgten unmittelbar nach denen der engeren Komplizen und dienten der raschen Säuberung.[1]

Literatur

Einzelnachweise

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