Pompeji: Unter den Wolken
italienischer Dokumentarfilm von Gianfranco Rosi aus dem Jahr 2025
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Pompeji: Unter den Wolken (Originaltitel: Sotto le nuvole, internationaler Titel: Below the Clouds) ist ein italienischer Dokumentarfilm von Gianfranco Rosi aus dem Jahr 2025. Das Werk dokumentiert in Schwarzweiß-Bildern den Alltag von Menschen, die in und um Neapel leben und arbeiten. Der Film wurde im August 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt.
| Film | |
| Titel | Pompeji: Unter den Wolken |
|---|---|
| Originaltitel | Sotto le nuvole |
| Produktionsland | Italien |
| Originalsprache | Italienisch, Syrisch-Arabisch, Japanisch, Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 115 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Gianfranco Rosi |
| Drehbuch | Gianfranco Rosi |
| Produktion | Donatella Palermo, Gianfranco Rosi |
| Musik | Daniel Blumberg |
| Kamera | Gianfranco Rosi |
| Schnitt | Fabrizio Federico |
Hintergrund
Filmemacher Gianfranco Rosi verbrachte drei Jahre in Neapel, um Pompeji: Unter den Wolken fertigzustellen. Die Filmmusik komponierte der britische Oscar-Preisträger Daniel Blumberg.[1]
Handlung
Der Dokumentarfilm hält das Leben im Schatten des Vesuv fest. Ein zentrales Element sind Anrufe der Bevölkerung bei der Feuerwehr von Neapel: Kinder versuchen schüchterne Telefonscherze, ein älterer Mann fragt mehrmals nach der Uhrzeit. Verschiedene Einwohner melden Erdbeben, eine Frau fordert Hilfe wegen häuslicher Gewalt an, ein Mann braucht Unterstützung, weil seine übergewichtige Schwester aus dem Bett gefallen ist. Anwohner berichten, dass kriminelle Jugendliche einen Brand gelegt haben.
Ein Mann steuert einen Wagen mit zwei Pferden durchs seichte Meer in Richtung Neapel. In einem leeren Kino werden Ausschnitte der Filme Liebe ist stärker und Die letzten Tage von Pompeji gezeigt. Die Straßenbahn fährt durch Neapel, aus dem Fenster ist immer wieder der Vesuv zu sehen. Ein leitender Carabinieri und ein Staatsanwalt untersuchen das Vorgehen von Grabräubern. Sie besichtigen unterirdische Gänge und eine Krypta, deren wertvolle Fresken von Dieben herausgerissen wurden. Eine Gruppe von japanischen Archäologen legt in den Ausgrabungsstätten von Pompeji und Herculaneum Knochen und Gemäuer frei. Zwei syrische Seeleute beaufsichtigen die Entladung von ukrainischem Getreide. Anschließend müssen sie mit ihrem Schiff erneut Odessa anlaufen, das im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine bombardiert wird. Die entladenen Getreideberge ähneln dem Vesuv.
Touristen besuchen ein beim Vesuvausbruch 79 v. Chr. verschüttetes Theater. Eine Museumsmitarbeiterin wandelt mit einer Taschenlampe durch das Museumsmagazin und philosophiert über die Zeit, die Vergänglichkeit und „ihre“ Ausstellungsgegenstände. Ihr Kollege fotografiert analog Exponate. Titti, ein älterer Mann, betreibt ein Antiquariat und betreut Kinder und Jugendliche bei ihren Hausaufgaben. Pilgerinnen beten im Santuario di Madonna dell'Arco. Immer wieder sind die Stadt Neapel und das Meer zu sehen.
Veröffentlichung
Die Weltpremiere von Pompeji: Unter den Wolken erfolgte am 30. August 2025 im Rahmen des 82. Internationalen Filmfestivals von Venedig. Der Beitrag, auch unter seinem englischsprachigen Titel Below the Clouds bekannt, wurde in den Hauptwettbewerb aufgenommen.[2]
Ein Trailer wurde im Juli 2025 veröffentlicht.[3]
Der reguläre Kinostart in Italien erfolgte im Verleih von 01 Distribution im September 2025.[4] Der Streamingdienst Mubi veröffentlichte Pompeji: Unter den Wolken im Frühjahr 2026.[5]
Auszeichnungen

Gianfranco Rosi wurde mit Pompeji: Unter den Wolken zum dritten Mal in den Wettbewerb um den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig eingeladen. Die Jury unter Leitung Alexander Paynes sprach ihm den Spezialpreis zu.[6]
Weblinks
- Pompeji: Unter den Wolken bei IMDb
- Filmtrailer bei Mubi (italienisch mit deutschen Untertiteln)
- Interview mit Gianfranco Rosi zum Film, bei Mubi
- Sotto le nuvole im Festivalprogramm von Venedig (englisch)