Pont de Coursan
Straßenbrücke über die Aude in Coursan im Gemeindeverband Le Grand Narbonne in der französischen Region Okzitanien
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Die Pont de Coursan ist eine Straßenbrücke über die Aude in Coursan im Gemeindeverband Le Grand Narbonne in der französischen Region Okzitanien.
| Pont de Coursan | ||
|---|---|---|
| Querung von | Aude | |
| Ort | Coursan | |
| Konstruktion | Steinbogenbrücke | |
| Gesamtlänge | 100 m | |
| Breite | 10 m | |
| Anzahl der Öffnungen | vier | |
| Baubeginn | 1685 | |
| Fertigstellung | 1706 | |
| Lage | ||
| Koordinaten | 43° 14′ 8″ N, 3° 3′ 26″ O | |
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Beschreibung
Sie führt als einzige Straßenbrücke am Ort die hier Avenue de l'Hérault genannte Route départementale D6009 von Béziers nach Narbonne über den Fluss. 300 m weiter westlich steht die Brücke der Bahnstrecke Bordeaux–Sète.
Die 100 m lange und 10 m breite Brücke hat zwei Fahrspuren und beidseitige Gehwege. Die Steinbogenbrücke hat vier Bögen und mächtige Pfeiler. Ein früherer fünfter Bogen ist heute unter der Bebauung am nördlichen Ufer verschwunden. Zwischen den Bögen wurden, ähnlich wie an der älteren Pont Vieux in Béziers und an der Pont Neuf in Toulouse, große runde Durchlässe eingebaut, um bei Hochwasser den Wasserdruck zu reduzieren.
Geschichte
Im Mittelalter benutzten die Einwohner des kleinen Dorfes eine Furt oder eine Fähre, um über den Fluss zu kommen.
König Charles IX. ließ die erste Holzbrücke errichten, über die er am 4. Januar 1565 mit seiner Mutter Caterina de’ Medici fuhr. Sie hielt den nächsten Überschwemmungen allerdings nicht lange stand. 1632 wollten König Ludwig XIII., seine Gemahlin Anna von Österreich und der Hofstaat die Aude auf einer Furt überqueren, als sie von einem heftigen Gewitter und dem dadurch verursachten Hochwasser überrascht wurden und nur mit Mühe mit dem Leben davon kamen.
Als Kardinal Richelieu 1642 dieselbe Furt benutzte, erinnerte er sich an das Desaster von 1632. Wohl zu dieser Zeit befahl er den Bau einer Steinbrücke, mit deren Bau allerdings erst im Dezember 1685 begonnen wurde. Der 1689 zum Ingenieur der Provinz Languedoc ernannte Henri Gautier war bis 1694 für ihren Bau verantwortlich. 1706 wurde sie eröffnet.
1882 wurde sie erstmals saniert. 1905 wurde sie erweitert, um zwei 70 cm breite Gehwege einzubauen, die von gusseisernen Geländern gegrenzt wurden. 1924 erweiterte man die Brücke mit auskragenden Gehwegen, die nun Betongeländer erhielten. 1967 wurde der mittlere Bogen verstärkt. 1983 wurden die Fundamente gegen Auskolkung gesichert. Zwischen 1985 und 1986 wurde die Brückentafel erneut erweitert, mit Stahlbeton verstärkt und mit einem Geländer aus Metall versehen.[1]

