Porto Walter

Gemeinde im brasilianischen Bundesstaat Acre From Wikipedia, the free encyclopedia

Porto Walter, amtlich Município de Porto Walter, auch in der Schreibung Porto Valter, ist eine Kleinstadt im brasilianischen Bundesstaat Acre. Sie ist von dessen Landeshauptstadt Rio Branco 574 km entfernt. Die Bevölkerung wurde 2024 auf 11.275 Einwohner geschätzt, die Portowaltenser genannt werden.[1] In Porto Walter hatte sich eine der wenigen deutschen Kolonien im Norden Brasiliens angesiedelt.

Schnelle Fakten Município de Porto Walter, Symbole ...
Município de Porto Walter
Porto Walter

2009
Porto Walter (Brasilien)
Porto Walter (Brasilien)
Porto Walter
Koordinaten  16′ S, 72° 45′ W
Lage von Porto Walter im Bundesstaat Acre
Symbole
Flagge
Gründung 25. April 1992
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Acre
Mesoregion Vale do Juruá
Mikroregion Cruzeiro do Sul
Fläche 6.443,8 km²
Einwohner 10.735 (2022[1])
Dichte 1,7 Ew./km²
Schätzung 11.275 Ew. (2024)[1]
Zeitzone UTC−5
Website www.portowalter.ac.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt José Estephan Barary Filho (2017–2020)
Partei (PMDB)
Kultur
Schutzpatron Nossa Senhora Imaculada Conceição
Wirtschaft
BIP 955 Tsd. R$
8830 R$ pro Kopf
(2014)
HDI 0,532 (2010)
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Geographie

Porto Walter liegt am linken Ufer des Rio Juruá gegenüber der Mündung des Rio Humaitá. Landschaft und Klima sind die des Amazonischen Regenwaldes. Im Norden grenzt sie an Cruzeiro do Sul, im Süden an Marechal Thaumaturgo, im Osten an Tarauacá und im Westen an Peru und bildet dort eine Grüne Grenze.

Schutzgebiete im westlichen Acre

Das Munizip teilt 27 % des 8466,33 km² großen 1989 gegründeten Nationalparks Serra do Divisor.[2]

Geschichte

Das Territorium von Porto Walter ist traditionelles indigenes Siedlungsgebiet von Arara, Nawas (Náuas), Amoaças, Asháninkas (Kampas), Kulinas (Culinas) und Catianos, die zum Teil heute zu den isolierten Völkern gehören.[3] Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich dort Kautschukzapfer (seringueiros) niedergelassen, um Gummi, das Hauptprodukt der Region, einzusammeln. Abwechselnd gehörte das Gebiet als Distrikt Humaitá (distrito) zu den Städten Juruá, dann Cruzeiro do Sul. 1960 wurde der Distrikt Humaitá geteilt in den Distrikt Porto Walter, am 25. April 1992 ausgegliedert und zum selbstverwaltenden Munizip als Município de Porto Walter erhoben. Benannt ist der Ort nach einem frühen Bewohner namens Walter de Carvalho.[3]

Stadtverwaltung

Stadtpräfekt (Bürgermeister) ist nach der Kommunalwahl 2016 mit 3091 Stimmen José Estephan Barary Filho (Zezinho Barbary) von dem Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB).[4]

Bevölkerung

Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung des IBGE von 2022 10.735 Einwohner. Die Zahl wurde vom IBGE 2024 auf 11.275 Bewohner geschätzt.[1]

Sie verteilte sich 1991 auf 797 Einwohner (12,18 %) auf den urbanen und 5749 Einwohner (87,82 %) auf den ländlichen,[5] dagegen im Jahr 2010 auf bereits 3323 Personen (36,21 %) im besiedelten Ortsbereich und geringer anwachsend auf 5853 Personen (63,79 %) im weiträumigen ländlichen und Waldbereich.

Bevölkerungsentwicklung

Quelle: IBGE (Angaben für 1996 und 2019 sind lediglich Schätzungen). 49,11 % der Bevölkerung waren 2010 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre.[5]

Wirtschaft

Weitere Informationen Anteile am BIP ...
Anteile am BIP
Sektor Tsd. Real
Landwirtschaft
 
18.939
Dienstleistung
 
9.219
Industrie
 
3.246
Quelle: IBGE, 2014
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Bildung

Porto Walter hatte 1991 eine Analphabetenquote von 77,2 %, die sich bei der Volkszählung 2010 bereits auf 45,9 % reduziert hatte.[5]

Weitere Informationen Analphabetenquote ...
Analphabetenquote
Jahr Prozent
1991
 
77,2
2000
 
63,0
2010
 
45,9
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Das IBGE gibt 2018 den Bestand von 44 Grundschuleinrichtungen und 2 mittleren Schuleinrichtungen an.[1]

Religionen

Weitere Informationen Anzahl, Religionsgemeinschaft ...
Anzahl Religionsgemeinschaft
7.899 römisch-katholisch
1.145 evangelisch-protestantisch
10 Spiritualisten
Quelle: IBGE 2010
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Größte Religionsgemeinschaft bilden die Anhänger der römisch-katholischen Kirche in Brasilien, gefolgt von Anhängern des evangelisch-protestantischen Glaubens. Porto Walter gehört zum Bistum Cruzeiro do Sul.[6]

Literatur

  • Governo do Estado do Acre: Acre em números 2013. Rio Branco 2013. (PDF; 3,74 MB; brasilianisches Portugiesisch)
Commons: Porto Walter – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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