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Poschinger (Adelsgeschlecht)

Adelsgeschlecht From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Poschinger sind ein im Jahr 1140 erstmals urkundlich genanntes bayerisches Geschlecht. Mit dem Erwerb des Glashüttenguts Zwieselau durch Joachim Poschinger wurde die Familie im Bayerischen Wald als Glashütten- und Gutsherrengeschlecht ansässig und zählt zu den ältesten Glasherrenfamilien Deutschlands. Das Geschlecht gehörte den oberpfälzischen adeligen Landsassen an und wurde in den Reichsritterstand, in einem Zweig auch in den bayerischen Freiherrnstand erhoben. Die Frauenauer Linie stellte zudem erbliche Reichsräte der Krone Bayern und gehörte damit der Ersten Kammer der bayerischen Ständeversammlung an. Zweige der Familie bestehen bis heute. Ihr Stammsitz ist das Gut Frauenau.

Stammwappen der Poschinger

Geschichte

Herrenhaus in Oberfrauenau
Schloss Oberfrauenau
Das Poschinger-Mausoleum in Frauenau
Das Poschinger-Mausoleum in Zwiesel

Die erste verzeichnete Linie der Poschinger diente den Fürstbischöfen von Passau als Ministeriale. Erstmals erscheint Rapoto de Paskengen um 1140 als Zeuge in einer Urkunde des Klosters Aldersbach, mit der ein Edelmann namens Warmunt ein Gut im Ort Chetedorf auf den Petrusaltar der Klosterkirche übertrug:

„Noverint omnes Christi fideles, quod quidam nobilis vir nomine Warmunt tradidit quoddam predium in loco qui dicitur Chetedorf super altare sancti Petri apostoli Alderspach, cum petitione fratris sui Roudegeri et filii eius Adalberi. Huius rei testes sunt ipse Roudegerus et filius eius Adelbero de Grounenpack, Rapoto de Paskengen, Engelscal et Oudalric de Ratenpach, Pertol de Tetelingen.“

„Alle Christgläubigen sollen wissen, dass ein Adliger namens Warmunt ein Gut an einem Ort, der Chetedorf heißt, auf den Altar des heiligen Apostels Petrus zu Aldersbach übertragen hat, auf Bitten seines Bruders Roudeger und dessen Sohnes Adalber. Zeugen dieses Vorgangs sind Roudeger selbst und sein Sohn Adelbero von Grounenpack, Rapoto von Paskengen, Engelscalc und Oudalrich von Ratenpach, Pertol von Tetelingen.“[1]

Diese älteste Linie ist bis 1280 urkundlich greifbar. Möglicherweise derselben Linie zuzurechnen sind spätere Namensträger im Passauer Raum, darunter Ulrich Poschinger auf der Hofmark Hauzenberg (1346) und der 1476 als „der edle Stephan“ bezeichnete Pfleger Stephan Päschinger. Ihr Stammsitz war der Edelsitz Päschinger Au unweit Kellberg bei Passau, der 1419 an Fürstbischof Georg von Hohenlohe überging. Eine weitere Linie saß ab 1262 zu Posching in der Gegend von Mitterfels, Metten und Deggendorf, als deren früheste Angehörige Otto Poschingarius senior und sein Sohn Henricus erscheinen. Auf dem Sitz Sicklasberg bei Konzell sind die Poschinger von Lorenz dem Poschinger (1402) bis zu Benigna Vorster, geborene Poschinger (1500), nachweisbar, mit der dieser Sitz auf die weibliche Linie überging. In Straubing bestand zudem ein Ratsbürgergeschlecht, dem etwa Simon Poschinger (1434 Käufer der Hofmark Zeidlarn) und der Gerichtsbeisitzer Lorenz Poschinger (1462–1474) angehörten.[2] Der Name – in wechselnder Schreibung Paskengen, Paschingen, Baskingin oder Posching – entstammt vermutlich dem Gut Posching, das den Bischöfen von Passau gehörte.

Die bis zur Gegenwart ungebrochene Stammreihe der Familie beginnt mit Joachim Poschinger aus Pförring (1523–1599), der dem lutherischen Glauben angehörte und der um 1262 beginnenden Linie zu Posching zugerechnet wird. Joachims Vater Caspar, der 1516 in Leipzig den Grad eines Magister Artium erwarb, war zunächst katholischer Pfarrer und trat dann zum evangelischen Glauben über. Die spätere Stammlinie der Familie war wieder katholisch.[3] Nach einem Studium (unter anderem der Rechtswissenschaften und Musik) an der Universität Ingolstadt war Joachim Richter und Pfleger in den Diensten der Freiherrn von Degenberg auf den Burgen Linden bei Viechtach und Neunußberg (1550–1568) und kaufte am 10. Juli 1568 von den Vormündern des minderjährigen Hans Sigmund von Degenberg die Glashütte (Zadlerhütte) in Unterzwieselau (Landkreis Regen) im Bayerischen Wald.[4][3] Hiermit beginnt die jahrhundertelange Tradition der Poschinger als Glashütten- und Gutsherren. Joachim erhielt seinen kaiserlichen Wappenbrief am 19. Oktober 1547 in Regensburg durch Petrus Apianus, Hofpfalzgraf unter Kaiser Karl V. 1587 teilte Joachim das Gut und ließ Oberzwieselau mit eigener Glashütte erbauen, das er seinem jüngeren Sohn Hans übergab. Das Stammgut Unterzwieselau ging an den älteren Sohn Paulus.[3][5] Sein Sohn Paulus verkaufte 1604 das Glashüttengut Unterzwieselau und erwarb 1605 das bereits 1492 erstmals urkundlich erwähnte Glashüttengut Frauenau im Bayerischen Wald, das seither ununterbrochen im Familienbesitz steht und ab diesem Zeitpunkt Sitz der Stammlinie wurde.[3][5]

Um Rechte am Gut Frauenau kam es unter Franz Poschinger (1637–1701) zu einem 36 Jahre währenden Rechtsstreit mit der kirchlichen Grundherrschaft, zuletzt dem Kloster Niederaltaich mit seiner Propstei Rinchnach. Das Hofgebäu ging 1680 verloren, das Glashüttengut verblieb der Familie nach dem Vergleich vom 27. Juni 1698 als Erbrechtsgut, während die Grundherrschaft darüber dem Kurfürsten zufiel.[6][7] Auf die kostspieligen Prozesse berief sich Georg Benedikt Poschinger 1784 in seinem Gesuch um die Hofmarksgerechtigkeit für Oberfrauenau.[8]

Ein Zweig der Familie wanderte im 17. Jahrhundert nach Böhmen aus: 1639 ließ sich Hans Poschinger († 1676) bei den künischen Freibauern des königlichen Grenzwaldes Hwozd nieder und errichtete in Seewiesen (Javorná) den Poschingerhof. Sein Sohn Andreas Anton Poschinger (1646–1716) war dort Glashüttenbesitzer und von 1693 bis 1712 Oberrichter der künischen Freibauern. 1700 stiftete er die Kapelle, aus der die Kirche St. Anna in Seewiesen hervorging. Nach dem Übergang des Hofes an einen Schwiegersohn 1716 wird dort kein Poschinger mehr genannt.[9]

Auf Grund des Besitzes von Oberanzenberg (ab 1639) wurde Wilhelm Poschinger am 18. Dezember 1643 durch Kurfürst Maximilian unter die oberpfälzischen Landsassen aufgenommen. Landsassen waren adelige Gutsbesitzer, die mit ihren Gütern der Landeshoheit ihres Landesfürsten unterstanden, über ihre Untertanen jedoch die niedere Gerichtsbarkeit ausübten. Anders als der reichsunmittelbare Adel unterstanden sie damit nicht dem Reich, sondern einem Landesherrn.[10] Mit der Aufnahme galt das Geschlecht in der Oberpfalz als adelig und wurde fortan in den Matrikeln der adeligen Landsassen geführt.[3]

Grab von Johann Michael I. Poschinger in Mariä Himmelfahrt (Frauenau)

Nachdem Johann Michael I. Poschinger 1770 bereits die Hofmarken Drachselsried und Wettzell erworben hatte, richtete sein Sohn Georg Benedikt I. 1784 ein Gesuch um Erhebung des Erbrechtsguts Frauenau zur freien Hofmark an die kurfürstliche Hofkammer, die am 7. Dezember 1785 erfolgte. Georg Benedikt I. hatte somit auf allen drei Gütern die niedere Gerichtsbarkeit, die Polizeigewalt und gewisse Verwaltungsrechte.[3]

Die Erhebung in den erblichen Reichsadelsstand mit Namensmehrung Edler von Poschinger und Reichsritterstand mit auf Oberanzenberg erhielten die Brüder

  • Dr. jur. utr. Johann Martin, kurpfalz-bayerischer Hofratsadvokat, kurfürstl. Pfleger in Wolnzach, später kurpfalz-bayerischer Wirklicher Hofkammerrat, Kgl. Hofbräuhausverwalter und Direktor des Bayer. Hofbräuamtes (1798–1817) in München
    (Stammvater der erloschenen Linie München-Mannheim)
  • Joseph Anton, Bürger und Handelsmann in Passau
    (Stammvater der Linie Berg, u. a. Poschinger-Camphausen)
  • Georg Benedikt I., Herr der Hofmarken Oberfrauenau, Drachselsried, Wettzell und Neunußberg (ab 1796), Herr auf Oberanzenberg
    (Stammlinie Frauenau aus der u. a. das freiherrliche Haus hervorgegangen ist)
  • Ignaz Dominikus, Weltpriester

am 17. September 1790 in München vom Kurfürsten Karl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvikar.[3] Da diese Erhebung auch die letzten vier Generationen umfasste, ist der bereits 1643 als Landsasse aufgenommene Wilhelm Poschinger der erste des Geschlechts, dem der Reichsadelstitel zukommt.[11] Die Immatrikulierung im Königreich Bayern bei der Ritterklasse erfolgte am 30. Januar 1810 für Joseph Anton bzw. am 30. Juni 1810 für seine Brüder Johann Martin und Georg Benedikt Reichsritter und Edler von Poschinger auf Oberanzenberg.[12]

Im Jahre 1873 erhielt die Frauenauer Linie mit Georg Benedikt II. Ritter von Poschinger, Gutsherr auf Frauenau (Oberfrauenau) u. a., einen erblichen Sitz in der Kammer der Reichsräte, der Ersten Kammer der bayerischen Ständeversammlung an. Die Inhaber dieses Sitzes führten den Titel Reichsrat der Krone Bayerns. Die Hauptsukzession dieser Stammlinie folgte dabei nicht streng der Erstgeburt: Der Stammsitz Frauenau ging mehrfach an einen jüngeren Sohn und, da Georg Benedikt II. ledig blieb, nach dessen Tod an seinen Bruder Eduard Ferdinand über. Dieser trat das Fideikommiss, unter Vorbehalt der Verwaltung, 1901 an seinen Sohn Eduard Georg Benedikt ab, welcher am 1. November 1901 zum Reichsrat ernannt wurde.[13] Eduard Ferdinand Ritter von Poschinger erhielt die Erhebung in den erblichen bayerischen Freiherrnstand am 24. Juli 1901 in München durch Prinzregent Luitpold von Bayern mit Immatrikulation im Königreich Bayern bei der Freiherrnklasse am 28. August 1901 mit Namensmehrung Freiherr Poschinger von Frauenau.[13]

Johann Michael III. Ritter und Edler von Poschinger schenkte 1899 gemeinsam mit seiner Frau Heriberta das Ismaninger Schloss mit dem Gut Ismaning sowie die Güter Zengermoos und Karlshof der Stadt München als Wohlfahrtsstiftung. Diese trägt den Namen Michael und Heriberta von Poschinger’sche Stiftung.[14][15] Die Stiftungsurkunde des Ehepaars ist im Stadtarchiv München überliefert; die Stadt bewirtschaftete die drei Güter in der Folge über ihr Land- und Forstwirtschaftsamt.[16] Das Schloss blieb bis 1919 in städtischem Besitz und ging dann an die Gemeinde Ismaning über, der es seit 1934 als Rathaus dient.[17]

Die Genehmigung zur Namensvereinigung mit dem der Familie Camphausen als Ritter von Poschinger-Camphausen erhielt am 6. April 1908 in München der königlich bayerische Kämmerer und Rittmeister Ottmar Ritter von Poschinger, Gutsherr auf Riegsee und anderen, der 1906 Gerda Camphausen, Tochter des Bankiers und Kgl. Preuß. Geh. Kommerzienrats Arthur Camphausen, geheiratet hatte.[12]

Die Verfügung durch den Regierungspräsidenten am 21. Mai 1953 in Regensburg zur Namensänderung in Freiherr von Poschinger-Bray für Adalbert Freiherr Poschinger von Frauenau, der mit Anna Maria, Erbtochter der im Mannesstamm erloschenen Grafen von Bray-Steinburg, verheiratet war, wurde durch den Beschluss des Deutschen Adelsrechtsausschusses in Marburg am 15. September 1990 nicht beanstandet.[13]

Die Familie zählt zu den ältesten Industriellengeschlechtern Deutschlands und betrieb die Glasherstellung im Bayerischen Wald über viereinhalb Jahrhunderte. Während die meisten anderen Glashüttengeschlechter der Region ausstarben oder ihren Besitz aufgaben, blieben die Poschinger als Glashüttenherren bestehen.[18] Um 1900 erlangten insbesondere die Hütten der Güter Oberzwieselau und Buchenau mit ihrem farbigen Tafelglas und ihren Jugendstilvasen überregionale Bedeutung; für sie arbeiteten unter anderem die Künstler Hans Christiansen, Richard Riemerschmid, Julius Diez und Karl Schmoll von Eisenwerth.[3] Die Glasmanufaktur von Poschinger in Frauenau galt zuletzt als älteste Glasmanufaktur Deutschlands und als weltweit älteste in durchgehendem Familienbesitz. Der Betrieb der Glashütte wurde zum 30. November 2021 eingestellt.[19]

Wappen

Stammwappen

Das Stammwappen von 1547 zeigt im oberen silbernen Drittel drei rubinfarbene Sterne. Der untere Teil des Schildes ist rubinfarben und zeigt einen Arm mit goldenem Ärmel, die sogenannte Schwurhand. Aus dem Arm entspringen unten zwei silberne Schwanenflügel. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein, von Silber und Rot geteilter Flug, die silberne Hälfte mit einem rubinfarbenen Stern belegt.[12]

Karl Ritter von Poschinger deutete die Bestandteile des Stammwappens: Die zum Schwur erhobene Hand stehe für die Treue gegenüber Kaiser und Reich, die Sterne erinnerten an den Wappenverleiher Petrus Apianus, der auch als Astronom bekannt war, und die Schwanenflügel verwiesen auf Joachims musikalische Begabung.[20]

Ritterwappen

Das Wappen im Diplom von 1790 ist geviert und zeigt in Feld 1 und 4 in Blau einen mit drei roten Sternen belegten silbernen Schrägrechtsbalken, in Feld 2 und 3 in Rot einwärts gekehrt ein goldener Löwe; auf dem Helm mit rechts blau-silbernen, links rot-goldenen Decken der Löwe wachsend zwischen offenem, je auswärts mit dem Schrägbalken belegten blauem Fluge.[12]

Freiherrnwappen

  • Das Freiherrnwappen von 1901 ist geviert wie 1790 und belegt mit roten Herzschild, darin (aus dem Stammwappen) aufrecht ein silbern-beflügelter, golden gekleideter Rechtsarm mit geöffneter Hand; zwei Helme, auf dem rechten mit rot-silbernen Decken ein geschlossener, von Silber und Rot geteilter Flug, die silberne Hälfte mit einem roten Stern belegt, auf dem linken mit blau-goldenen Decken wie 1790.[13]
  • Die Freiherren von Poschinger-Bray führen ein neues kombiniertes Wappen mit den Elementen der Grafen von Bray-Steinburg und Freiherren Poschinger von Frauenau. – Die Annahme des neuen kombinierten Wappens wurde durch den Beschluss des Deutschen Adelsrechtsausschusses in Marburg am 22. Juni 2009 ebenfalls nicht beanstandet.[13]

Sitze und Güter

Sitze der frühen mittelalterlichen Linien

Für die frühen, dem Geschlecht zugerechneten mittelalterlichen Linien sind folgende Sitze und Hofmarken bezeugt. Die Jahreszahlen bezeichnen die urkundliche Bezeugung, nicht die Dauer des Besitzes:[2][5]

  • Edelsitz Päschinger Au unweit Kellberg bei Passau, Stammsitz der ältesten, von 1140 bis 1280 urkundlich fassbaren Linie, 1419 an Fürstbischof Georg von Hohenlohe verkauft
  • Hofmark Hauzenberg, 1346 für Ulrich Poschinger bezeugt
  • Sitz Hundsrück bei Passau, 1512 und 1542 für Stephan Poschinger und dessen mutmaßlichen Sohn gleichen Namens bezeugt
  • Der Bühel zu Posching bei Mitterfels, Sitz der von 1262 bis 1338 nachweisbaren Linie
  • Aschenau bei Mitterfels, 1280 und 1310 für Philipp Posching bezeugt
  • Hofmark Lindenau bei Viechtach, 1346 für Konrad Poschinger bezeugt
  • Sitz Sicklasberg (Sykleinsberg, Sikkelsberg) bei Konzell, von 1399 bis 1489 über mehrere Generationen in Familienbesitz und durch die Heirat von Achaz Poschingers Schwester Benigna an die Familie Vorster gelangt
  • Gut und Hofmark Zeidlarn, auch Niederhartzeitldorn (heute Unterzeitldorn), bei Straubing, 1434 von Simon Poschinger aus dem Straubinger Ratsbürgergeschlecht von Erasmus (Asam) von Puchberg erworben und 1463 von dessen Sohn Lorenz an den Abt von Windberg verkauft[21]

Sitze und Güter seit Joachim Poschinger

Die Poschinger haben sich vor allem in Niederbayern, der Oberpfalz und später auch in Oberbayern ausgebreitet. Ab 1523 sind unter anderem folgende Sitze und Güter nachweisbar:[5]

Bekannte Familienmitglieder

Ehrungen und Ortsnamen

Sowohl in Frauenau als auch in Drachselsried, Deggendorf, Ismaning und Murnau existiert eine Poschingerstraße. Auch in München gibt es eine 1906 zu Ehren von Johann Michael III. von Poschinger benannte Poschingerstraße mit dem Wohnhaus Thomas Manns an der Poschingerstraße 1. Die Poschingerstraße in Berlin wurde 1908 nach Heinrich von Poschinger, die gleichnamige Straße in Salzburg 1903 nach Wilhelm von Poschinger benannt. Zusätzlich existiert der Poschinger Weiher in den nördlichen Isarauen.

Weitere Straßen führen den Namen eines einzelnen Familienmitglieds, beispielsweise die Egon-von-Poschinger-Straße im Zwieseler Ortsteil Lichtenthal und der Richard-von-Poschinger-Weg in Dachau.

Aus dem Glashütten- und Gutsbesitz der Familie sind mehrere Ortsnamen hervorgegangen. Amtliche Gemeindeteile im Landkreis Regen sind Poschingerhütte (Gemeinde Arnbruck) und Altposchingerhütte (Gemeinde Frauenau). In Böhmen erinnert der Poschingrův Dvůr (Poschingerhof) in Javorná an den Hof des 1639 dorthin ausgewanderten Familienzweigs.[9]

Siehe auch

Literatur

  • Kurt Pittrof, Maria Schimke: Poschinger von Frauenau, Freiherren. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 20. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 649 (deutsche-biographie.de).
  • Genealogisches Handbuch des Adels. Adelige Häuser B. Band XII, S. 422 f., Band 64 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1977, ISSN 0435-2408.
  • Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band X, S. 501 f., Band 119 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1999.
  • Genealogisches Handbuch des Adels. Freiherrliche Häuser B. Band V, S. 278 f., Band 48 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1971.
  • Genealogisches Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels. Band XXX, S. 296 f. und 474 f., Wissenschaftlicher Kommissionsverlag Stegaurach, Stegaurach 2014.
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Seite 223, Band 7, Leipzig 1867. eingeschränkte Vorschau
  • Karl Ritter von Poschinger: Geschichte der Poschinger und ihrer Güter. Pullach bei Aibling 1908.
  • Karl Ritter von Poschinger: Zusammenstellung der Poschinger vor 1520. Rosenheim 1934.
  • Karl und Ludwig Ritter von Poschinger, Hippolyt Freiherr Poschinger von Frauenau et al.: Verzeichnis der Nachkommen des Joachim Poschinger. o. O. 2014.
  • Max Peinkofer: 350 Jahre Poschinger in Frauenau. Frauenau 1955.
  • August Sieghardt: Die Poschinger in der Oberpfalz. in: Die Oberpfalz. Band 43, 1955.
  • Ingeborg Seyfert: Die Poschinger von Frauenau als Glashüttenherren im Bayerischen Wald. in: Amtlicher Schulanzeiger für den Regierungsbezirk Niederbayern. Band 5, 1971.
  • Werner Pohl: Die Poschinger im Viechtreich: Als Pfleger von Linden u. als Hofmarksherren von Neunußberg, Wettzell, Drachselried u. Thalersdorf. Viechtach 1976.
  • Hermann Wagner: Die Aufschreibungen des Franz Poschinger (1637–1701) vom Glashüttengut Frauenau. Sauerlach 1985.
  • Marita Haller: Traumschloss im Wald. Das ehemalige Schloss der Freiherrn Poschinger von Frauenau. edition Lichtland, Freyung 2013.

Einzelnachweise

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