Possible Love
südkoreanischer Spielfilm von Lee Chang-dong (2026)
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Possible Love (Originaltitel koreanisch 가능한 사랑 RR Ga-neung-han Sa-rang, deutsch ‚Mögliche Liebe‘) ist ein südkoreanischer Spielfilm von Lee Chang-dong aus dem Jahr 2026. Das Drama erzählt die miteinander verflochtenen Lebensgeschichten zweier Ehepaare, die völlig unterschiedliche Leben führen. Die Hauptrollen übernahmen Jeon Do-yeon, Sul Kyung-gu, Zo In-sung und Cho Yeo-jeong. Seine Uraufführung erfolgte Anfang September 2026 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Im deutschsprachigen Raum wird Possible Love erstmals beim Zurich Film Festival gezeigt. Ab Anfang November 2026 ist der Film weltweit über den Streamingdienst Netflix verfügbar. Im selben Jahr wurde Lees Regiearbeit als südkoreanischer Beitrag für die Kategorie Bester Internationaler Film bei der Oscarverleihung 2027 ausgewählt.
| Film | |
| Titel | Possible Love |
|---|---|
| Originaltitel | 가능한 사랑 |
| Transkription | Ga-neung-han Sa-rang |
| Produktionsland | |
| Originalsprache | Koreanisch |
| Genre | Drama |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 164 Minuten |
| Altersempfehlung | ab 12[1] |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Lee Chang-dong |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik | Jung Jae-il |
| Kamera | Kim Ji-yong |
| Schnitt | Kim Da-won |
| Besetzung | |
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Handlung
Bei den Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm lernen eine Regisseurin und ihr Ehemann ein anderes Ehepaar kennen – einen entlassenen Arbeiter und dessen Ehefrau. Fortan müssen sich Mi-ok und ihr Gatte Ho-seok sowie Sang-woo und dessen Ehefrau Ye-ji mit ihren unterschiedlichen Lebensumständen und verborgenen Sehnsüchten auseinandersetzen. Der scheinbar stabile Alltag der beiden Paare gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht.[2][3]
Entstehungsgeschichte

Possible Love ist der siebte Spielfilm des südkoreanischen Regisseurs Lee Chang-dong. Das Drehbuch verfasste er gemeinsam mit Oh Jung-mi, mit der er bereits an seinem vorherigen Spielfilm Burning (2018) zusammengearbeitet hatte.[3] Das Projekt soll auf eine Anregung des polnischen Filmproduzenten Maciej Musiał zurückgehen, der sich um eine Neuverfilmung von Krzysztof Kieślowskis Dekalog-Reihe (1988–1989) bemühte. Als erster Beitrag war daraus Asghar Farhadis Histoires parallèles (2026) hervorgegangen.[4]
Für die Hauptrollen der beiden Ehepaare wurden die südkoreanischen Schauspieler Jeon Do-yeon, Sul Kyung-gu, Zo In-sung und Cho Yeo-jeong verpflichtet. Jeon hatte bereits unter Lees Regie in Secret Sunshine (2007) gespielt und war dafür bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet worden. Sul übernahm Hauptrollen in Lees Spielfilmen Peppermint Candy (2000) und Oasis (2002). Beide Darsteller standen zudem gemeinsam für I Wish I Had a Wife (2001), Birthday (2019) und Kill Boksoon (2023) vor der Kamera.[3]
- Jeon Do-yeon (2024)
- Sol Kyung-gu (2019)
- Zo In-sung (2026)
- Cho Yeo-jeong (2024)
Die Dreharbeiten fanden von August bis September 2025 statt.[5][6] Als Kameramann fungierte Kim Ji-yong, den Lee als Produzent von Jang Joon-hwans Spielfilm Hwayi: A Monster Boy (2013) kannte. Für den Schnitt zeichnete Kim Da-won verantwortlich,[7] Editor von Lees Burning und dessen Kurzfilm Heartbeat (2022).
Die Filmmusik komponierte Jung Jae-il, der zuvor an Filmen wie Okja, Parasite oder der Serie Squid Game beteiligt war.[8]
Possible Love wurde von Pinehouse Film produziert, mit dem Lee bereits bei Burning zusammengearbeitet hatte. Ebenfalls beteiligt waren Anonymous Content und NowFilm Co.[5] Einige Produzenten zogen sich jedoch später aus dem Projekt zurück, wodurch es zu finanziellen Schwierigkeiten kam. Zuvor hatten auch die Hauptdarsteller Gagenkürzungen zugestimmt. Nachdem außerdem die staatliche Förderung für Possible Love weggefallen war, wurde das US-amerikanische Medienunternehmen und der Streamingdienst Netflix als Partner gewonnen. Für Lee war es die erste Zusammenarbeit mit Netflix. Dadurch soll eine ursprünglich geplante Uraufführung bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes nicht mehr möglich gewesen sein.[9]
Veröffentlichung
Die Weltpremiere von Possible Love fand am 6. September 2026 im Rahmen der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig statt.[10] Der Film wurde in den Hauptwettbewerb eingeladen.[2] In der Geschichte des Festivals ist es der zwölfte koreanische Film, der im Wettbewerb gezeigt wird.[11][12]
In Nordamerika wird das Werk erstmals beim 51. Toronto International Film Festival gezeigt, wo es in der Sektion Special Presentations läuft.[13] Auch das Filmfestival von New York nahm Possible Love mit in sein Hauptprogramm auf.[14]
Beim Ende September 2026 beginnenden Zurich Film Festival wurde Lees Regiearbeit für die Sektion Gala Premieren ausgewählt.[15]
In Südkorea startet Possible Love am 23. September 2026 im Kino. In Australien folgt der Kinostart am 22. Oktober 2026, in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Irland und Japan am darauffolgenden Tag. Am 6. November 2026 wird der Film weltweit in das Streamingangebot von Netflix aufgenommen.[16]
Auszeichnungen
Lee Chang-dong wurde mit Possible Love zum zweiten Mal nach 2002 in den Wettbewerb um den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig eingeladen. Im Rahmen der beim Filmfestival von Toronto vergebenen TIFF Tribute Awards wurde ihm der Regiepreis zuerkannt.[17]
Ende August 2026 wurde Possible Love als südkoreanischer Beitrag für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Internationaler Film ausgewählt. Das 15 Mitglieder zählende Komitee unter Leitung des Filmkritikers Jung Sung-il gehörte unter anderem auch der Filmemacher Lee Han an.[18]
| Festival | Kategorie | Resultat | Person |
|---|---|---|---|
| Venedig (2026) | Goldener Löwe – Bester Film | Nominiert | Lee Chang-dong |
| Toronto (2026) | TIFF Ebert Director Award | Gewonnen | Lee Chang-dong |
Weblinks
- Possible Love bei Netflix
- Possible Love bei IMDb
- Possible Love in der Korean Movie Database des Korean Film Archive (englisch/koreanisch)
- Possible Love auf HanCinema (englisch)
