Powder Mountain Icefield

Gletscher in Kanada From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Powder Mountain Icefield, auch als Powder Mountain Icecap oder Cayley Icefield bezeichnet, ist ein Gletscherfeld in den Pacific Ranges im Südwesten der kanadischen Provinz British Columbia. Es liegt etwa 20 km westlich von Whistler und etwa 90 km nördlich von Vancouver. An der Westseite des Eisfeldes liegt das Tal des Squamish River, während sich im Osten das Callaghan Valley befindet, der Austragungsort der Nordischen Disziplinen der Olympischen Winterspiele 2010.

Satellitenbild des Powder Mountain Icefield

Das Eisfeld wird von verschiedenen vulkanischen Formationen flankiert, darunter dem aktiven Mount Cayley. Weitere Gipfel sind der Powder Mountain, der Brandywine Mountain und der Mount Fee. Der Mount Callaghan, ein ruhender Vulkan, liegt genau nordöstlich des Eisfeldes, der Mount Brew genau südlich.

Geologie

Zahlreiche subglaziale Eruptionen in Nachbarschaft des Powder Mountain Icefield ließen viele subglaziale Vulkane im Mount-Cayley-Vulkanfeld entstehen und enthalten aufgrund der raschen Abkühlung der Lava häufig vulkanisches Glas und feine Verbünde wie die Ember Ridge und den Slag Hill.[1] Mineralogisch gesehen sind die Gesteine der Vulkane andesitisch bis rhydazitisch und chemisch gesehen andesitisch bis dazitisch.[1] Glasige Vulkanite sind häufig; der Glasgehalt beträgt bis zu 70 %.[1] Vulkane wie der Tafelvulkan Slag Hill entstanden, als Magma in das darüber liegende Powder Mountain Icefield intrudierten und eine vertikale Röhre in das Eis schmolzen. Die teilweise geschmolzene Masse kühlte zu einem riesigen Block ab, wobei die Schwerkraft seine Spitze abflachte, sodass seine flachgipflige, steilwandige vulkanische Struktur entstand.[1] Die letzte vulkanische Aktivität im Powder Mountain Icefield trat in den vergangenen 10.000 Jahren auf.[2]

Erschließungsvorhaben

Das Eisfeld war eine von mehreren Orten in den südlichen Coast Mountains, die aufgrund des Erfolges des nahegelegenen Ressorts Whistler-Blackcomb bei Whistler das Interesse für die Einrichtung von Ski-Ressorts weckten. Eine Ausschreibung im Jahr 1985 gewannen die Powder Mountain Resorts, welche die prinzipielle Zustimmung der Provinz-Regierung für ihr Projekt-Design errangen, welches eine kleine Stadt für die Basis am Callaghan Lake enthielt. Der Minister für Forst und Land, Jack Kempf, wurde vom damaligen Premierminister Bill Vander Zalm angewiesen, weitere Aktivitäten zugunsten der Callaghan Resorts Inc. zu unterlassen, was vom damaligen Justizminister Les Peterson unterstützt wurde. Ein Verfahren wegen Vertragsbruchs und Amtsmissbrauchs, das von den Organisatoren des Powder Mountain Resort, Nan und Dianne Hartwick, angestrengt wurde, wurde vom Obersten Gerichtshof von British Columbia 1999 abgewiesen, aber der Appellationsgerichtshof weigerte sich 2000, die Entscheidung des nachgeordneten Gerichts zu kippen. Eine Klage beim Obersten Gerichtshof von Kanada ist noch anhängig.

Ein Sonder-Staatsanwalt wurde ernannt, aber die Ermittlungen wurden aufgrund fehlender Beweise 2003 unterbrochen, drei Wochen bevor Vancouver und Whistler die Austragung der Olympischen Winterspiele 2010 gewannen. In der Zwischenzeit wurde 1998 im Callaghan Valley eine Nordic Lodge gegründet, unmittelbar bevor das Kanadische Olympische Komitee Vancouver als Austragungsort der Spiele 2010 wählte und gegen Calgary und Quebec City entschied. Der Eigentümer der Nordic Lodge war ein Marketingbeauftragter (engl. promoter) für die Nutzung des Callaghan Valley für die olympischen Wettbewerbe im Skispringen, Tiefschneefahren, Biathlon und weiteren nordischen Disziplinen. Die Marketingleute von Powder Mountain, Nan und Dianne Hartwick, drängten weiterhin auf die Nachforschungen zu Hinterzimmerabsprachen, die dazu geführt hatten, dass ihr Projekt beseite geschoben wurde, und außerdem auf die Aufklärung der Verbindungen zwischen den Mitgliedern des Vancouver Organizing Committee (VANOC) und denen der Provinz-Regierung, die halfen, ihr Projekt scheitern zu lassen. Die Provinz hatte auch Erlaubnisse für andere Tätigkeiten im Tal wie den Betrieb von Skiliften und Schneemobil-Touren erteilt, sowie Genehmigungen für den Bau des Whistler Olympic Park durchgedrückt, den Austragungsort der Nordischen Wettbewerbe. Die Position der Hartwicks ist, dass diese Erschließungen ihre mit der Provinz-Regierung geschlossene Grundsatzvereinbarung verletzten, welche die Provinz-Regierung wiederum für nicht ausreichend abgesichert hielt.

Der Chef der RCMP Commercial Crimes Unit, Kevin deBruyckere, bestätigte 2007, dass eine Überprüfung vorgenommen würde, und dass die Aussagen der Hartwicks neue Beweise für einen Interessenskonflikt darstellten. Die Hartwicks hoben hervor, dass sie keine Olympia-Gegner seien, sondern dass ihr endgültiges Ziel ausschließlich die Wiedereinsetzung in ihr Recht zur Vollendung ihres Resort-Vorhabens sei.[3][4]

Siehe auch

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Einzelnachweise

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