Prinsens Port
Stadttor von Fredericia (Dänemark)
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Prinsens Port (deutsch: Prinzentor) ist ein Stadttor durch die Wallanlagen der Stadt und Festung Fredericia in Ostjütland, Dänemark. Bei seiner Erbauung führte die Hauptzugangsstraße der Stadt durch das Tor. Direkt dahinter liegt der Landsoldatpladsen (deutsch: Platz des Landsoldaten) mit der berühmten Plastik von Herman Wilhelm Bissen. Es ist das älteste erhaltene Tor der Stadt und steht unter Denkmalschutz.[1]

Geschichte
Als Fredericia 1650 gegründet wurde, war die gesamte Stadt von einem Wall und einem Graben umgeben. Der Zugang war nur durch das Prinsens Port, das Kongens Port und das Dronningens Port möglich.[2] Das Prinsens Port wurde ursprünglich 1660 als Haupttor der Festungsanlage und Stadt erbaut. Das erste Tor war aus Holz und mit einer hölzernen Zugbrücke versehen. Die Konstruktion war nicht ausgereift und musste mehrfach erneuert und instand gesetzt werden, bis 1753 das heutige Backsteintor im klassizistischen Stil durch Cornelius Hansen errichtet wurde. Es wurde von Samuel Christoph Gedde, einem Offizier und Militärarchitekten, entworfen.
Bereits 1735 wurde das heute ebenfalls denkmalgeschützte Hauptwachhaus zusammen mit der Wallanlage als Wach- und Palisadenhaus errichtet. Es diente als Zollstation für die Wareneinfuhr in die Stadt. Als Anbau des Wachhauses gab es ein Blockhaus, das als Gefängnis diente. Es wurde später abgerissen.
1794 war die Zugbrücke erneut baufällig und es wurde beschlossen, sie durch einen Erdwall zu ersetzen.
Während die Festung in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung von Mai bis Juli 1849 von der Schleswig-Holsteinischen Armee belagert wurde, wurde ein Fußgängerweg durch den Wall (Durchbruchstor) gegraben, der mit einem Weg an der Südseite des Walls verbunden war und zur überdachten Straße führte.
Um 1900 wurde deutlich, dass das Tor zu einem Engpass für den Verkehr in die Stadt und aus der Stadt heraus wurde. 1924 wurde 50 Meter weiter südlich das Danmarks Port errichtet und 1926 für den Verkehr freigegeben.[2]
1944 wurde das Tor an beiden Enden zugemauert, um als Schutzraum zu dienen. An beiden Enden wurde ein Tor installiert, das tagsüber geöffnet war, damit Menschen hindurchgehen konnten. Anders als der Wall gehört das Tor nicht der Gemeinde Fredericia, sondern der Slots og Ejendomsstyrelsen, die dem Wohnungsbauministerium untersteht.[3]
Im Dezember 1957 wurde das alte Wappen entfernt und im Sommer 1958 durch eine neue Kopie ersetzt. Das Material für die Kopie wurde aus Deutschland importiert. Am 2. Mai 2000 wurden am Westende zwei neue Torflügel eingebaut. Die alten Tore waren vor vielen Jahren verschwunden, nur die Torpfosten für die Scharniere waren noch vorhanden.[3]
Heute
Das Prinzentor ist heute nur noch für den Fußgängerverkehr nutzbar. Es liegt nach wie vor inmitten der Wallanlagen der Stadt, die zu den am besten erhaltenen Wallanlagen Nordeuropas zählen. Mit der heutigen Nutzung als öffentliche Parkanlage ist die Wallanlage einer der größten Stadtparks Dänemarks.[4]