Prism (Conference-Call-Album)
Musikalbum der Formation Conference Call um Gebhard Ullmann
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Prism ist ein Musikalbum der Formation Conference Call um Gebhard Ullmann. Die am 31. Oktober und am 1. November 2016 im Blackdog Recording Studios in Rochester (New York) entstandenen Aufnahmen erschienen 2020 auf Not Two Records.
| Prism | ||||
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| Studioalbum von Conference Call (Gebhard Ullmann, Michael Jefry Stevens, Joe Fonda, Dieter Ulrich) | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
7 | |||
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53:09 | ||||
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Besetzung |
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Conference Call | ||||
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Studio(s) |
Blackdog Recording Studios, Rochester (New York) | |||
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Hintergrund
Der selbst geprägte Insiderwitz über dieses internationale Quartett spiegelt sich in seinem Namen wider. Da zwei Mitglieder der Gruppe (Michael Jefry Stevens, Joe Fonda) aus den USA, eines aus Deutschland (Gebhard Ullmann) und eines aus der Schweiz (Dieter Ulrich) stammen, benötigen sie buchstäblich eine „Telefonkonferenz“, wann immer sie miteinander kommunizieren müssen, notierte Roger Farbey. Die Band bestand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums seit über 20 Jahren und dies war ihre zehnte Aufnahme; ihre beiden vorherigen Alben What About...? (Not Two Records, 2010) und Seven (Live @ Firehouse 12) (Not Two Records, 2013) waren Doppel-CDs.[1]
Im Laufe der Jahre hat die Gruppe von Gebhard Ullmann mit dem Pianisten Michael Jefry Stevens und dem Bassisten Joe Fonda zudem von einer Vielzahl von Schlagzeugern profitiert. Matt Wilson war der erste Schlagzeuger der Gruppe und spielte auf ihrem Debütalbum Final Answer (Soul Note, 2002). Ihr zweiter Schlagzeuger, der auf der zweiten Europatournee der Gruppe spielte, war der Perkussionist Han Bennink. Ihm folgte George Schuller, der mit kurzer Unterbrechung (wo ihn Gerry Hemingway ablöste) am längsten Schlagzeuger des Quartetts war. Für dieses Album stieß jedoch erstmals der Schweizer Schlagzeuger Dieter Ulrich zur Gruppe.[1]
Titelliste
- Conference Call – Gebhard Ullmann, Michael Jefry Stevens, Joe Fonda, Dieter Ulrich: Prism (Not Two Records – MW1004-2)[2]
- F.J.D. (Ullmann) 6:18
- Prism (Stevens) 5:39
- Listen to Dr. Cornel West (Fonda) 12:55
- Variations on a Master Plan (Part 2) (Ullmann) 6:39
- Sal’s Song (Stevens) 9:04
- The Bee (Fonda) 7:54
- Zeit Lupe (Ullmann) 5:40
Rezeption

Nach Ansicht von Dan McClenaghan, der das Album in All About Jazz rezensierte, klingt Prism von der Band Conference Call beim Eröffnungsstück des Albums, „F.J.D.“, „wie eine Gruppe von Typen, die einen überfallen könnten: eine freche, turbulente, konfrontative Truppe“, die beim Musizieren nach dem Motto „Wir lassen uns von niemandem etwas gefallen“ vorgehe. Das sei das Verdienst des Saxophonisten Gebhard Ullmann mit seinem mürrischen, an einen aus seinem Mittagsschlaf geweckten Arbeiter erinnernden Tenorsaxophon-Sound und dem kraftvollen Bass von Joe Fonda (den man bis in die Knochen spüre), begleitet vom aggressiven Getöse von Dieter Ulrich – dem dritten <sic!> Schlagzeuger der Gruppe in ihrer zwanzigjährigen Geschichte – sowie den perkussiven Wirbelwind-Machenschaften des Pianisten Michael Jefry Stevens.[3]
Das Album biete eine vielseitige Auswahl an Stücken, die eine Vielzahl von Stilen und Einflüssen widerspiegelten, meint Roger Farbey im Jazz Journal. Die ersten beiden Titel würden unverfälscht frei klingen. Der darauf folgende dritte Titel, „Listen to Dr. Cornell West“, sei ein langes Herzstück, das erst zur Hälfte wirklich zusammenwachse, wenn es durch eine von einem Tenorsaxophon getragene Melodie über einem Bass-Ostinato, kombiniert mit einem regelmäßigen Rhythmus und einem Gefühl von konventionellerer Geschlossenheit, zufriedenstellend konsolidiert werde, während es sich dennoch explorativ anfühle.[1]
Weblinks
- Prism von Conference Call – Gebhard Ullmann, Michael Jefry Stevens, Joe Fonda, Dieter Ulrich. In: Bandcamp. (englisch).