Prolegal

Verein für hauptsächlich die Liberalisierung des Waffenrechts in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Prolegal Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V. (kurz Prolegal, Eigenschreibweise: prolegal) ist ein Verein, der sich hauptsächlich für die Liberalisierung des Waffenrechts in Deutschland einsetzt. Er zählt zur Waffen-Lobby.

Gründung28. November 2009 in Bruchsal
VorstandAlexander Titze, Rainer Assmann (stellv.), Thomas Kullmann (stellv.)[1]
DirektoriumMarkus Bartram, Peter Biller, Thomas Dillenburg, Daniel Fraske, Franz K. Ronellenfitsch, David Schiller[1]
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prolegal Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V.
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Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 28. November 2009 in Bruchsal
Vorstand Alexander Titze, Rainer Assmann (stellv.), Thomas Kullmann (stellv.)[1]
Direktorium Markus Bartram, Peter Biller, Thomas Dillenburg, Daniel Fraske, Franz K. Ronellenfitsch, David Schiller[1]
Mitglieder 5.600[2]
Website www.prolegal.de
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Vereinsprofil und Zielsetzung

Prolegal wurde im November 2009 gegründet. Der verbandsunabhängige Verein vertritt nach eigener Darstellung bundesweit die Interessen privater, legaler Waffenbesitzer wie Schützen, Jäger, Waffensammler, aber auch Paintball-Sportler und Messersammler in Deutschland. Prolegal wird in der Übersicht der vergleichbaren internationalen Organisationen von der IAPCAR gelistet.[3] Prolegal veröffentlicht monatliche Newsletter zur Information der Öffentlichkeit und der Vereinsmitglieder. Die Newsletter stehen in gedruckter sowie elektronischer Form zur Verfügung.

Vereinsgeschichte

Der Verein wurde am 28. November 2009 gegründet, die konstituierende Sitzung mit Vorstandswahl fand am 13. Dezember 2009 statt. Zur Waffenmesse IWA[4] 2010 in Nürnberg wurde Prolegal als deutsche Vertretung in die „International Association for the Protection of Civilian Arms Rights“ (IAPCAR) aufgenommen.[3]

„Interessenbereich: Prolegal setzt sich für ein effizientes, allgemein verständliches Waffenrecht ein und fördert die öffentliche Akzeptanz von Waffen sei es als Sport-, Jagdwaffe oder als Sammelobjekt. Prolegal setzt sich dafür ein, die Traditionen der Jagd, des Schießsports, des Büchsenmacherhandwerks und der Sammler zu bewahren und fortzuführen.“

Angaben von Prolegal in der Öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern, Deutscher Bundestag, Stand: 16. Juli 2010

Der Verein wird nach eigenen Angaben von über 40 Firmen aus der Waffenbranche unterstützt.[5]

Kontroverse

Auf der eigenen Webseite behauptete Prolegal 2012, dass die Grünenpolitikerin Claudia Roth eine Waffe in ihrer Handtasche mitführen würde. Roth zwang den Verein, die Meldung von der Seite zu nehmen[6] und bezeichnete das Vorgehen von Prolegal als perfide[n] Versuch, im Internet mit haltlosen Behauptungen ein Gerücht zu streuen.[7]

Mediale Rezeption

  • Unter der Überschrift „Die Waffenlobby kommt“ berichtete nach dem Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009 und den daraus resultierenden Anschuldigungen gegen legale Waffenbesitzer in Deutschland die Fachzeitschrift „Deutsches Waffenjournal“ (DWJ) in ihren Nachrichten mit dem Hinweis, „eine breite Basis aller Sportschützen, Jäger, Waffensammler und sonstiger vom Waffengesetz betroffener Bürgerinnen und Bürger“ habe in der Diskussion bislang gefehlt, von der Gründung des Vereins Prolegal.[8]
  • In der Ausgabe 2/2010 des internationalen Waffen-Magazins Visier wurde über die Neugründung des Vereins Prolegal berichtet.[9]
  • Das Deutsche Waffenjournal meldete u. a. in seinen Berichten, dass sich Prolegal zweier waffenrechtlicher Präzedenzfälle annehmen werde, um den betroffenen legalen Waffenbesitzern seitens der Interessengemeinschaft Unterstützung zukommen zu lassen.[10]
  • Das internationale Waffen-Magazin „VISIER“ rief in ihrem Editorial 07/2010[11] auf, die Interessengemeinschaften Prolegal, FvLW[12] oder Forum Waffenrecht, seit März 2024 Bundesverband zivile Legalwaffen durch eine Mitgliedschaft zu stärken. Im Juli 2010 stieg die Mitgliederzahl von Prolegal von 1500 auf 1900 (Stand 28. Juli 2010).
  • Die Fachzeitschrift DWJ (Deutsches Waffen-Journal) stellte in ihrer Ausgabe 08/2010 die drei Interessengemeinschaften FvLW, FWR und Prolegal als „Interessenvertretungen: Kämpfer für den Besitz legaler Waffen“ vor. Laut Angaben der DWJ besitzt Prolegal ein Netzwerk mit über 50.000 bundesweiten Kontakten in Deutschland.[13]

Literatur

  • Andreas Wilhelmus: Gegenwehr. In: DWJ Europas großes Waffen-Magazin. Ausgabe 08/2010, 2010, S. 10–13.

Einzelnachweise

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