Prosulfocarb

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Prosulfocarb ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiocarbamate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Prosulfocarb
Allgemeines
Name Prosulfocarb
Andere Namen
  • S-Benzyl-N,N-dipropylthiocarbamat
  • S-Benzyl-N,N-dipropylcarbamothioat
Summenformel C14H21NOS
Kurzbeschreibung

gelbliche Flüssigkeit mit süßlichem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 52888-80-9
EG-Nummer 401-730-6
ECHA-InfoCard 100.100.363
PubChem 62020
ChemSpider 55867
Wikidata Q22808799
Eigenschaften
Molare Masse 251,39 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,042 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

< −10 °C[1]

Siedepunkt
Dampfdruck

6,93 hPa (25 °C)[1]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (13,2 mg·l−1 bei 20 °C)[1]
  • mischbar mit organischen Lösungsmitteln[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302317411
P: 261264273280301+312302+352[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Prosulfocarb kann durch Reaktion von N,N-Dipropylcarbamoylchlorid mit Benzylmercaptan oder durch Reaktion von Benzylmercaptan mit Phosgen und anschließende Reaktion mit Dipropylamin gewonnen werden.[3][5]

Eigenschaften

Prosulfocarb ist eine gelbliche Flüssigkeit mit süßlichem Geruch, die praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Die Verbindung ist bei 52 °C mindestens zwei Monate stabil.[3]

Verwendung

Prosulfocarb wird als selektives systemisches Vorauflauf-Herbizid verwendet, das 1988 von ICI (jetzt Syngenta) eingeführt wurde.[6][7][3] Es wird zur Bekämpfung von Unkräutern, insbesondere Kletten-Labkraut und Gräsern in Wintergetreide, Sommergerste, Sonnenblumen, Ackerbohnen, Futtererbse Kartoffeln und anderen eingesetzt.[8] Der Wirkstoff inhibiert die Lipid-Biosynthese, indem er die Verlängerung der Fettsäure-Ketten verhindert und so die Bildung von Membran-Lipiden stört und das Pflanzenwachstum mindert.[6]

Zulassungsstatus

In vielen Staaten der EU, darunter auch Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[9]

Einzelnachweise

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