Protestantische Christuskirche (Weidenthal)
Kirchengebäude in Weidenthal
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Die Protestantische Christuskirche ist ein Sakralbau in Weidenthal. Sie gehört zur Protestantischen Kirchengemeinde Weidenthal-Frankenstein-Neidenfels im Dekanat Neustadt der Evangelischen Kirche der Pfalz. Sie steht seit 1992 unter Denkmalschutz und gilt als „orts- und landschaftsbildprägend“.[1]
| Protestantische Pfarrkirche | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Ort | Weidenthal | |
| Baustil | Neogotik | |
| Baujahr | 1862–1864 | |
| Koordinaten | 49° 25′ 19″ N, 7° 59′ 24,1″ O | |
Lage
Die Kirche steht mit der Hausnummer 2 in der Langentalstraße (Kreisstraße 38). Unmittelbar östlich fließt der Hochspeyerbach.
Architektur und Innenausstattung
Das Gotteshaus ist ein gotisierender Saalbau aus Sandsteinquadern.
Wie für protestantische Kirchen üblich ist die Innenausstattung schlicht und mit wenig Schmuck gehalten.[2] Dennoch wurde 1978 auf dem Altar die überlebensgroße, aus Lindenholz geschnitzte Christusstatue aufgestellt.[3] Sie ist ein Werk des norddeutschen Bildhauers Otto Flath. Mit ausgebreiteten Armen und mildem Gesichtsausdruck steht Jesus auf dem Altar, Reliefs auf seinem Gewand zeigen Szenen aus seinem Leben und Wirken.[4] Nach der großen Innenrenovierung von 1997 erhielt die Kirche 1998 im Altarraum einen neuen Taufstein aus Sandstein.[3] Der Fuß ist als Samenkorn gestaltet, aus dem ein Lebensbaum erwächst, der eine Dornenkrone trägt. Aus ihr wachsen zwölf Ähren als Symbole der zwölf Apostel, die für die Gemeinde stehen, dazwischen die Symbole der vier Evangelisten. Geschaffen wurde der Taufstein von dem Bildhauer Karl-Heinz Siebert aus Hinzweiler.[4]
Geschichte
Nachdem die 1737 gebaute Weidenthaler Kirche schon seit Langem zu klein geworden war, beschloss der Gemeinderat der Zivilgemeinde 1860 den Neubau einer protestantischen Kirche. Diese Kirche wurde von 1862 bis 1864 nach den Plänen des Architekten K. Kaercher aus Neustadt errichtet und „am 16. October 1864 durch feierliche Einweihung den Protestanten zu gottesdienstlichem Gebrauche übergeben“. So steht es im Tympanon über dem Portal. Erst 1902 wurde die Kirche der protestantischen Kirchengemeinde als Eigentum übertragen, mit der Verpflichtung, das Gebäude fortan selbst instand zu halten.[4] 1995 wurde sie renoviert.[2]
Literatur
- Georg Peter Karn, Ulrike Weber (Bearb.): Kreis Bad Dürkheim. Stadt Grünstadt, Verbandsgemeinden Freinsheim, Grünstadt-Land und Hettenleidelheim (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 13.2). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2006, ISBN 3-88462-215-3.
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Bad Dürkheim (PDF; 5,1 MB). Mainz 2023.
