Protestantische Kirche Freimersheim
Kirchengebäude in Freimersheim, Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz
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Die denkmalgeschützte Protestantische Kirche in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Freimersheim im vorderpfälzischen Gäu ist ein Kirchengebäude der protestantischen Kirchengemeinde Freimersheim-Kleinfischlingen-Großfischlingen. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde Altdorf-Böbingen-Duttweiler-Venningen betreibt die Gemeinde das Pfarramt „Prot. Kirchen im Gäu“. Die Kirche gehört damit zum Kirchenbezirk Neustadt an der Weinstraße der Evangelischen Landeskirche der Pfalz.
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| Basisdaten | |
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| Konfession | evangelisch |
| Ort | Freimersheim (Pfalz), Deutschland |
| Landeskirche | Evangelische Kirche der Pfalz |
| Baugeschichte | |
| Baujahr | 1753 (Schiff und Chor) 13. Jh. (Turm) |
| Baubeschreibung | |
| Baustil | Spätbarock |
| Bautyp | Saalkirche |
| 49° 16′ 8,8″ N, 8° 13′ 22,6″ O | |
Lage
Das Kirchengebäude liegt, von einem Kirchgarten umgeben, im westlichen Teil Freimersheims zwischen Haupt- und Kirchstraße. Unmittelbar neben ihr befindet sich das Gebäude des Protestantischen Pfarramts „im Gäu“.
Geschichte
Bereits seit 1145 war in Freimersheim eine Pfarrkirche vorhanden, die dem heiligen Martin von Tours gewidmet war. Die Reformation wurde um das Jahr 1557 durch den Ortsherren Wolfgang von Weingarten eingeführt, was aus einer Ermahnung des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand I. hervorgeht. Formell wurde die Kirche 1596 den Protestanten zugesprochen. Noch bis 1601 fanden dort katholische Gottesdienste statt. Anschließend feierte man bis 1718 protestantische Gottesdienste nach der Confessio Augustana. Kurzzeitig wurde die Kirche 1719 wieder den Katholiken zugeschlagen, ehe sie das Gebäude schon ein Jahr später wieder an die Protestanten zurückgeben mussten. Ab 1721 wurde die Kirche zum Simultaneum, sodass beide Konfessionen das Nutzungsrecht gemeinsam innehatten.
Durch den Westfälischen Frieden waren die Rechte der Protestanten nach Übernahme der Ortsherrschaft durch einen katholischen Herrn geschützt. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die bisherige Simultankirche abgebrochen. Die Katholiken konnten fortan die ehemalige Hofkapelle der Herren von Bassenheim nutzen; die Protestanten erhielten ein neues Gotteshaus. Der mittelalterliche Turm der Vorgängerkirche wurde für das neue Kirchengebäude der Protestanten erhalten.
Im Zuge der Französischen Revolution wurde die Inneneinrichtung der Kirche zerstört und das Gebäude zu einem Pferdestall umfunktioniert. Erst 1861 konnte eine umfangreiche Renovierung vorgenommen werden. Aus dieser Zeit stammt auch die Orgel. In den Jahren 1914, 1960/1962, 1988 und 2009/2010 erfolgten Renovierungen des Kirchengebäudes und des Turmes.
Beschreibung
Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um eine kleine Saalkirche im Stil des Barock mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor. Der erhaltene Westturm aus dem 13. Jahrhundert ist äußerlich nicht in Geschosse unterteilt und besteht aus unverputzten Quadersteinen. Das Schiff und der Chor sind äußerlich durch Pilaster gegliedert.
Das zentrale Buntglasfenster im Chor zeigt eine Christusfigur und wurde 1904 von dem Glasmaler Johannes Kriebitzsch geschaffen.
Orgel
Bei der ersten belegten Orgel der Kirche handelt es sich um ein im Jahr 1782 von Johann Ignaz Seuffert gebautes Instrument. Dieses wurde 1794 durch französische Truppen zerstört. Um der Situation Abhilfe zu schaffen, erwarb man 1811 ein gebrauchtes Instrument aus Großsachsen, das allerdings in schlechtem Zustand war.
So wurde 1861 die heutige Orgel von Gustav Schlimbach mit mechanischen Trakturen als Ersatz gebaut. 1979 wurde sie von Werner Owart und 2021 von Peter Ohlert[1] restauriert. Die Orgel verfügt über 12 Register auf einem Manual und Pedal. Die Windladen des Manuals sind als Schleifladen und die des Pedals als Kegelladen ausgeführt. Die Disposition lautet:[2]
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- Koppel: Pedalkoppel
Literatur
- Hans Caspary (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland. 2., bearbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 1984, ISBN 3-422-00382-7 (dehio.org [abgerufen am 29. April 2026]).
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2026, S. 38 (PDF; 10 MB).
Weblinks
- Kirchen in Freimersheim. In: Webauftritt der Gemeinde Freimersheim.
- Prot. Kirchengemeinde Freimersheim-Kleinfischlingen-Großfischlingen. In: Webauftritt des Protestantischen Dekanats Neustadt an der Weinstraße.
