Prylukiwka

Ort im Rajon Melitopol, Ukraine From Wikipedia, the free encyclopedia

Prylukiwka (ukrainisch Прилуківка; russisch Прилуковка Prilukowka) ist ein Dorf im Rajon Melitopol des Oblast Saporischschja, es geht auf das Dorf Münsterberg als Teil der Kolonie Molotschna zurück.

Schnelle Fakten Basisdaten, Verwaltung ...
Prylukiwka
Прилуківка
Wappen fehlt
Prylukiwka (Ukraine)
Prylukiwka (Ukraine)
Prylukiwka
Basisdaten
Staat: Ukraine Ukraine
Oblast:Oblast Saporischschja
Rajon:Rajon Melitopol
Höhe:16 m
Fläche:0,74 km²
Einwohner:214 (2001)
Bevölkerungsdichte: 289 Einwohner je km²
Postleitzahlen:72340
Vorwahl:+380 6192
Geographische Lage:47° 2′ N, 35° 29′ O
KATOTTH: UA23080270100079696
KOATUU: 2323083904
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Verwaltung
Adresse: вул. Гагаріна буд. 33
72340 с. Світлодолинське
Prylukiwka (Oblast Saporischschja)
Prylukiwka (Oblast Saporischschja)
Prylukiwka
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Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Landgemeinde Terpinnja,[1] bis dahin war es Teil der Landratsgemeinde Switlodolynske im Nordosten des Rajons Melitopol.

Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.

Münsterberg

Der Ort wurde 1804 von 21 Mennonitenfamilien aus Preußen am Ostufer des Flusses Molotschna angelegt. Die Dorfstraße folgte den Flussbiegungen und war nach dem Heimatort in Westpreußen benannt. Die Regierung stellte Verpflegungen, Bauholz und zinslose Darlehen zur Verfügung. Die ersten Jahre waren schwer, aber dann entwickelte sich Münsterberg zu einer wohlhabenden und ansehnlichen Siedlung. Zwei artesische Brunnen versorgten den Ort, eine dritte Quelle nährte einen Teich am Rande der Dorfweide. In der Mitte des Ortes stand die Schule, daneben befand sich eine Feuerstation. Im Jahr 1908 waren hier u. a. drei motorisierte Getreidemühlen, drei Wagenbaubetriebe, ein Holzwarenhandel und ein Metallwarenhandel ansässig. Nach dem Bürgerkrieg wurde das Land verstaatlicht und das Dorf Teil der Kolchose Komintern.

Literatur

  • Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 388389.

Einzelnachweise

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