Präsidentschaftswahl in Südkorea 2012

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Die 18. Präsidentschaftswahl in Südkorea fand am 19. Dezember 2012 statt. Laut dem offiziellen Endergebnis der südkoreanischen Wahlkommission gewann Park Geun-hye von der Saenuri-Partei und Tochter des früheren Präsidenten Park Chung-hee die Wahl mit 51,6 Prozent der Wählerstimmen. Dadurch gewannen die Konservativen nach der Amtszeit von Präsident Lee Myung-bak die zweite Präsidentschaftswahl in Folge.

 2007  Flagge Südkoreas  2017
18. Präsidentschaftswahl
19. Dezember 2012

Wählerstimmen 30.721.459
Wahlbeteiligung
 
75,84%   12,8%
Saenuri-Partei
(Neue Welt Partei)
Park Geun-hye
Stimmen 15.773.128  
 
51,6 %
Minju-Partei
(Demokratische Partei)
Moon Jae-in
Stimmen 14,692,632  
 
48,0 %

Wahlergebnisse
Karte der Wahlergebnisse

Präsident Südkoreas
Vor der Wahl
Lee Myung-bak
Hannara-Partei
(Große Nationalpartei)

Die Entscheidung über das neue Staatsoberhaupt wurde durch eine Mehrheitswahl (ohne etwaige Stichwahl) in einem Durchgang gefällt. In Südkorea sind Präsidentschaften lediglich auf eine Amtszeit beschränkt.

Hintergrund

Vorgeschichte und Kandidatenauswahl

Park Geun-hye bewarb sich bereits bei der parteiinternen Vorwahl der Konservativen zur Präsidentschaftswahl in Südkorea 2007, scheiterte jedoch an dem späteren Wahlgewinner Lee Myung-bak. Nachdem Park zur Parteichefin aufstieg, benannte sie die Hannara-Partei in Saenuri-Partei um.[1] Zusätzlich versuchte Park sich von Lee zu lösen und der Partei ein Image der politischen Mitte zu verpassen.[2] Park gewann die Vorwahlen mit fast 84 % der Stimmen gegen vier Konkurrenten.[3]

Bei der oppositionellen Demokratischen Partei wurde lange Zeit mit der Nominierung des Gouverneurs von Gyeonggi-do Sohn Hak-kyu gerechnet. Gegen Ende 2011 übernahm jedoch Moon Jae-in die Führungsrolle in den Umfragen zur Vorwahl.[4] Lange Zeit wurde über eine Kandidatur von Ahn Cheol-soo spekuliert[5], doch dieser entschied sich letztlich dagegen. Auch ein Angebot zum Eintritt in die Demokratische Partei lehnte er ab.[6] Moon gewann letztlich die parteiinternen Vorwahlen deutlich.[7]

Kampagne

Als die wichtigsten Sachthemen im Wahlkampf galten die Wirtschaft und die Vermögensverteilung. Daneben bestimmten die Außenpolitik sowie das Verhältnis zu Nordkorea die Wahl.[8] Während Park hauptsächlich mit wirtschaftspolitischen Themen Wahlkampf betrieb und dabei auch auf das Wirtschaftswunder unter ihrem Vater Park Chung-hee verwies[9], versprach Moon seine Regierung auf der Basis von Fairness und Gerechtigkeit aufzubauen.[10]

Ergebnisse

Neben Park und Moon traten noch vier weitere unabhängige Kandidaten bei der Wahl an. Zusammen erhielten sie jedoch lediglich 0,41 % der Wählerstimmen.

Während Moon in Seoul und den traditionell politisch linken Provinzen in Jeolla-do gewinnen konnte, gewann Park in den übrigen Landesteilen.

Weitere Informationen Sudogwon, Seoul ...
Sudogwon Seoul 3.024.572 48,18 % 3.227.639 51,42 %
Incheon 852.600 51,58 % 794.213 48,04 %
Gyeonggi 3.528.915 50,43 % 3.442.084 49,19 %
Gangwon 562.876 61,97 % 340.870 37,53 %
Chungcheong Daejeon 450.576 49,95 % 448.310 49,70 %
Chungcheongbuk-do 518.442 56,22 % 398.907 43,26 %
Chungcheongnam-do 658.928 56,66 % 497.630 43,26 %
Sejong 33.587 51,91 % 30.787 47,58 %
Honam
(Jeolla)
Gwangju 69.574 7,76 % 823.737 91,97 %
Jeollabuk-do 150.315 13,22 % 980.322 86,25 %
Jeollanam-do 116.296 10,00 % 1.038.347 89,28 %
Yeongnam
(Gyeongsang)
Busan 1.324.572 59,82 % 882.511 39,87 %
Ulsan 413.977 59,78 % 275.451 39,78 %
Daegu 1.267.789 80,14 % 309.034 19,53 %
Gyeongsangbuk-do 1.375.164 80,82 % 316.659 18,61 %
Gyeongsangnam-do 1.259.174 63,12 % 724.896 36,33 %
Jeju-do 166.184 50,46 % 161.235 48,95 %
Koreanische Diaspora 67.319 42,55 % 89.192 56,38 %
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Einzelnachweise

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