Pseudorhyssa
Schlupfwespengattung
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Pseudorhyssa ist eine Schlupfwespengattung in der Unterfamilie Pimplinae.[1] Das Taxon geht auf den US-amerikanischen Entomologen J. H. Merrill im Jahr 1915 zurück.[2] Typusart ist Pseudorhyssa sternata Merrill, 1915 (= Rhyssa nigricornis Ratzeburg, 1852). Die Gattung Pseudorhyssa ist in Deutschland mit zwei Arten vertreten.
| Pseudorhyssa | ||||||||||||
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Pseudorhyssa nigricornis ♀ | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pseudorhyssa | ||||||||||||
| Merrill, 1915 |

Taxonomie
Die Gattung Pseudorhyssa wurde lange Zeit der Unterfamilie Poemeniinae zugeordnet. Sie wurde erst im Jahr 2018 aufgrund molekularbiologischer Studien von den Poemeniinae zu den Pimplinae verschoben.[3] Innerhalb der Pimplinae wurde die Gattung der Tribus Delomeristini zugewiesen.[3]
Merkmale
Die Gattung Pseudorhyssa weist einen deutlichen Kiel am Praepectus (epicnemial carina) auf.[1] Das Mesoscutum (Rückenplatte) besitzt querverlaufende Rillen.[1][4] Der Clypeus ist klein und weist einen medianen apikalen Höcker (Tuberkel) auf.[1] Das zweite metasomale Tergit besitzt basolaterale Gruben.[1]
Lebensweise
Die Arten der Gattung Pseudorhyssa sind Kleptoparasiten von Rhyssinae.[1] Die Weibchen legen mit ihrem langen aber schwachen Legebohrer ein Ei in ein von einem Rhyssinae-Weibchen vorgebohrtes Loch. Aus dem Ei schlüpft rasch eine Larve, die im ersten Stadium besonders gut gepanzert ist. Diese tötet das Rhyssinae-Ei bzw. die Ryssinae-Larve, um anschließend die vom Rhyssinae-Weibchen gelähmte Wirtslarve zu verzehren.[1]
Systematik
Die Gattung Pseudorhyssa ist holarktisch verbreitet und umfasst drei beschriebene Arten.
- Pseudorhyssa acutidentata Kusigemati, 1984 – Ostpaläarktis
- Pseudorhyssa alpestris (Holmgren, 1860) – Westpaläarktis
- Pseudorhyssa nigricornis (Ratzeburg, 1852) – Westpaläarktis, Nearktis