Pszów

Stadt in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Pszów (deutsch Pschow) ist eine Stadt im Powiat Wodzisławski, Woiwodschaft Schlesien in Polen.

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Pszów
Wappen von Pszów
Pszów (Polen)
Pszów (Polen)
Pszów
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Wodzisław Śląski
Fläche: 20,42 km²
Geographische Lage: 50° 3′ N, 18° 24′ O
Höhe: 311 m n.p.m.
Einwohner: 13.007
(1. Jan. 2024)[1]
Postleitzahl: 44-370
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SWD
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 933
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Einwohner: 13.007
(1. Jan. 2024)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2415011
Verwaltung (Stand: 2024)
Bürgermeister: Piotr Kowol
Adresse: ul. Pszowska 532
44-370 Pszów
Webpräsenz: www.pszow.pl
Schließen

Geografie

Pszów liegt 51 Kilometer südwestlich von Kattowitz und sieben Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Wodzisław Śląski.

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 20,42 Quadratkilometern, davon werden 62 Prozent landwirtschaftlich genutzt und 14 Prozent der Fläche sind mit Wald bedeckt.[2]

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung einer Siedlung an dieser Stelle erfolgte im Jahr 973. 1265 wurde zum ersten Mal der Name Pszów erwähnt. Für das Jahr 1293 ist die Existenz einer ersten hölzernen Kirche belegt, um das Jahr 1350 wurde eine zweite Kirche aus Stein erwähnt. Um 1544 wurde durch Wacław Siedlicki das lutherische Glaubensbekenntnis eingeführt. 1628 wurde der katholische Glaube wiedereingeführt. 1692 gibt es die erste schriftliche Erwähnung einer Schule und 1696 einer Schänke. 1722 wurde eine Kopie der Schwarzen Madonna von Tschenstochau nach Pszów gebracht. Von 1743 bis 1746 wurde die spätbarocke Wallfahrtskirche Mariä Geburt erbaut.

Bis zum Ersten Weltkrieg

1802 wurde die Produktion von Pottasche und Kalk aufgenommen. 1832 wurden ein Brennofen und eine Dampfmühle für die Kalkindustrie errichtet. Die erste Genehmigung zum Abbau von Kohle wurde an Augustinus Ferdinand Fritz erteilt. 1843 wurde das Steinkohlebergwerk Anna in Betrieb genommen. 1848 wurde das in der Nähe entstandene Grubendorf unter dem Namen Pschower Dollen selbstständig. 1856 zerstörte ein Feuer einen Teil des Dorfes Pschow. 1882 wurde die erste Seilbahn im heutigen Polen von der Anna-Grube zum Bahnhof in Czernitz gebaut. 1885 erfolgte der Bau der Straße von Czernitz über Rydultau, Pschow zur Stadt Loslau. 1901 wurde die Straße nach Syrin gebaut. 1904 verkaufte Graf Jan Węgierski Pschow und Kokoschütz an die Polnische Bank in Posen. 1905 entstand eine Bergarbeitersiedlung bei der Anna-Grube. 1910 wurde das Gemeindehaus erbaut, in dem heute das Rathaus untergebracht ist. 1914 wurde die Eisenbahnlinie von der Anna-Grube nach Olsau gebaut.

Zwischenkriegszeit bis heute

Nach der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921 wurde Pszów 1922 dem polnischen sog. Ost-Oberschlesien zugeteilt und gehörte zur Autonomen Woiwodschaft Schlesien. Nach dem Überfall auf Polen im September 1939 kam Pszów mit dem Einmarsch der Wehrmacht völkerrechtswidrig unter deutsche Verwaltung. 1945 wurde die Stadt wieder polnisch. 1954 erhielt Pszów das Stadtrecht. 1975 wurde Pszów nach Wodzisław Śląski eingemeindet. 1995 wurde Pszów wieder eine selbstständige Stadtgemeinde. 1997 wurde die Wallfahrtskirche in den Rang einer Basilica minor erhoben.[3]

Von 1975 bis 1998 gehörte Pszów zur Woiwodschaft Kattowitz.

Wirtschaft und Verkehr

Zeche Rydułtowy-Anna

Hauptwirtschaftszweig in Pszów ist der Kohlebergbau. Der größte Arbeitgeber ist die Zeche „Anna“.

Durch Pszów verläuft die Wojewodschaftsstraße 933 (Droga wojewódzka 933).

Bildung

In der Stadt gibt es drei Kindergärten (Przedszkole), drei Grundschulen (Szkoła Podstawowa), eine Mittelschule (Gimnazjum) und eine Berufsschule.

Sehenswürdigkeiten

Wallfahrtsbasilika in Pszów

Politik

Bürgermeister

An der Spitze der Verwaltung steht der Bürgermeister. Seit 2014 war dies Katarzyna Sawicka-Mucha, die 2018 nicht erneut kandidierte. Bei der turnusmäßigen Wahl im April 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:[4]

  • Piotr Kowol (Wahlkomitee „Pszów – Unsere gemeinsame Sache“) 53,2 % der Stimmen
  • Ewa Gawęda (Wahlkomitee „Gemeinsam für Pszów“) 46,8 % der Stimmen

Damit wurde Kowol bereits im ersten Wahlgang zum neuen Bürgermeister gewählt.

Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 brachte folgendes Ergebnis:[5]

  • Czesław Krzystała (Wahlkomitee „Pszów – Unsere gemeinsame Sache“) 32,1 % der Stimmen
  • Ryszard Zawadzki (Wahlkomitee „Örtlicher Verwaltungsverband“) 27,3 % der Stimmen
  • Alicja Nawrat (PiS) 22,4 % der Stimmen
  • Michał Lorek (Wahlkomitee „Einwilligung und Entwicklung“) 18,2 % der Stimmen

In der damit notwendigen Stichwahl wurde Krzystała mit 58,4 % der Stimmen gegen Zawadzki zum neuen Bürgermeister gewählt.

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung direkt in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[6]

  • Wahlkomitee „Pszów – Unsere gemeinsame Sache“ 47,1 % der Stimmen, 10 Sitze
  • Wahlkomitee „Gemeinsam für Pszów“ 43,6 % der Stimmen, 4 Sitze
  • Wahlkomitee „Die Stimmen der Generationen“ 7,0 % der Stimmen, 1 Sitz
  • Übrige 2,3 % der Stimmen, kein Sitz

Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:[7]

  • Wahlkomitee „Pszów – Unsere gemeinsame Sache“ 31,9 % der Stimmen, 7 Sitze
  • Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 25,2 % der Stimmen, 2 Sitze
  • Wahlkomitee „Örtlicher Verwaltungsverband“ 21,1 % der Stimmen, 3 Sitze
  • Wahlkomitee „Die Stimmen der Generationen“ 20,2 % der Stimmen, 3 Sitze
  • Übrige 1,6 % der Stimmen, kein Sitz

Partnerstädte

Söhne und Töchter von Pszów

Commons: Pszów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI