Péruwelz
Stadt in Wallonie, Belgien
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Péruwelz ist eine Stadt in der Provinz Hennegau im wallonischen Teil im Süden Belgiens, unmittelbar an der Grenze zu Frankreich.
| Péruwelz | ||
|---|---|---|
| Staat: | ||
| Region: | Wallonien | |
| Provinz: | Hennegau | |
| Bezirk: | Tournai-Mouscron | |
| Koordinaten: | 50° 30′ N, 3° 35′ O | |
| Fläche: | 60,56 km² | |
| Einwohner: | 17.318 (1. Jan. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 286 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 7600–7604, 7608 | |
| Vorwahl: | 069 | |
| Bürgermeister: | Daniel Westrade (PS) | |
| Adresse der Kommunal- verwaltung: | Administration Communale 35, rue Albert Ier 7600 Péruwelz | |
| Website: | www.peruwelz.be | |
Geschichte
Obwohl Péruwelz an der antiken Straße von Gent nach Valenciennes liegt, fehlen bis ins 11. Jahrhundert passende und nachweisbare Belege für die Existenz einer Siedlung. 1026 wird ein „Pereweis“ genannt[1]. 1095 soll eine Kirche der Abtei Aubechies geschenkt worden sein.[2] Doch selbst über das Kloster Aubechies sind weder Urkunden noch andere Nachweise zu finden, und die internationale historische Datenbank „Regnum Francorum Online“[3] kennt Aubechies überhaupt nicht und nennt für Péruwelz keine Quellen.
Das Kloster Aubechies soll 1077 gegründet worden sein. Eine Gründungsurkunde wurde bisher nicht gefunden. Ein Historiker meint, dass das in einer Urkunde Kaiser Heinrichs III. von 1040 genannte „Petras Boseras“ auf Péruwelz bezogen werden kann[4], doch sind aus Gründen der Namensentwicklung Zweifel angebracht.[5] Weitere geschichtliche Daten sind sicher in dem Buch von Petit: «Histoire ... de Péruwelz» zu finden, doch erschien diese Sekundärliteratur schon 1871 und ist noch nicht online verfügbar. Neuere Literatur scheint es nicht zu geben, obwohl Péruwelz seit 1910 über eine Basilica minor verfügt: Papst Pius X. persönlich verlieh diesen seltenen Titel der 1885–1892 erbauten neugotischen Marien-Wallfahrtskirche Basilika Unserer Lieben Frau von Bon-Secours. Vorbild für diesen Zentralbau in der seltenen Form eines Oktogons war sicher das Oktogon des Aachener Doms. Die belgische Post hat diese einzigartige Kirche auf einer Briefmarke abgebildet.[6]
Gemeindegliederung
Die Gemeinde wurde im Rahmen der Gebietsreform in Belgien 1977 gebildet durch den Zusammenschluss folgender Gemeinden, die jetzt Ortsteile sind:
- Péruwelz (I.)
- Bon-Secours (II.)
- Roucourt (III.)
- Bury (IV.)
- Braffe (V.)
- Baugnies (VI.)
- Wasmes-Audemez-Briffoeil (VII.)
- Brasménil (VIII.)
- Wiers (IX.)
- Callenelle (X.)
Weitere Ortschaften innerhalb dieser ehemaligen Gemeinden sind: Briffœil (XI.), Audemez (XII.), Ringies (XIII.) und Ponange (XIV.).

Städtepartnerschaften
Péruwelz ist durch Partnerschaften verbunden mit den französischen Gemeinden Paray-Vieille-Poste im Département Essonne (seit 1976) und Jaunay-Clan im Département Vienne (seit 1976).[7]
Persönlichkeiten
- Jean Absil (1893–1974), Komponist, wurde im Ort Bon-Secour der Gemeinde Péruwelz geboren
- Louis Constant Wairy (1778–1845), Haupt-Kammerdiener von Napoleon Bonaparte ist in Péruwelz geboren. Er ist Autor von umfangreichen Memoiren über seine Erfahrungen am französischen Kaiserlichen Hof, die in viele Sprachen übersetzt wurden.[8]
- Kirche Saint-Quentin
- Kirche in Callenelle
- Hôtel de Ville (Rathaus)
- Grand Place
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Péruwelz (französisch)

