QUBE II
deutscher Forschungssatellit
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QUBE II, auch QUBE-II, ist ein deutscher Forschungssatellit im CubeSat-Format und eine technologische Weiterentwicklung der vorangegangenen QUBE-Mission. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.[3] Ziel der Mission ist die Bereitstellung einer leistungsfähigeren Umgebung für eine echte quantenbasierte Schlüsselgenerierung sowie den effizienten Quantenschlüsselaustausch aus dem Weltraum.
Missionsfokus
Im Mittelpunkt der Mission steht die Optimierung der optischen Infrastruktur sowie eine präzisere Ausrichtung des Gesamtsystems. Durch ein deutlich größeres Plattformdesign (8U-Formfaktor) im Vergleich zum Vorgängerprojekt sollen ein verbessertes Linkbudget für die Quantenschlüsselverteilung und eine größere optische Apertur ermöglicht werden.[1] Ein technisches Kernziel von QUBE-II ist die Realisierung einer Ausrichtungsgenauigkeit von unter 0,1°, um eine stabile Quantenverbindung zu gewährleisten.[1]
Konsortium
Das Projekt wird unter der Leitung der OHB System AG als Konsortialführer in Zusammenarbeit mit einem Verbund aus Forschung und Industrie realisiert:
- OHB System AG – Konsortialführer, Projektkoordination, Technologietransfer
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – Institut für Kommunikation und Navigation: Laserkommunikation, optisches Satellitenterminal, optische Bodenstation[4]
- Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) – Quantentechnologien[2]
- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) – Quantenoptik[5]
- Zentrum für Telematik (ZfT) – Satellitenbau, Systemintegration, hochpräzise Ausrichtung[1]
Technische Spezifikationen
Der Satellit wird in der 8U-CubeSat-Bauweise realisiert. Die Plattform weist eine Gesamtmasse von 11,5 kg auf, bei äußeren Abmessungen von 100 mm × 226 mm × 454 mm. Das System ist spezifisch auf die Anforderungen einer stabilen Laserverbindung für die Quantenkommunikation und eine gesteigerte Übertragungsrate ausgelegt.[1]