Quinoxyfen

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Quinoxyfen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chinoline.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Quinoxyfen
Allgemeines
Name Quinoxyfen
Andere Namen

5,7-Dichlor-4-(p-fluorphenoxy)chinolin

Summenformel C15H8Cl2FNO
Kurzbeschreibung

beiger Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 124495-18-7
EG-Nummer (Listennummer) 602-997-3
ECHA-InfoCard 100.121.422
PubChem 3391107
ChemSpider 2635909
Wikidata Q961155
Eigenschaften
Molare Masse 308,13 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,56 g·cm−3 (Schüttdichte)[2]

Schmelzpunkt

103 °C[2]

Dampfdruck

1,2x10−5 Pa (20 °C)[3]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (47 mg/l bei 20 °C)[2]
  • löslich in Aceton, Dichlormethan und Toluol[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 317410
P: 261272273280302+352333+313[1]
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Gewinnung und Darstellung

Quinoxyfen kann durch mehrstufige Reaktion ausgehend von 2,4-Dichloranilin, Zyklisierung und spätere Reaktion mit Phosphorylchlorid und 4-Fluorphenol gewonnen werden.[5]

Synthese von Quinoxyfen
Synthese von Quinoxyfen

Eigenschaften

Quinoxyfen ist ein beiger Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Es ist im Dunkeln und in neutralen und basischen Lösungen stabil.[6]

Verwendung

Quinoxyfen wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet.[1] Es wird als Fungizid zum Schutz gegen Mehltau bei einer Vielzahl von Nutzpflanzen verwendet.[7] Die Verbindung wird von Dow AgroSciences vermarktet.[8] Die Wirkung beruht auf der Beeinflussung der Signaltransduktion in den Pilzen.[9] Quinoxyfen hemmt die G-Proteine, womit Hyphen bis zum Aufbrauchen der Nährstoffe auf der Oberfläche entlang wachsen, ohne eine geeignete Stelle zum Eindringen in die Epidermis zu finden.[10]

Zulassung

In Europa beantragte Dow Elanco im August 1995 eine Zulassung.[3] In der Europäischen Union wurde Quinoxyfen schließlich 2004 für Anwendungen als Fungizid zugelassen.[11] Die EWR-Mitgliedstaaten mussten jedoch bis spätestens am 27. Juni 2019 die Zulassungen für Pflanzenschutzmittel, die Flurtamon als Wirkstoff enthalten, widerrufen. Eine Aufbrauchfrist von maximal neun Monaten wurde gewährt.[12]

Auch in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff nicht mehr zugelassen.[13]

Quinoxyfen ist als „prioritärer gefährlicher Stoff“ in Anhang X der europäischen Richtlinie 2000/60/EG (Wasserrahmenrichtlinie) aufgeführt.[14]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI