Quotientenregel

Regel der Differentialrechnung From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Quotientenregel ist eine grundlegende Ableitungsregel. Mit ihr wird die Ableitung eines Quotienten von Funktionen aus den Ableitungen der einzelnen Funktionen berechnet. In Kurzschreibweise lautet sie

.

Aussage

Sind die Funktionen und von einem Intervall in die reellen oder komplexen Zahlen an einer Stelle mit differenzierbar, dann ist auch die Funktion mit

an der Stelle differenzierbar und es gilt

.[1]

Beispiele

  • Die Funktion ist Quotient der Funktionen
und ,
welche differenzierbar sind mit
und .
Für erhält man durch Anwendung der Quotientenregel
.
  • Die Ableitung des Tangens kann bestimmt werden, wenn die Ableitung von Sinus und Kosinus bekannt ist. Aus der Beziehung folgt für alle mit der Quotientenregel
.

Herleitung

Wenn um anwächst, ändert sich um und um . Die Änderung des Quotienten beträgt damit

,

oder, indem man den Hauptnenner bildet,

Dividiert man noch durch , so erhält man den Differenzenquotienten von als

Bildet man nun den Grenzübergang , so erhält man schließlich die Ableitung

[2]

Beweise

Anhand des Differenzenquotienten

Ist an differenzierbar, so ist dort insbesondere stetig. Unter der Voraussetzung gibt es deshalb eine Umgebung von , in der überall ist. In dieser Umgebung ist der Differenzenquotient

von wohldefiniert. Addition und Subtraktion des Terms im Zähler des rechts stehenden Bruchs und elementare Termumformungen liefern die äquivalente Darstellung

.

Beim Grenzübergang strebt der Differenzenquotient von gegen , der Differenzenquotient von gegen und gegen .[3][4]

Mithilfe der Produkt- und Kehrwertregel

Für gilt nach der Produktregel

.

Mit der Kehrwertregel

folgt hieraus

.[5]

Siehe auch

Literatur

Die Quotientenregel für Funktionen wird in fast jedem Einführungsbuch zur Differentialrechnung erläutert. Einige Beispiele sind:

Einzelnachweise

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